Elektroräder

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KONSUMENT 8/2011 veröffentlicht: 22.07.2011

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Teuer sind auch die Zweit- oder Ersatzakkus (überwiegend Lithium-Ionen-Akkus), die dem Fahrrad ein Gewicht von rund 3 Kilogramm hinzufügen und mit 400 bis 800 Euro zu ­Buche schlagen. Sie werden nach etwa 500 bis 1.000 Entladungen fällig (entspricht einer Fahrleistung von 30.000 bis 50.000 Kilo­metern) oder – als Zweitakku – wenn man „auf Tour“ ganz sichergehen möchte, sein Ziel auch ohne Strom-Tankstopp zu erreichen. Die Akkus der getesteten Räder ließen sich übrigens durch die Bank problemlos an das Ladegerät anschließen, sie benötigten aber unterschiedlich viel Zeit zum Aufladen: zwischen 2:15 und 9 Stunden

Durchschnittliche Reichweite: 51 Kilo­meter

Im Betrieb brachten sie es dann auf eine durchschnittliche Reichweite von 51 Kilo­metern. Allerdings mit kräftigen Unterschieden: Während dem Modell von Ruhrwerk schon nach rund 23 Kilometern der Saft ausging, brachte es das Kalkhoff auf ca. 75 Kilometer. Man kommt also ganz schön weit bzw. kann man viele kürzere Strecken zurück­legen, bevor der Akku an die Ladestation muss.

In vielen Fällen sind die Pedelecs somit wohl als Alternative zum Auto interessant. Denn laut VCÖ sind zwei Drittel aller Autofahrten kürzer als 10 Kilometer, jede zweite Autofahrt ist sogar kürzer als 5 Kilometer. Ideale Entfernungen für das Pedelec, das „Pedal-Electric-Vehicle“, wie die hier getes­teten Produkte exakt heißen.

"Leicht-Elektro-Fahrzeuge"

Sie sind nur ein Mitglied der gar nicht so kleinen Familie der LEVs (übersetzt: der „Leicht-Elektro-Fahrzeuge“) und zeichnen sich dadurch aus, dass sich der elektrische Hilfsmotor nur zuschaltet, wenn man selbst auch tritt. Bei E-Bikes zum Beispiel ist dies nicht erforderlich, die fahren auch ohne Zutun des Lenkers (das ist die in China meist­verwendete Variante des Elektrorades).

Maximal 25 Stundenkilometer

Die zulässige Nennleistung der Pedelecs ist in Österreich auf 250 Watt und eine "Bauart­geschwindigkeit“ von maximal 25 Stundenkilometern beschränkt. Das klingt nicht nach viel, ist aber um ein Viertel schneller als die Weltrekord-Durchschnittsgeschwindigkeit beim Marathon der Männer (20,42 km/h).

Bei Überschreiten der 25 km/h schaltet sich der Motor des Pedelec ab. Gemeinsam ist somit allen Pedelecs auch, dass sie trotz Motor nicht als Kraftfahrzeuge, sondern als Fahr­räder gelten – womit keine Versicherung, kein Nummerntaferl, kein Führerschein, kein Helm benötigt wird.

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Kommentare

  • Energieverbrauch bescheiden?
    von irmgardp am 01.08.2011 um 19:40
    5000 km mit 0,3 Quadratmetern Solarpanels - aber kommt nicht für die meisten der Strom aus der Steckdose? und wir sollten Strom sparen?
  • max. Leistung eMotor
    von fian am 29.07.2011 um 21:25
    lt. KFG sind nicht 250 sondern stolze 600 Watt Motorleistung zulässig. Die Geschwindigkeit ist tatsächlich auf max. 25 km/h beschränkt: Nachzulesen hier: https://www.help.gv.at/Portal.Node/hlpd/public/content/4/Seite.280200.html
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