Versicherung: Berufsunfähigkeit

Wenn nichts mehr geht

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KONSUMENT 9/2014 veröffentlicht: 27.08.2014, aktualisiert: 23.10.2014

Inhalt

Berufsunfähigkeitsversicherungen sind grundsätzlich sinnvoll. Es gilt allerdings, sich ein günstiges Angebot herauszupicken - ein Prämienvergleich.

Diese Versicherungen haben wir einem Prämienvergleich unterzogen:

  • Continentale
  • Dialog
  • Donauversicherung
  • Gothaer
  • HDI
  • Nürnberger
  • OOEV
  • Uniqa
  • Wiener Städtische
  • WWK
  • Zürich

Verglichen wurden die Jahresprämien für eine 25-jährige Person bei einer Rente von 1.000 € monatlich in verschiedenen Tarifklassen/Berufsgruppen: Anwalt/Jurist, Bäcker, Bauarbeiter (Maurer), Dachdecker, Friseur, Hausfrau, kaufm. Büroangestellter, Verkäufer im Einzelhandel.

Im Extremfall lässt sich mehr als die Hälfte der Prämie sparen! - Nachfolgend die Details zu unserer Preiserhebung.


Staatliche Beihilfen

Massive Hautausschläge, eine Herzerkrankung oder Depression – es gibt viele Widrigkeiten, die einen Menschen im Laufe eines langen Berufslebens aus der Spur werfen können. Von staatlicher Seite wird für solche Schicksalsschläge mit einer Invaliditäts-, ­Erwerbs- oder Berufsunfähigkeitspension vorgesorgt. Die liegt im Durchschnitt bei rund 1.000 Euro im Monat. Je jünger der Versicherte, desto geringer fällt sie aus, da sie nach den bisherigen Beiträgen berechnet wird. Wer eine Familie oder Kinder zu erhalten hat, bezieht außerdem noch Familienbeihilfe, aber allzu weit kommt man damit nicht.

Finanzielle Situationen durchrechnen

Auch wenn es nicht angenehm ist, sollte man sich daher – speziell, wenn man Familie hat – überlegen, wie man in einer solchen Situation finanziell zurande käme. Welche Mittel sind vorhanden, welche Kosten müssen monat­lich gedeckt werden, welche Kosten würden wegfallen (z.B. bei Pendlern das Zweitauto), wie realistisch wäre ein Umzug in günstigere Wohnräume? Wäre ein Wechsel in einen ­anderen Beruf denkbar? Könnte das Ein­kommen des Partners eine (vorübergehende) Arbeitsunfähigkeit auffangen?

Lücke zum tatsächlichen Geldbedarf decken

Zeigt sich, dass das Leben nicht nur völlig auf den Kopf gestellt würde, sondern sogar exis­tenziell bedroht wäre, sollte man sich die Angebote der privaten Berufsunfähigkeitsversicherer ansehen. Und damit sind nicht Zusätze in der Lebensversicherung gemeint, sondern selbstständige Berufsunfähigkeits-Produkte (SBU). Sie sollen die Lücke zwischen den staatlichen Versicherungsleistungen und dem tatsächlichen Geldbedarf abdecken, bis der Versicherte Anspruch auf eine Alterspension hat, also höchstens bis zum 65. Lebensjahr.

Prämien: für bestimmte Berufsgruppen teuer

Billig ist so etwas nie; richtig teuer wird es aber für bestimmte Berufsgruppen mit hohem Unfall- oder Erkrankungsrisiko wie Dachdecker, Bauarbeiter oder Friseure (Allergien!), oder wenn man relativ spät ­einsteigt und eine Versicherungsdauer bis 65 Jahre wählt. Laut dem deutschen Bund der Versicherten ist ein Vertragsabschluss mit 40 Jahren um ungefähr 40 Prozent teurer als mit 30 Jahren. Und für Menschen mit Vor­erkrankungen findet sich überhaupt nur sehr schwer ein Anbieter oder überhaupt keiner.

In der Tabelle finden Sie:

Marke, Type, Produkte, Dienstleistungen
Continentale, Dialog, Donauversicherung, Gothaer, HDI, Nürnberger, OOEV, Uniqa, Wiener Städtische, WWK, Zürich

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