Heizkosten

Richtig rechnen

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KONSUMENT 1/2015 veröffentlicht: 23.12.2014, aktualisiert: 02.03.2015

Inhalt

Der Umstieg auf ein anderes Heizsystem kann sehr teuer werden. Doch es gibt auch einfache Methoden, die Heizungsrechnung zu senken.

Beziehen Sie Fernwärme? Machen Sie bei unserer aktuellen Umfrage mit: Umfrage: Fernwärme 12/2014.


Folgende Energieformen haben wir einem Kosten-Check unterzogen:

Erneuerbar

  • Hackgut/Jahr
  • Holz-Briketts
  • Kaminholz (Karton)
  • Pellets
  • Scheitholz (1m)

Nicht erneuerbar

  • Brikett-Rekord
  • Erdgas
  • Flüssiggas
  • Heizöl
  • Hüttenkoks Brech 3
  • Steinkohle (Polen)

Elektrische Energie

  • Tagstrom
  • Nachtstrom

Wärmepumpe

  • Tagstrom
  • Mischtarif

Fernwärme

  • Standardtarif
  • Niedrigenergie-Tarif

Verglichen wurden: Heiztechnik (Kaminofen, Kachelofen, Zentralheizung, Gaskonvektor, Gaskessel, ...), Brennstoffpreis in Cent/Einheit, Energieinhalt in kWh/Einheit, Jahresnutzungsgrad neue und alte Anlage, Brennstoffkosten in Cent/kWh, Differenz zu Gasbrennwertkessel in %, CO2-Emissionen, Jahreskosten für Einfamilienhäuser und Altbauwohnungen

Nachfolgend unser Kostenvergleich.


Die Kosten fürs Heizen sind nach den Wohnungskosten der größte Brocken im Haushaltsbudget. Die Möglichkeiten, Heizkosten einzusparen, sind enorm – theoretisch. In vielen Fällen sind Kostensenkungen nur langfristig, manchmal auch gar nicht zu bewerkstelligen.

Typisches Beispiel: In Wohnungen mit Fernwärmeanschluss hat man oft keine Möglichkeit, eine andere Energieform zu wählen. Dazu kommt, dass seriöse Kostenvergleiche Seltenheitswert haben. Die verschiedenen Branchenlobbys (Öllobby, Stromlobby usw.) haben großes Interesse daran, Informationen möglichst gefiltert an den kleinen Mann zu bringen, ihren Energieträger in vorteilhaftem Licht erscheinen zu lassen.

Energiepreise pro kWh

Daher sollten vorweg einmal einige Dinge klargestellt werden. Betrachten wir zunächst die reinen Brennstoffkosten, also die laufend anfallenden Kosten für den Energieverbrauch. Bei jeder Energieform (egal ob Holz, Gas oder Öl) kann der Verbrauch in Kilowattstunden umgerechnet werden, sodass ein direkter Vergleich der unterschiedlichen Energieträger möglich wird.

Kleine Einschränkung: Sie müssen wissen, ob Sie eine eher neue oder eher alte Heizungsanlage besitzen. Jeder Energieträger hat auch einen unterschiedlichen Wirkungsgrad, daher muss der Brennstoffpreis pro Einheit zunächst mit diesem Faktor (Jahresnutzungsgrad) bereinigt werden.

Energieträger und Brennstoffkosten richtig vergleichen

Die Spalte "Brennstoffkosten in Cent/kWh" (wahlweise für eine neue und eine alte Anlage) in unserer Test-Tabelle zeigt die bereinigten Werte, die Ihnen einen direkten Vergleich ermöglichen. Nehmen Sie Ihre aktuelle Jahresabrechnung (z.B. für Gas) zur Hand und berechnen Sie Ihre Brennstoffkosten pro Einheit: Die Summe der Energiekosten, Netzkosten, Steuern und Abgaben inklusive Umsatzsteuer dividieren Sie durch den Verbrauch in kWh – dann haben sie Ihren Referenzwert: Was könnten Sie sparen, wenn Sie zu einem anderen Energieträger wechseln?

Oder wie stark weicht Ihr Wert vom Tabellenwert für denselben Energieträger ab? Das kann daran liegen, dass Ihr Ofen oder Kessel einen höheren (niedrigeren) Wirkungsgrad hat, die Heizungsanlage jünger (oder älter) ist oder Ihr Energielieferant Ihnen einen günstigeren (oder höheren) Preis verrechnet.

In der Tabelle finden Sie:

Marke, Type, Produkte, Dienstleistungen
Kaminholz im Karton Kaminofen, Scheitholz (1 m) Durchbrandkessel, Scheitholz (1 m) Holzvergaserkessel, Kaminholz (0,33 m) Kachelofen, Hackgut Jahresmenge Zentralheizung, Holz-Briketts Kaminofen , Holz-Briketts Kachelofen , Pellets Einzelofen , Pellets Zentralheizung , Erdgas Bm³ Gaskonvektor , Erdgas Bm³ Gaskessel , Erdgas Bm³ Brennwertkessel , Flüssiggas Gaskessel, Flüssiggas Brennwertkessel, Heizöl EL Einzelofen, Heizöl EL Gebläsekessel , Heizöl EL Brennwertkessel , Brikett-Rekord Durchbrandkessel , Steinkohle (Polen) Durchbrandkessel , Hüttenkoks Brech 3 Durchbrandkessel , Brikett-Rekord Einzelofen , Tagstrom Direktheizgerät, Nachtstrom Speicherofen , Tagstrom Erdwärmepumpe, Mischtarif Erdwärmepumpe , Standardtarif Zentralheizung, Niedrigenergietarif Zentralheizung

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Wertung: 3 von 5 Sternen
29 Stimmen

Kommentare

  • 120 m2
    von REDAKTION am 24.02.2015 um 10:12
    Natürlich ist mit der Angabe 120 m2 die Wohnfläche gemeint - also die Gesamtfläche von Wohnräumen, die beheizt werden. Wir geben sehr detaillierte Angaben zu unseren Berechnungen an, sie finden Sie nicht nur in den umfangreichen Fußnoten der Tabelle, sondern auch in unserer Online-Warenkunde unter EXTRAS Heizkosten. Ihr Konsument-Team
  • Über Jahre verfolge ich den Heizkostenvergleich und kanns noch immer nicht nachvollziehen
    von Schiebl am 20.02.2015 um 16:51
    Ein Einfamilienhaus mit 120m² als Referenz zu nehmen ist schon Ok, aber könnten Sie bitte dazu sagen welche m² Sie meinen? Ich habe eine verbaute Fläche von 110m², Brennwertkessel, Baujahr 99. Mit den genannten 308,- für Gas komme ich aber weit nicht aus. Rechne ich aber zusammen EG und 1. Stock, sinds 220m² Wohnraum, dazu käme der Keller mit 110m², der auf 18° beheizt wird. Dazu eine Gartenhütte ohne Wäremdämmung mit 24m² die auf 6° beheizt wird. Wie stelle ich den Vergleich dazu nun her? Wäre es in Zeiten immer kritischerer Verbrauchsbetrachtung nicht sinnvoll hier zu präzisieren?
  • Infrarot-Heizungen
    von maxwill am 14.01.2015 um 11:02
    Mich würde interessieren wie sich das der Konsument vorstellt, ich wohne in einer Wohnung ohne Gas/Fernwärme/etc. . In manchen Jahren hab ich gar nicht geheizt doch immer mit 3 Pullovern da zu sitzen ist halt auch nicht gemütlich. Gas und Fernwärme ist nicht geplant ins Haus einzuleiten. Also was ab ich für Alternativen? Entweder eine Warmwasserheizung (groß, umständlich in der Installation, hässlich,...) oder IR-Heizungen. Ich hab mich für letzteres entschieden und bin mehr als Zufrieden. Hab 4 IR-Heizungen (Wohnzimmer, Schlafzimmer, Küche und Bad) Küche und Bad schaltet sich erst ein wenn es unter 18 Grad fällt... war dieses Jahr noch nie der Fall. und die anderen steuere ich je nach bedarf. Wenn ich nicht zu Hause bin dreh ich sie ab. Wenn ich sie wieder brauche, ist innerhalb von 10-15 Minuten angenehm warm. Das die kosten mit Installation, neu Geräten usw. günstiger als Gas ist kann ich mir gut vorstellen. Ob günstiger als Fernwärme weiß ich nicht. Aber von den beiden hab ich eh nichts, also hab ich keine Alternativen?!
  • Pellets
    von REDAKTION am 09.01.2015 um 10:38
    Der Vollkostenvergleich wurde von der Österreichischen Energieagentur durchgeführt. Zugrunde gelegt wurden drei Varianten: Neubau, saniertes und unsaniertes Gebäude, jeweils 148 m2. Wir haben den Vergleich für ein saniertes Gebäude herausgegriffen, unter der Annahme, dass das gesamte Heizsystem erneuert werden soll. In den Investitionskosten sind immer auch die Kosten für Wartung und Instandhaltung integriert - diese machen rund ein Drittel der gesamten Investitionskosten aus. für den Neubau wurden folgende Komponenten bewertet: Wärmeerzeuger, Regelanlage, Pumpengruppen, Warmwasserspeicher, Pufferspeicher, Brennstofffördersystem, Wärmeabgabesystem. Näheres unter: http://www.energyagency.at/aktuelles-presse/news/detail/artikel/was-heizen-wirklich-kostet-2014.html Ihr Konsument-Team
  • Pellets
    von mugi am 08.01.2015 um 20:59
    Mich würde interessieren wie Sie auf so hohe Investitionskosten bei der Pelletsheizung kommen? Ich installiere in mein neu gebautes Haus gerade eine Pelletsheizung und komme bei weiten nicht auf die hohen Kosten die hier von Ihnen angegeben werden? Könnten Sie das bitte aufklären? Danke
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