Antibabypille

Wirkstoffe vergleichen, Risiko minimieren

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KONSUMENT 2/2018 veröffentlicht: 25.01.2018, aktualisiert: 12.04.2018

Inhalt

Die Pille gilt als eines der sichersten Verhütungsmittel. Doch nicht alle zugelassenen Präparate sind empfehlenswert. Bei manchen besteht der Verdacht auf ein erhöhtes Risiko für Thrombosen und Lungenembolien.

Insgesamt wurden 84 Kontrazeptiva (Kombinationspräparate oder Minipille) getestet. Darunter waren z.B.:

  • Alenini Filmtabletten
  • Angiletta Filmtabletten
  • Balancette Filmtabletten
  • Belara Filmtabletten
  • Cleonita Filmtabletten
  • Danselle Filmtabletten
  • Desirett Filmtabletten
  • Diamilla Filmtabletten
  • Erlidona Filmtabletten
  • Gefemin Filmtabletten
  • Harmonette Dragees
  • Lenea Tabletten
  • Levostrol Filmtabletten
  • Madonella Dragees
  • Mayra Filmtabletten
  • Minesse Filmtabletten
  • Rigevidon Tabletten
  • Seasonique Filmtabletten
  • Selina Gynial mite Filmtabletten
  • Stella Filmtabletten
  • Tangolita Filmtabletten
  • Valette Dragees
  • Xyliette Tabletten
  • Yirala Filmtabletten
  • Zoely Filmtabletten
  • ... uvm.

Folgende Wirkstoffe haben wir dabei bewertet: Chlormadinonacetat, Desogestrel, Dienogest, Drospirenon, Gestoden, Levonorgestrel, Nomegestrol.

In der Testtabelle finden Sie Angaben zu: Wirkstoffe, kleinste Packungsgröße in Stück und Preis.

Nachfolgend unser Testbericht.


Antibabypille beliebtestes Verhütungsmittel

Die Antibabypille ist laut einer repräsentativen Umfrage (Verhütungsreport 2015) das meistverwendete Verhütungsmittel in Österreich. Mehr als ein Drittel aller befragten Frauen setzen demnach auf die Pille. Vor allem Mädchen und junge Frauen geben dieser Verhütungsmethode den Vorzug. Als wichtigstes Argument wird in der Umfrage die Wirksamkeit der Pille genannt.

Viele Frauen geben auch an, dass sie bei der Verhütung unerwünschte Wirkungen vermeiden wollen. Doch gerade hormonelle Mittel wie Minipille, Pille, hormonhaltige Spirale, Implantat, Pflaster oder Vaginalring belasten den Körper stärker. Die Wirkungsweise der Antibabypille besteht darin, dass sie die Reifung der Eizelle und damit den monatliche Eisprung verhindern. Zusätzlich wird der Schleim im Gebärmutterhalskanal verdickt, wodurch die Spermien nicht in die Gebärmutter eindringen können. Auch der Aufbau der Gebärmutterschleimhaut wird vermindert.

Alternative Verhütungsmethode sinnvoll?

Von Zeit zu Zeit sollten vor allem Frauen, die auf hormonelle Verhütung setzen, überprüfen, ob diese für sie noch angemessen ist. Wenn sich die Lebenssituation verändert, man älter wird oder unter einer Krankheit leidet, kann ein Wechsel der gewählten Methode unter Umständen vorteilhaft sein. Junge Frauen sollten sich in Absprache mit ihrem Arzt genau überlegen, welche Methode für sie infrage kommt. Neben der Verhütungssicherheit spielt hier auch die Bereitschaft, gesundheitliche Risiken einzugehen, eine Rolle.

Ebenfalls wichtig ist, wie gut man sein Alltagsleben organisiert hat. Die Antibabypille ist nur dann sicher, wenn sie verlässlich und immer zur gleichen Tageszeit eingenommen wird. Das gilt besonders für die Minipille. Geklärt werden sollte auch, inwieweit der Partner bereit ist, Verantwortung bei der Verhütung zu übernehmen. Kondome sind ein relativ sicheres Mittel zur Empfängnisverhütung, wenn sie richtig benutzt werden. Sie schützen zudem vor sexuell übertragbaren Krankheiten und sind – von möglichen allergischen Reaktionen auf Latex abgesehen – unbedenklich.

Wirkung der Pille reduziert

Die Antibabypille ist wie bereits erwähnt zuverlässig. Unter bestimmten Voraussetzungen leidet die Wirkung allerdings. So kann es zu gravierenden Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten kommen. Antibiotika oder Abführmittel können die Wirkung der Pille ganz oder teilweise aufheben – umgekehrt kann die Antibabypille die Wirkung anderer Medikamente beeinflussen. Leidet man unter Durchfall oder Erbrechen, kann es sein, dass die Wirkstoffe der Pille ausgeschieden werden, noch bevor sie ins Blut aufgenommen wurden. Das kann die Wirkung ebenfalls reduzieren.

Bei länger anhaltenden Beschwerden sollte man deshalb mindestens eine Woche lang ein zusätzliches Verhütungsmittel anwenden. Auch (Urlaubs-)Reisen mit Zeitverschiebung können zu Problemen führen. Hier sollte die Einnahme der Antibabypille mit der Frauenärztin bzw. dem Frauenarzt besprochen werden.

In der Tabelle finden Sie:

Marke, Type, Produkte, Dienstleistungen
Erlidona Filmtabletten, Levostrol Filmtabletten, Loette Filmtabletten, Madonella Dragees, Madonella mite Dragees, Melleva 100 µg Filmtabletten, Melleva 150 µg Filmtabletten, Microgynon 30 Dragees, Rigevidon Tabletten, Seasonique Filmtabletten, Selina Gynial Filmtabletten, Selina Gynial mite Filmtabletten, Xyliette Tabletten, Angiletta Filmtabletten, Balanca Filmtabletten, Beatrice Filmtabletten, Belara Filmtabletten, Bellissima Filmtabletten, Bilinda Filmtabletten, Bonisara Filmtabletten, Cerazette Filmtabletten, Cycle Ratiopharm Filmtabletten, Delia Filmtabletten, Desirett Filmtabletten, Desofemono Filmtabletten, Diamilla Filmtabletten, Dienorette Filmtabletten, Dienovel Filmtabletten, Larissa Filmtabletten, Madinette Filmtablette, Mayra Filmtabletten, Moniq Gynial Filmtabletten, Motion Ratiopharm Filmtabletten, Peliette Filmtabletten, Qlaira Filmtabletten, Sibilla Filmtabletten, Sienima Filmtabletten, Stella Filmtabletten, Tangolita Filmtabletten, Valette Dragees, Zoely Filmtabletten, Alenini Filmtabletten, Aliane Filmtabletten, Balancette Filmtabletten, Benifema Filmtabletten, Cleodette Filmtabletten, Cleonita Filmtabletten, Cleosensa Filmtabletten, Danselle Filmtabletten, Danseo Filmtabletten, Daylina Filmtabletten, Desofemine 20 µg Filmtabletten, Desofemine 30 µg Filmtabletten, Drosiane 0,03 mg Filmtabletten, Drospifem 0,02 mg Filmtabletten, Drospifem 0,03 mg Filmtabletten, Eloine Filmtabletten, Flow Filmtabletten, Gefemin Filmtabletten, Gracial Tabletten, Gynovin Dragees, Harmonette Dragees, Juliperla Tabletten, Lenea Tabletten, Liberel Filmtabletten, Liberel mite Filmtabletten, Marvelon Tabletten, Meliane Dragees, Mercilon Tabletten, Minesse Filmtabletten, Minulet Dragees, Mirelle Filmtabletten, Sofiperla Tabletten, Triodena Dragees, Varianta Filmtabletten, Volina Filmtabletten, Volina mite Filmtabletten, Wave Ratiopharm Tabletten, Yasmin Filmtabletten, Yasminelle Filmtabletten, Yaz Filmtabletten, Yirala Filmtabletten, Yris Dragees, Yris mite Dragees

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Bewertung

Wertung: 4 von 5 Sternen
4 Stimmen

Kommentare

  • Meinung einer Apothekerin zum Antibabypillen-Test
    von jroesel am 27.03.2018 um 18:26
    Habe die Testtabelle einer Apothekerin vorgelegt. Die meinte, dass die getroffene Bewertung Unsinn sei und jeder Grundlage entbehre. Abgesehen von dieser Meinung ist jedenfalls die Tatsache, dass kaum ein Präparat aus der Gruppe "geeignet" im Handel zu finden ist. Da meine Gattin seit Jahren ein Präparat aus der Gruppe "wenig geeignet" verwendet, welches aber die Apothekerin als unbedenklich einschätzt, beginne ich mich vor der Frage zu fürchten, wer hier nun bedenkenlos "Unsinn" verbreitet. Da dies auch einer Infragestellung der Seriosität Ihres Test gleichkommt, wäre eine Stellungnahme der Redaktion wünschenswert.
  • Cerazette - Gestagen Desogestrel (0.075 mg)
    von REDAKTION am 29.01.2018 um 11:01

    Dieses Präparat enthält als Wirkstoff ausschließlich Desogestrel. Unerwünschte Wirkungen, die auf dem Östrogenanteil der Pille beruhen, entfallen demnach bei diesem Mittel. So ist das Thromboserisiko bei dieser Minipille niedriger als bei kombinierten Pillen.

    Im Vergleich zur levonorgestrelhaltigen Minipille ist das Risiko für thromboembolische Ereignisse aufgrund vorliegender Daten jedoch noch nicht abschätzbar. Daher werden Cerazette oder vergleichbare Präparate, die nur Desogstrel enthalten, als mit Einschränkung geeignet bewertet.

    Ihr KONSUMENT-Team

  • Cerazette - Gestagen Desogestrel (0.075 mg)
    von B. am 26.01.2018 um 00:20
    Schönen Tag Wir nutzen derzeit Cerazette zur Verhütung. Laut Ihrem Test wird diese als "mit Einschränkung geeignet" geführt. Laut Inhaltsstoff müsste das hier rein: "Kombinationspräparate mit den Gestagenen Drospirenon, Desogestrel oder Gestoden, die erst in jüngerer Zeit entwickelt wurden, können wir nicht empfehlen. Bei diese Pillen besteht ein etwa doppelt so hohes Risiko für Thrombosen wie bei Pillen mit Levonorgestrel. Sie sind daher „wenig geeignet“." Gibt es einen Grund, warum Sie diese anders eingeordnet haben? Grundsätzlich würde ich es natürlich lieber sehen, wenn wir derzeit eine nutzen, die nicht ganz so schädlich ist, werden aber langfristig vermutlich umstellen.
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