All Event: Misstöne

Überteuerte Konzertkarten

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KONSUMENT 8/2016 veröffentlicht: 28.07.2016

Inhalt

"Hinter den Vorhang" schicken wir Unternehmen, die nicht sehr entgegenkommend waren oder nur wenig Kulanz zeigten. - In diesem Fall geht es um Konzertkarten, die bei All Event erst gar nicht zu haben waren und dann überteuert verkauft wurden.

Machen wir einen Rückblick auf den November 2014. Damals freute sich Frau Gröller noch uneingeschränkt, als sie über das Wiener Kartenbüro All Event zwei Tickets zu je 155 Euro für das Konzert des Tenors Jonas Kaufmann im Konzerthaus ergatterte. Laut Auskunft sollten die Karten etwa zwei Wochen vor dem Termin (Mitte Mai 2015) im Shop von All Event zur Abholung bereitliegen. Taten sie aber nicht. Zweimal war die Kundin vergeblich dort, der versprochene Rückruf blieb aus.

Umbuchung angeboten

Am Tag vor dem Konzert erfuhr sie auf Anfrage, dass man das Kartenkontingent nicht erhalten habe. All Event bot jedoch die Umbuchung auf das für Juni 2016 angesetzte Solistenkonzert von Jonas Kaufmann in der Wiener Staatsoper an. Da es sich um ein Geschenk handelte und die neuen Tickets teurer waren, entschloss sich Frau Gröller dazu, selbst auf den Konzertbesuch zu verzichten und einen Platz in der ersten Kategorie zum Preis von 258 Euro zu wählen. Die Differenz auf die ursprünglich bezahlten 310 Euro wurde ihr erstattet. Nun hieß es warten. Bei mehreren telefonischen Nachfragen ab Mitte Mai 2016 wurde sie wieder und wieder vertröstet, bis sie ihrem Ärger Luft machte und Zweifel an der Seriosität von All Event äußerte.

Andere Kategorie als gewünscht

Kurz darauf meldete sich eine Mitarbeiterin mit der freudigen Botschaft, dass die Karte jetzt da sei – zwar nicht in der ersten Kategorie, aber am Balkon. Als Frau Gröller bei dieser Gelegenheit nach einer zweiten Karte fragte, hielt die Mitarbeiterin Rücksprache mit dem Chef des Kartenbüros. Das Ergebnis: Aus reiner Kulanz und wegen der erlittenen Unannehmlichkeiten könne sie eine weitere Karte haben – zwar nicht am Balkon, aber dafür quasi als Geschenk. Frau Gröller akzeptierte und holte die Tickets ab.

Preis überklebt

Zu Hause entdeckte sie, dass der Bereich unterhalb von Reihe und Platz auf den Tickets überklebt worden war. Beim vorsichtigen Ablösen kam die Preisangabe zum Vorschein. Sie traute ihren Augen nicht: Für 258 Euro hatte sie letztlich zwei Tickets zu je 12 Euro erhalten! Fassunglos rief Frau Gröller bei All Event an. Die Reaktion des Chefs: Er habe schließlich auch ein Vielfaches für die Karten bezahlen müssen. Aber wenn sie sie nicht haben wolle, dann solle sie sie doch zurückbringen. Man würde ihm die Tickets aus der Hand reißen. Was Frau Gröller betraf, war das Letzte, das sie von All Event entgegennahm, ihr Geld. Von der usprünglichen Vorfreude aufs Konzert blieb nur herbe Enttäuschung zurück.

 

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