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Soziale Medien in Krisenzeiten

Kommentar von Gernot Schönfeldinger

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KONSUMENT 6/2020 veröffentlicht: 28.05.2020

Inhalt

Die Sozialen Medien sind das, was wir aus ihnen machen. Reden wir sie nicht schlechter als unbedingt nötig. - Ein Kommentar von Gernot Schönfeldinger.

Keine Sorge, ich werde das Wort, das uns seit etlichen Wochen inflationär umschwirrt, hier nur ein einziges Mal niederschreiben, weil ich es als Aufhänger für diesen Kommentar brauche: Corona-Krise.

Wobei ich vorausschicken möchte, dass ich mich im Folgenden rein auf den Technik-Bereich beschränke, so wie es in dieser KONSUMENT-Kolumne erwartet wird.

Lehrreiche Krisenzeit

Spannend. Haben Sie die Zeit der Ausgangsbeschränkungen ebenfalls als spannend empfunden? Oder zumindest als lehrreich? Ich habe neue Apps und Programme kennengelernt und ausprobiert. Ich habe festgestellt, welche davon nützlich und welche – zumindest für mich – uninteressant sind. Ich war und bin froh darüber, dass wir heute so viele Möglichkeiten haben, auch von zu Hause aus mit Freunden und Verwandten in der ganzen Welt in Kontakt zu bleiben, und dass die Nutzung generationenübergreifend stattfindet.

Soziale Medien können helfen

Ich sehe sogar Facebook und Instagram mit anderen Augen – und nicht nur, weil dort täglich eine Menge Unterhaltsames gepostet wird, das einem das Durchhalten erleichtert. In gewisser Weise haben die Sozialen Medien zu ihrem ursprünglichen Sinn zurückgefunden. Sie helfen dabei, in Kontakt zu bleiben, sie lassen uns am Alltag anderer teilhaben, der momentan selten anders ausschaut als unser eigener, sie vermitteln eine gewisse Verbundenheit, weil wir alle im selben Boot sitzen.

Sie sind das, was wir daraus machen

Ich will nicht zu viel hineininterpretieren, manches ist ohnehin schon jetzt mehr subjektives Gefühl als objektive Feststellung. Trotzdem wäre es schön, wenn dieser Zustand auch in der Zeit danach anhalten würde. Ich meine: Allen Manipulationsversuchen von außen zum Trotz gilt auch für die Sozialen Medien, dass sie sind, was wir daraus machen. Reden wir sie nicht schlechter als unbedingt nötig!

VKI-Experte Gernot Schönfeldinger

 

„In gewisser Weise haben die Sozialen Medien zu ihrem ursprünglichen Sinn zurückgefunden.“

-Gernot Schönfeldinger, KONSUMENT-Redakteur

 

 


Dieses und viele weitere Themen finden Sie auch in meinem Technik-Blog unter: VKI-Blog: Technik-Spielplatz

 

 

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Kommentare

  • Widerspruch!
    von good vibrations am 05.06.2020 um 17:34
    bitte nix schönreden.
    Das klingt ähnlich verkehrt, als würd ich die Mafia gut finden, weil mir nix passiert, wenn ich Schutzgeld bezahle ... oder weil die Mafia in Neapel auch teilweise den Müll wegräumt (und damit Geschäfte macht).
    Die sog. sozialen Medien sind gigantische Abhörmaschinen, als solche auch konzipiert, dabei die sozialen Bedürfnisse der Menschen gut ansprechend aber ausnutzend. Daß dabei auch Krümel für die Menschen abfallen, soll nicht darüber hinwegtäuschen, daß hier vieles im Argen liegt ...