Facebook: Eine Spur privater

Zurückhaltend bleiben

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KONSUMENT 7/2016 veröffentlicht: 23.06.2016, aktualisiert: 23.04.2018

Inhalt

KONSUMENT-Computertipps: Wir zeigen, wie Sie Umwege vermeiden, Probleme lösen und informieren über nützliche Alternativen. – Diesmal: Wie man bei Facebook ein Stückchen Privatsphäre behält.

Aufgrund der Enthüllungen rund um die Datenauswertungsfirma Cambridge Analytica (siehe auch www.konsument.at/datenhandel022018 ) und die Verwicklung von Facebook, stellt sich verstärkt die Frage nach dem Datenschutz beim Social-Media-Riesen. Es ist wie in vielen anderen Fällen auch: Weitgehende Anonymität würde nur der Verzicht auf Facebook und den ebenfalls zum Konzern gehörenden Messenger WhatsApp bringen. Nur "weitgehend" deshalb, weil Teile Ihrer Daten auch über den Umweg der Kontakteinträge Ihrer Bekannten weitergegeben werden.

Selbstbeschränkung

Untätig zusehen sollten Sie trotzdem nicht, sondern die vorhandenen Möglichkeiten ausschöpfen: Verzichten Sie, wenn möglich, auf die Facebook-Apps (= Facebook und Messenger) für Smartphone und Tablet. Die sind noch auskunftsfreudiger als die Browser-Version. Falls es nicht genügt, Facebook am Computer zu nutzen, können Sie auch am Smartphone und Tablet über den Browser zugreifen. Das ist zwar umständlicher, aber Sie reduzieren die Nachverfolgbarkeit auf Schritt und Tritt. Der größte Nachteil: Sie können keine persönlichen Nachrichten mehr senden und empfangen, weil dafür zwingend die Messenger-App benötigt wird.

Kontakte nicht hochladen

Aufgrund der Nachverfolgbarkeit Ihrer Aktivitäten sollten Sie auch nicht ständig bei Facebook angemeldet bleiben, sondern nur bei Bedarf einsteigen und sich wieder abmelden. Man kann sich ohnehin per E-Mail über Aktivitäten auf dem eigenen Konto verständigen lassen. Ignorieren Sie im Zuge der Anmeldung die Einladung, Ihre Kontakte hochzuladen, um Freunde einzuladen. Das gibt Facebook die Möglichkeit, Querverbindungen zwischen Personen herzustellen.

Privat oder öffentlich?

Die Konto-Einstellungen sind jederzeit änderbar. Wichtig sind die Privatsphäre-Verknüpfungen, , rechts oben hinter dem kleinen, nach unten weisenden Dreieck unter >>Einstellungen/Privatsphäre<<. Sinnvoll ist ein ausgewogenes Verhältnis zwischen privat und öffentlich. >>Wer kann deine zukünfigen Beiträge sehen?<<: >>Freunde<<; >>Wer kann dir Freundschaftsanfragen senden??<<: >>Freunde von Freunden<<.

Sicherheitseinstellungen

Auch bei den anderen Privatsphäre-Einstellungen zu können Sie jetzt noch Einschränkungen vornehmen. Unter >>Sicherheit und Login<< können Sie die „Anmeldungswarnungen“ aktivieren (Klick auf >>Bearbeiten<<). Dann erfahren Sie, falls jemand versucht, sich mit Ihrem Konto anzumelden. Bitte beachten Sie außerdem die >>Chronik und Markierungseinstellungen<<, sowie >>Benachrichtigungen<<-, die Sie nach Ihren Wünschen konfigurieren können.

Werbeanzeigen

Wichtig sind schließlich noch die Werbeanzeigen. Verhindern können Sie deren Einblendung nicht, aber ratsam ist, dass Sie unter "Werbeanzeigen mit deinen sozialen Handlungen" die Option auf "Niemand" setzen. Andernfalls wird Ihr Name von Ihnen unkontrollierbar mit Werbeeinschaltungen verknüpft.

Gesichtserkennung

Seit Ende April 2018 neu ist die Funktion der Gesichtserkennung. Mit dem Argument verbesserter Betrugsprävention möchte Facebook Ihre Fotos und Videos analysieren und somit auch bestimmten Personen zuordnen. Auch dies lässt sich in den Einstellungen abdrehen.


Noch mehr Tipps finden Sie hier.

Bewertung

Wertung: 5 von 5 Sternen
13 Stimmen

Kommentare

  • @ F.B. Purity
    von REDAKTION am 17.02.2017 um 08:10
    Wir haben bisher keine Erfahrungen mit F.B. Purity. Aufgrund der Downloadzahlen und der überwiegend positiven Bewertungen, die man auf der Website mit den Firefox-Erweiterungen findet, lassen wir diesen Hinweis aber gerne hier stehen. Ihr KONSUMENT-Team
  • Werbeanzeigen
    von RomanM. am 16.02.2017 um 17:19
    Mit dem kleinen Gratis- App "F.B. Purity" kann man sehr wohl die Werbeeinschaltungen ausblenden und noch viele andere Einstellungen für das Facebookprofil vornehmen. Hier die Website dazu (falls unerwünscht bitte löschen): http://www.fbpurity.com/
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