KONSUMENT.AT - Biosprit: Vorteile - Nachteile - Geringes Risiko für die Motoren

Biosprit: Vorteile - Nachteile

Verschlingt viel fossile Energie

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KONSUMENT 11/2012 veröffentlicht: 25.10.2012, aktualisiert: 28.11.2012

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Geringes Risiko für die Motoren

Ein geringer Anteil Ethanol im Benzin ist sogar wünschenswert, weil es in einer speziellen chemischen Verbindung als sogenannte Klopfbremse fungiert und somit als Ersatz für eine früher beigemengte giftige Bleiverbindung dient. Die derzeitige fünfprozentige Ethanol-Beimengung entstammt einem langfristigen Stufenplan der EU zur sukzessiven Erhöhung des Ethanol-Anteils.

Die Motoren vertragen Ethanol problemlos, wenn sie ­darauf ausgelegt sind. Das betrifft vor allem die Treibstoffzufuhr. Bei alten Motoren kann Ethanol durch seine reinigende Wirkung Verschmutzungen auswaschen und in der Folge zu Defekten führen. Etwa zehn Prozent der derzeit im Verkehr befindlichen Autos ver­tragen keinen erhöhten Ethanol-Gehalt.

E85: höherer Verbrauch

Nach langer Unklarheit, die dazu beitrug, die Einführung von E10 in Deutschland zu verzögern, sind die Fahrzeughersteller mittlerweile auch in der ­Lage, die betroffenen Typen zu nennen. Ethanol hat übrigens eine geringere Energiedichte als Benzin, weshalb durch die Ethanol-Bei­mischung der Verbrauch etwas ansteigt. Das ist vor allem bei E85 von Bedeutung, ­einem Benzin mit 85-prozentiger Ethanol-Beimischung.

Zwei Dutzend Tankstellen in Ostösterreich

Dieses SuperEthanol wird in Ostösterreich quasi unter Ausschluss der ­Öffentlichkeit an etwa zwei Dutzend Tankstellen angeboten. Sogenannte FlexiFuel-Modelle (z.B. von Ford, Volvo) vertragen das; sie können aber auch mit herkömmlichem Benzin fahren.

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