Paketdienste

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KONSUMENT 12/2014 veröffentlicht: 19.11.2014

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Post, DPD, GLS, Hermes: Mindestens 37 Millionen Pakete wurden allein im ersten Quartal 2014 versendet. Kann da die Qualität im Kundenservice mithalten? Unsere aktuellen Testergebnisse sprechen nicht dafür.

Zusätzlich zu diesem Test hier haben wir einen Bericht über die Arbeitsbedingungen der Zusteller veröffentlicht. Lesen Sie den  Report Paketdienste - Blick hinter die Kulissen 12/2014

Jetzt, vor Weihnachten, machen auch die „kleinen Leute“ verstärkt wieder, was die großen Versandhäuser und Internet-Händler das ganze Jahr über treiben: Pakete versenden. Millionen. Um Millionen Euro: Über 165 Millionen Euro spielten die damit verbundenen Dienstleistungen allein im 1. Quartal 2014 (bislang die aktuellsten verfügbaren Zahlen) in die Kassen der Paketbeförderer.

9 Millionen Retouren

Der Konsument, der Haushalt als Auftraggeber, als Versender hat daran wohl den kleinsten Anteil. Er ist in erster Linie Empfänger. Es sei denn, es geht um Retouren: 9 Millionen Pakete schicken die Österreicher pro Jahr zurück an den Versandhandel. Aber das ist ja weitgehend unkompliziert: Die Adressenaufkleber sind meist vorgedruckt, das Rückporto meist schon bezahlt, über die Versandart muss man sich keine Gedanken machen, nicht einmal darüber, ob und wann die Sendung ankommt.

Vier sind im Test mit dabei

Beim Weihnachtspackerl mag das anders sein. Denn zumindest zum Fest finden es viele Menschen doch zu unpersönlich, das Geschenk für Pepi-Onkel und Anna-Tant’ vom Online-Händler verpackt und allenfalls mit Standardgrüßen versehen direkt zustellen zu lassen. Man packt vielmehr selber (zu), fürchtet die zu erwartende Schlange bei der Aufgabe nicht und hofft, dass das Geschenk schnell und gut ankommt. Ob dies der Fall ist, haben wir uns in diesem Paketdienste-Test angesehen.

DPD, GLS, Hermes und die Post

Da es also um Transporte von privat zu privat geht, konzentrierten wir uns auf vier Paketdienste, welche das ausdrücklich anbieten und dafür auch ein nennenswertes Netz an Aufgabestellen etabliert haben: DPD, GLS, Hermes und die Post. Freilich kann man auch via DHL, UPS oder TNT versenden; diese sind aber eher auf die Bedürfnisse von Geschäftskunden ausgerichtet, etwa durch die Abholung der Sendungen beim Auftraggeber. Das Prozedere und die Anmeldung dazu erscheint uns für den gelegentlichen Versand eines privaten Paketes zu aufwendig, die Preise zu hoch, das Netz der Aufgabestellen zu weitmaschig.

In speziellen Fällen mögen aber auch diese Dienste ihre Berechtigung haben, weshalb wir deren Leistungsprofil in die Tabelle "Paketdienste wie sie sich selbst sehen" (siehe Report: Paketdienste 12/2014 - er beleuchtet die Arbeitsumstände der Zusteller) zu Ihrer Information mit aufgenommen haben.

In der Tabelle finden Sie:

Marke, Type, Produkte, Dienstleistungen
Post, DPD, GLS, Hermes

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Kommentare

  • Gemeinsame Paketboxen.
    von 0809brigitte am 10.12.2014 um 09:45
    Da ich 12h-Schichten und auch an Wochenenden sehr häufig arbeiten muss, bin ich zu Zustellzeiten NIE zu Hause, und bin dadurch aber auch gezwungen, viel online zu bestellen. Der/die Zusteller läuten deshalb überhaupt nicht mehr bei mir, sondern nur mehr bei der Nachbarin, die am Ehesten daheim ist. So sehr mich das stört, bin ich doch auch froh, wenn er das Paket in den 2. Stock schleppt und vor meine Wohnungstüre legt - so erspare ich mir nämlich die Rennerei zur Post, die wegen meiner Arbeitszeiten und deren Öffnungszeiten beinahe unmöglich zu vereinbaren ist. Die Post bietet hierzu übrigens eine Art "Paket-Sammel-Kästen" an. Diese sollten zumindest in Gemeinschaftswohnhäusern Standard werden.
  • Erfahrungen
    von Kleinerjosef am 25.11.2014 um 14:01
    Wir wohnen in einer Reihenhaussiedlung. Früher hat die Post zumindest versucht, einen Nachbarn zu erreichen, heute finden wir die Pakete an den originellsten Plätzen, wie z.B. neben den Mülltonnen auf den feuchten Pflastersteinen. Mit UPS habe ich gute Erfahrungen, habe mich letzthin mit dem Fahrer zusammengerufen und wir haben uns in der Mitte getroffen, damit ich mein neues Handy doch noch vor dem Wochenende in Empfang nehmen kann. DPD hat sich insofern gebessert, als sie bei uns im Ort jetzt einen Paketpartner haben, wo die Pakete hinterlegt werden. GLS lasse ich mir grundsätzlich ins Büro zustellen - falls das Gewicht es erlaubt. Habe den Dienst als sehr umständlich erlebt. Allerdings haben die jetzt auch Paketpartner, vielleicht ist es ja ebenfalls einfacher geworden zu seinen nicht zugestellten Lieferungen zu kommen.
  • Meine Rangliste:
    von GeHuNi am 21.11.2014 um 18:00
    TNT (ausgezeichnet) UPS (sehr gut) Post (befriedigend) GLS (weniger zufriedenstellend) DPD (noch) weniger zufriedenstellend) (TNT und UPS sind absolut die besten Paketdienste. Mit einigem Abstand folgt dann die Post und GLS sowie DPD haben mir schon viel Ärger bereitet (werden aber von vielen Versendern gewählt (weil sie wohl die billigsten sind (?)))
  • Ersatzzustellung
    von chris1976 am 19.11.2014 um 17:31
    Mir hat der Postler kürzlich ein persönliches (!) Wertpaket an meinen Nachbarn "ersatzzugestellt" Eine Beschwerde bei der Post wurde mit dem klassischen blabla beantwortet, dass mit dem Zusteller ein klärendes Gespräch geführt wird etc.
  • Zustellung und Benachrichtigung
    von qilin am 19.11.2014 um 12:57
    Hier wird hauptsächlich per Post oder DPD zugestellt,wobei ich mit DPD die deutlich schlechteren Erfahrungen habe. Der eine Fall war ein Großgerät (Mikrowelle um € 100.-), das ohne Ankündigung im Parterre unseres Mietshauses stand (ich wohnte im 4. Stock), zweimal aufgerissen und mit DPD-bedrucktem Tape wieder verschlossen der zweite eine Sendung aus Deutschland, wo ich mich nach einem Monat an den Verkäufer wandte, wo denn die Ware geblieben sei. Ich bekam die Antwort, er hätte sie per DPD versandt, aber zurückbekommen mit der Bemerkung, ich hätte sie trotz dreimaliger Benachrichtigung nicht behoben. Eine Benachrichtigung hatte ich nie gesehen... Ich habe mich dann bei DPD beschwert, aber nie eine Antwort bekommen. Wolfgang Waas 6176 Völs
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