Internet: Daten löschen

Im Netz gefangen

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KONSUMENT 8/2015 veröffentlicht: 30.07.2015

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Fotos und Kommentare im Internet zu veröffentlichen, ist eine Sache weniger Mausklicks. Die Annahme, sie ebenso einfach wieder entfernen zu können, ist dagegen oft Wunschdenken.

Folgenreiche Postings

Ein Partyfoto auf einer Social-Media-Plattform hat mitunter schon Karriere­träume zerstört, und von Rache­gelüsten getriebene Zeit­­genossen sind zu den schlimmsten Verleumdungen fähig. Natürlich sind dies die Extrembeispiele, die dann in den ­Medien ausgeschlachtet werden. Ein im Zorn erstellter, unbedachter Kommentar kann freilich schon passieren. Und wer Freunde oder Kollegen mit anderen Vorstellungen von Humor hat, braucht nicht einmal selbst dafür zu sorgen, dass gewisse Infor­mati­onen an die Öffentlichkeit gelangen.

Unvereinbarkeiten

In einem solchen Fall ist man mit der Situa­tion konfrontiert, dass Unvereinbares ­aufeinander trifft: Auf der einen Seite der persönliche Wunsch, in Bild oder Wort Festgehal­tenes rasch aus der Welt zu schaffen, auf der anderen das Internet mit seinem elektronischen Elefantengedächtnis. Die Hilfsangebote der dahinter stehenden Unternehmen sind leider nur bedingt zielführend und die Definition des Wortes „gelöscht“ oder „entfernt“ keinesfalls so ­eindeutig, wie man es erwarten würde. Wir haben uns ein paar Platt­formen angeschaut.

Eigene Postings bearbeiten

Die deutlich einfachere Übung ist es, eigene Postings zu bearbeiten oder zu löschen. Auf Amazon z.B. hat man über das persönliche Konto Zugriff auf die abgegebenen Produktrezensionen. Ähnliches gilt für Postings auf Facebook, Twitter oder Google+ – mit der Einschränkung allerdings, dass die Unternehmen keinen Einfluss auf Meldungen haben, die auf Websites Dritter, in Suchmaschinen oder als Querverweise auf anderen Servern zwischengespeichert sind. Auf der Ratgeber-Plattform  Gutefrage.net hingegen ist das Löschenlassen eines einmal hochgeladenen Postings nur auf ­Antrag möglich.


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3 Stimmen

Kommentare

  • Internet: Daten löschen
    von ling am 19.08.2015 um 19:35
    "Hier gilt das Datenschutzgesetz nicht, sondern man muss – sollte man selbst oder bestimmte Personengruppen unsachlich attackiert werden – andere gesetzlich vorgesehene Mittel ergreifen." Bitte korrigieren - es muss heißen "sollte man selbst oder von bestimmten Personengruppen unsachlich attackiert werden..."
Bild: Das KONSUMENT-Geschenk-Abo