KONSUMENT.AT - Viagogo: teure Ticketplattform - Seriös? Schlechte Erfahrungen!

Viagogo: teure Ticketplattform

Karten-Nepp

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KONSUMENT 6/2018 veröffentlicht: 18.05.2018

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Eine große Ticketplattform zieht den Interessenten für begehrte Veranstaltungskarten trickreich das Geld aus der Tasche.

Die Rolling Stones  noch einmal live auf der Bühne sehen? Bei der Abschiedstour von Elton John dabei sein? Einmal die Stadionatmosphäre bei einer Fußball-WM vor Ort genießen?  Wenn Sie über Google eine Recherche für Tickets starten, ist die Chance groß, dass Sie bei Viagogo landen. Doch dort buchen Sie besser nicht. Das legen jene Erfahrungen nahe, die uns Kunden der Plattform immer wieder berichten. Ärgerlich: Wir können den Betroffenen kaum helfen. Was bleibt, ist vor dem Unternehmen mit Firmensitz in der Schweiz ausdrücklich zu warnen.

Tickets für alles

Auf den ersten Blick kommt die Website vielversprechend daher. Sie erweckt den Eindruck, dass es kein Ereignis gäbe, für das man nicht noch Karten erwerben könnte. Es gibt Tickets in den Kategorien Konzerte/Sport/Theater und Festivals, suchen kann man nach Event, Veranstaltungsort und Stadt. Man erfährt, dass man  sich auf dem „weltweit größten Sekundärmarktplatz für Tickets für Live-Events“ befände.  Selbst Bruce Springsteen in New York oder Sumo-Ringen in Tokio sind im Angebot. Etwas kryptisch heißt es  „Die Preise werden von den Verkäufern festgelegt und können unter oder über dem ursprünglichen Kaufwert liegen“. Und dann gibt es noch einen beruhigenden Satz: „Alle Tickets sind vollständig von unserer Garantie abgedeckt.“

Keine Karten

Fragt sich, was so eine „Garantie“ wert ist? Eine Antwort darauf haben zwei Fußballfans aus Wien: Sie hatten über Viagogo Tickets für ein Heimspiel des US Palermo geordert. Der Preis war hoch, aber in diesem Fall nebensächlich, da ein Geschenk zu einem besonderen Geburtstag.  Die Tickets waren bezahlt und sollten per Mail kurzfristig zugestellt werden. Die beiden Fans des italienischen Fußballs waren bereits in Palermo als sich Viagogo meldete: Der Fußballklub würde die Tickets nicht ausstellen, man bedauere. Das Geld für die Tickets gab es zurück, auf den nicht unbeträchtlichen Reisekosten blieben die beiden sitzen. 

Schnell und teuer buchen

Wer sich in den Buchungsprozess begibt,  erlebt vor allem zwei Dinge: Es wird großes Interesse an den gewählten Karten suggeriert und die tatsächlichen Kosten bleiben bis zuletzt unklar bzw. werden bis hin zur Buchung immer höher. So erging es etwa Beyonce-Fan  Therea L.: „Auf Viagogo wurden die Tickets laufend weniger, sodass ich total unter Druck stand... Ich wählte dann (als ich und eine Freundin uns fest dazu entschlossen) zwei Tickets um je 161€ aus, es stand dabei, dass dieser Preis ohne Lieferkosten und ohne Mehrwertsteuer sei. Kurz vor dem letzten Schritt, wurden diese Kosten noch zusätzlich verrechnet und der Gesamtpreis war nun auf einmal 451,76€. Nebenbei lief ein  Ticker auf Viagogo, sobald dieser ablief,  wären die Tickets weg.“

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Wertung: 4 von 5 Sternen
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Kommentare

  • personalisierte Karten von Monika Gruber, Stadthalle Wien, Viagogo
    von Zuckerbäcker am 02.01.2019 um 23:47
    Hallo,
    wir sind auch "reingefallen" auf die Plattform Viagogo, und haben für 4 Tickets Monika Gruber in der Stadthalle 1368,85 € per Visa bezahlt.
    Sonst waren die Tickets ausverkauft, jedoch natürlich viel günstiger zu haben. Die Seite ist doch recht unübersichtlich u. pushend aufgebaut, dass "uns" - der Endpreis dann nicht richtig aufgefallen ist, und der Preis im Bestellverlauf etwas undurchsichtig aufgebaut wurde. (d.h. für geübte Onlineshop Käufer die sich Zeit nehmen, kein Problem, last minute Shopper ohne viel Erfahrung können da schon einmal drauf reinfallen)

    Alle Versuche, da wieder rauszukommen scheiterten - zuerst.

    Lt. Ö-Ticket wurde uns bestätigt, dass es sich um personalisierte Tickets handelt, und uns voraussichltlich kein Einlass gewährt wird, da die auf Viagogo gehandelten Tickets nicht auf uns ausgestellt sein können.

    Das wurde von uns auf der Plattform Viagogo über das Kontaktformular weitergeleitet,
    jedoch lehnte Viagogo den Rücktritt noch immer ab.

    Schlussendlich half uns jedoch das neue Datenschutzgesetz.
    Viagogo wollte nun, dass wir uns mit dem Verkäufer vor Ort vor der Veranstalltung treffen sollen,
    damit dieser uns den Einlass ermöglichen kann.
    Das wurde von unserer Seite jedoch abgelehnt, mit dem Hinweiß, daß wir die Datenweitergabe nicht erlauben. Und wirklich, die Sache wurde per Mail bestätigt, und das Geld wieder auf meine Visa Karte gutgeschrieben.

    Vielleicht hilft das noch jemanden, der so einen ähnlichen Fall hat.