Smart ohne Haube

Kommentar von Gernot Schönfeldinger

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KONSUMENT 12/2018 veröffentlicht: 22.11.2018, aktualisiert: 22.03.2018

Inhalt

Nach und nach überlassen wir Tätigkeiten des alltäglichen Lebens, wie z.B. das Kochen, smarten Technologien. Ich bevorzuge die traditionelle Art und verlasse mich auf meine eigene Lernfähigkeit, nicht auf Algorithmen.

Gernot Schönfeldinger über Computer, Smartphones und Software (Foto: VKI)

Der moderne Mensch lässt sich gerne an der Hand nehmen und leiten – bevorzugt von künstlicher Intelligenz, weil sie den Eindruck von Unfehlbarkeit vermittelt. Dass dahinter menschliche Programmierer stehen, wird leicht vergessen – vielleicht, weil man die eigene Gehirntätigkeit auf Sparflamme schaltet. Wenn dann das Navi auf der Autobahn „Bitte wenden!“ ruft, tut man das, ohne nachzudenken. 

Guided Cooking: Menschen als Zulieferer

Weniger dramatisch in den Auswirkungen, aber im Prinzip ähnlich, ist der Trend des Guided Cooking, des geführten Kochens. Smarte Haushaltsgeräte mit eingespeicherten Kochrezepten beherrschen das Wiegen, Rühren und Garen bei geeigneten Temperaturen. Der Mensch wird nur als Zulieferer für die Zutaten benötigt und darf sich trotzdem als eine Art Paul Bocuse fühlen. 

​Traditionelle Art bevorzugt

Das Ganze hat etwas von „Malen nach Zahlen“, mit dem man brauchbare Ergebnisse erzielt, ohne mehr getan zu haben, als in die Malkunst hineinzuschnuppern. Ich selbst werde es zwar auch nie zum Haubenkoch bringen, aber mir ist die traditionelle Art lieber, bei der ich mir ganz altmodisch etwas von der Kunst des Kochens aneignen kann. 

Dieses und viele weitere Themen finden Sie auch in meinem Technik-Blog unter: www.blog.vki.at/categories/technikspielplatz

 

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