Smart Homes und der Datenschutz

Frag deinen Kühlschrank!

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KONSUMENT 11/2018 veröffentlicht: 25.10.2018

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Haustüren, Heizsysteme, Waschmaschinen und Toiletten: Im intelligenten Haushalt sind alle Geräte mit dem Netz verbunden. Klingt praktisch, hat aber seine Kehrseite.

Das Internet der Dinge (Internet of Things – IoT) ist ein unaufhaltsamer Trend. Er führt dazu, dass nicht mehr nur Computer, Handy und Tablet mit dem Internet verbunden sind. In der Endstufe der IoT-Ära sollen alle uns umgebenden Geräte internetfähig sein. Und wenn man sich die Praxis ansieht, hat das Spektakel schon längst begonnen: Lautsprecher, die uns über das Wetter informieren und auf Zuruf die gewünschte Musik spielen.,

50 Milliarden IoT-Geräte in 2020

Fernseher, die unsere Sehgewohnheiten kennen, und Autos, die die optimale Route heraussuchen – das alles ist schon Realität. Ob Drucker, Kameras, Uhren, Babyfone oder die Stromnetze – die neue Generation der Gerätschaften ist smart und kommuniziert untereinander. Sie denkt mit und vollzieht ihre Arbeitsschritte automatisch.

Im Jahr 2020 soll es schon über 50 Milliarden IoT-Geräte geben, schätzen Experten. Wagen wir einen Streifzug durch ein smartes Haus, das auf Wunsch und bei ausreichend dicker Brieftasche schon heute in dieser Form irgendwo stehen könnte.

Haustür, Heizsystem, Lichtanlage

Die Eingangstür lässt sich per Handy oder über ein Erkennungssystem – etwa den Scan des Gesichts, der Iris oder eines Fingerabdrucks – öffnen. Im Innenraum sind die Licht- und Temperaturverhältnisse an die Vorlieben der Bewohner angepasst.

Morgens erstrahlt aktivierendes blau-weißes Licht. Abends verwandelt es sich in einen orangen Ton und sorgt für Entspannung. Das intelligente Heizsystem, zum Beispiel jenes der Google-Tochter Nest Labs, passt Temperatur und Luftfeuchtigkeit den jeweiligen Wünschen an. Verlassen alle das Haus, wird die Temperatur gesenkt. Der moderne Stromzähler, ein Smart Meter, meldet den Verbrauch im 15-Minuten-Takt und hilft beim Energiesparen.

Sprachassis­tenten als Schnittstelle

In der Wohnküche steht ein Lautsprecher, etwa von Amazon Echo (mit Sprachassis­tentin Alexa) oder Google Home (mit dem Google Assistant). Er ist eine wichtige Schnittstelle und mit allen Haushaltsgeräten verbunden. Das Gerät liest den Bewohnern maßgeschneiderte Nachrichten vor und beantwortet Fragen.

Der vernetzte Kühlschrank (hier ist Samsung bis dato Vorreiter) erstellt die Einkaufsliste selbst und spielt auf seinem Bildschirm Videos für Kochrezepte ab. Kameras filmen den Innenraum. Waschmaschinen, Backöfen oder Kaffeeautomaten – Anbieter wie Bosch haben für jedes Gerät bereits eine vernetzte Version parat und häufig wird schon einer der oben genannten Sprachassistenten direkt in die Geräte eingebaut.


Dieser Artikel wurde aus den Mitteln des Verbraucherprogramms der Europäischen Union (2014 – 2020) gefördert.

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Kommentare

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    von REDAKTION am 31.10.2018 um 14:46
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    von ling am 31.10.2018 um 11:50
    1. Bitte um Korrektur "wird" statt "wir" - danke!

    2. Und noch eine Bitte: "Wir verwenden Cookies, ohne sie gäbe es Darstellungsprobleme und unsere Website würde weniger gut funktionieren. Sie können uns und unseren Cookies vertrauen."
    Können Sie mir erklären was das soll? Wozu müssen Sie Cookies verwenden, weil die Webseite "angeblich" weniger gut funktioniert. Was funktioniert nicht wenn ich kein Cookie zulasse, bekomme ich dann keinen Facebook-Button, das wäre mir nicht unangenehm? Ich möchte gerne auf einen Button klicken können, dass ich keine Cookies akzeptiere. Andere Seiten können das auch, warum kann (oder vielleicht will) es "Konsument" nicht?
    Gerade eine Verbraucherorganisation müsste dem Kunden (schließlich bezahle ich für den Onlinezugang) sehr wohl diese Möglichkeit zur Entscheidung geben.
    Oder umgekehrt: Wenn Sie schon mit Cookies arbeiten (müssen?). Warum bleibt meine Anmeldung nicht aufrecht?
    Beispiel: Ich bekomme den Newsletter von Konsument, öffne den ersten Beitrag, melde mich an und beginne zu lesen. Dann springe ich aus Interesse zu einem anderen (evtl älteren) Beitrag und öffne diesen in einem eigenen Tab (wobei es hier nicht auf den Browser ankommt). Im ersten Tab bleibe ich angemeldet, doch möchte ich beim nächsten oder übernächsten Tab weiterlesen, muss ich mich wieder anmelden.
    Das ist insofern ein großes Problem bis hin zum Ärgernis, da bspw im Forum schon ein Beitrag geschrieben auf OK geklickt wurde, doch plötzlich - ja was nun - ist der Text verschwunden. Ich war ja nicht angemeldet! Oder auf gut österreichisch: Schmecks.
    Dafür sollten Sie Cookies einsetzen, doch offenbar ist dies nicht der Fall. Falls jetzt Bedenken aufkommen, ich habe meinen Browser sehr wohl so eingestellt, dass er Cookies annimmt.
    Als "Notlösung" müsste man nebenbei einen Editor offenhalten, der evtl geistige Ergüsse vorher aufnimmt und diese dann in das Kommentarfeld importieren - das kann es doch wohl nicht sein.
    Vielleicht könnte man diese Punkte einmal abklären.
  • Abschnitt: Wecken nur in Leichtschlafphase
    von Ghuede am 26.10.2018 um 10:33
    es handelt sich bei "Eight Sleep" aus den USA nicht um einen Matratzenbezug, sondern um eine ganze Matratze!
Bild: Das KONSUMENT-Geschenk-Abo