Virenschutz deinstallieren: Teil 1

Warnhinsweise und Abo-Verlängerungsangebote unterbinden

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KONSUMENT 5/2018 veröffentlicht: 26.04.2018, aktualisiert: 02.06.2018

Inhalt

KONSUMENT-Computertipps: Wir zeigen, wie Sie Umwege vermeiden, Probleme lösen und informieren über nützliche Alternativen. – Diesmal: Wie man eine alte Virenschutzsoftware deinstalliert.

Der Umstieg von einer in Verwendung befindlichen PC-Virenschutzsoftware auf das Produkt eines anderen Anbieters gestaltet sich oft mühsam. Selbst wenn man nach dem Durchforsten der Einstellungen alle Funktionen deaktiviert hat, macht sich das alte Programm häufig weiterhin durch Warnhinweise („Ihr PC ist möglicherweise gefährdet!“) oder Abo-Verlängerungsangebote bemerkbar, weil Teile davon beim Hochfahren des Computers immer noch mitgestartet werden (deswegen lässt sich die Software auch nicht deinstallieren).

Mit dieser Anleitung entfernen Sie alle Komponenten von alten Sicherheitspaketen von Ihrer Festplatte:

  • Um dies zu unterbinden, gehen Sie – je nach der von Ihnen verwendeten Windows-Version– folgendermaßen vor: Unter Windows 7 auf >>Start<< klicken und ins Suchfeld „msconfig“ eingeben. Den gleichnamigen Eintrag in der Trefferliste anklicken.
  • Im Fenster „Systemkonfiguration“ den Karteireiter >>Systemstart<< anklicken und das Programm deaktivieren.
  • Unter Windows 8.1 und 10 befindet sich die Liste im Task-Manager, den Sie z.B. per Rechtsklick auf die Taskleiste am unteren Bildschirmrand erreichen oder über die Tastenkombination Strg+Alt+Entf.
  • Dort werden die automatisch gestarteten Programme unter dem Reiter >>Autostart<< gelistet. Klicken Sie in der Spalte „Status“ mit der rechten Maustaste auf den betreffenden Eintrag und deaktivieren Sie das Programm
  • Danach starten Sie den Computer neu und deinstallieren das nicht mehr benötigte Programm am besten komplett. Geben Sie dazu ins Suchfeld das Wort „deinstallieren“ein, klicken Sie auf den Eintrag „Programm deinstallieren/entfernen“ und im nächsten Fenster auf den Namen des betreffenden Programms. Dort haben Sie die Möglichkeit, dieses zu entfernen.

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Kommentare

  • @Grouper
    von REDAKTION am 02.05.2018 um 11:45
    Sie haben mit Ihrem Hinweis natürlich recht. Ausgangspunkt für diesen Tipp war eine Leseranfrage betreffend die ständig aufpoppenden Warnhinweise und die Möglichkeit, diese zu unterbinden. Das kann bereits genügen, um die störenden Erinnerungen zu deaktivieren. Aktuelle Virenschutzsoftware greift allerdings so tief ins System ein, dass man auf herkömmlichem Wege nicht sämtliche Programmteile entfernen kann und es dadurch zu Problemen bei der Neuinstallation eines Virenschutzes eines anderen Herstellers kommen kann (aber nicht muss). Die Hersteller stellen jedenfalls auf ihren Webseiten eigene "Removal Tools" zur Verfügung, die man zur restlosen Deinstallation verwenden kann. Manchmal ist die Deinstallation aber auch (alternativ) über die Windows-Systemsteuerung und den vom Virenschutzanbieter mitgelieferten Setup-Assistenten möglich (z.B. Avast). Ihr KONSUMENT-Team
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    von Grouper am 01.05.2018 um 17:36
    Von einem Konsumenten-Magazin erwarte ich mir eigentlich schon ein wenig mehr als die Allerweltsinformationen über "Autostart"-Funktionen, die ein Großteil der Anwender ohnehin kennt. Antiviren-Programme lassen sich nämlich mit den beschriebenen Maßnahmen NICHT komplett entfernen. Bei Avir brauchen Sie zum Beispiel noch den "Avira RegCleaner", um auch ALLES aus der Registry zu entfernen. Ähnliches benötigen Sie auch bei Avast (avastclear.exe) und anderen Antiviren_Programmen.
Bild: Das KONSUMENT-Geschenk-Abo