KONSUMENT.AT - Drucker und Multifunktionsgeräte - ­Epson WF-3010DW: teuer im Kauf, billig beim Ausdruck

Drucker und Multifunktionsgeräte

Ein Schäuferl nachgelegt

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KONSUMENT 4/2013 veröffentlicht: 21.03.2013

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Paradoxe Preise

Die Preise für den Ausdruck pro Seite sind teilweise paradox. Beispiel: Der Drucker ­Epson Workforce WF-3010DW ist der teu­erste dieser Kategorie (184 Euro), liefert aber eine Seite Text um akzeptable 3,1 Cent. Doch eine Seite Foto-Druck kostet hier ­bereits 1,90 Euro, während der Testsieger in der Kategorie "Nur-Drucker" bei einem Anschaffungspreis von lediglich 107 Euro und vergleich­barem Text-Preis die Fotoseite um weit ­weniger als die Hälfte ausdruckt. Oder das Multifunk­tionsgerät von Epson, der Expression Home XP-402: Beim Text ist es der ­Dritt-Billigste – beim Foto-Druck hingegen der Dritt-Teuerste ... Es gilt also abzuwägen, welche Art von Dokumenten überwiegend gedruckt werden soll, und dies bei der ­Orientierung in den Spalten „Tintenkosten“ (Text, Farbseite, Foto) zu berücksichtigen.

Alle Geräte mit WLAN und USB-2.0

Gemeinsamkeiten gibt es in anderen Bereichen: Alle Geräte sind mit WLAN und einem USB-2.0-Anschluss ausgestattet (das ist völlig ausreichend, es muss nicht USB 3.0 sein), wurden unter Windows 8 getestet, sollen laut Herstellerangaben aber auch unter ­Windows 7 lauffähig sein. Bei Verwendung von Windows XP empfiehlt sich jedoch ausdrückliches Nachfragen, ob das Wunsch­gerät auch mit diesem Betriebssystem „kann“. Linux-User haben leider Pech, es gibt bisher für keines der Geräte entsprechende Treiber; User des Mac OS müssen beim „HP Photo­smart 7520 e-All-in-one“ passen. Brother wiederum liefert seine Geräte nicht auto­matisch mit der aktuellsten Softwareversion aus, die muss von der Brother-Website ­heruntergeladen werden – was unsere ­Tester als für den „normalen Konsumenten“ schwierig und kompliziert einstuften, da schwer auffindbar.

Druckpatronen: chiplose Nachbauten ausgeschlossen

Alle Printer kommen mit eingebautem Druckpatronen-Chip daher, was die Verwendung von chiplosen Nachbauten ausschließt. Selbst die Originalpatronen der Hersteller sind kontinental gesperrt – was es sinnlos macht, beim Urlaub in den USA oder in ­Fernost einen Satz dort vielleicht günsti-­gerer Patronen zu erstehenden. Ein Chip ­verhindert hier die Wahlfreiheit des Konsumenten bei den Verbrauchsmaterialien. Aber das ­Geschäft machen die Hersteller eben ­immer noch mit der Tinte und nicht mit den Geräten ...

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Kommentare

  • Linux HP am besten
    von wilmersdorf am 02.12.2014 um 19:55
    Die Aussage, dass für keines der Geräte Linux Treiber verfügbar sind stimmt nicht. Am besten funktionieren unter Linux aber HP Geräte. Einfach anstecken und los geht es - ohne separate Treiberinstallation.
  • Tintenkosten unvollständig berechnet
    von kurmy31 am 11.05.2013 um 08:44
    Der Test suggeriert leider die verbreitete Fehlannahme, dass Tintenkosten nur durch tatsächliches Drucken entstehen. Zu berücksichtigen wären noch Häufigkeit und Verbrauch von Reinigungszyklen, auch z.B. die Frage, ob man einen Drucker problemlos vom Stromnetz trennen kann (Stichwort: Stromsparen durch Steckerleiste), oder danach mit einem teuren Reinigungszyklus "bestraft" wird.
  • Drucker und Tinte: ein Artikel der Süddeutschen Zeitung
    von Joe Leutner am 08.04.2013 um 13:56
    http://www.sueddeutsche.de/digital/technische-tricks-drucker-hersteller-zocken-kunden-ab-1.1641097 Die These ist, dass kurze Lebensdauer der Drucker nicht dem Geschäftsmodell entspreche, nicht mit der Hardware, sondern mit dem Zubehör (der Tinte) Gewinn zu machen..
  • Drucker und Multifunktionsgeräte
    von eiger am 22.03.2013 um 13:31
    m.E. sind die Tests von PC-Magazinen deutlich transparenter, und danach richte ich meine Kaufentscheidung. Da gibt es schon auch mal wertvolle Hinweise, wie man die Lebensdauer derartiger Geräte "verlängern" kann, oder den "Saft" einer Tintenpatrone eines anderen Herstellers z.B. mit Softwareprogrammen zum fliessen bringt. Die Tintenkosten sind enorm, eine Wohltat ist die Wiederbefüllung durch einen Dienstleister - ab 10€ ist angemessen.
  • Bei diesem Test fehlen Daten zur Langlebigkeit. Stichwort geplante Obsoleszenz
    von Markus1980Wien am 22.03.2013 um 09:39
    Nachdem erst vor Kurzem im Konsument über ein "eingebautes Verfallsdatum" in technischen Geräten berichtet wurde, und Epson (laut Arte-Dokumententation: http://www.youtube.com/watch?v=zVFZ4Ocz4VA) im Ruf steht einen Chip einzubauen, der nach einer gewissen Anzahl von gedruckten Seiten (bei verschiedenen Epson-Modellen angeblich 18.000), den Drucker unbrauchbar macht, vermisse ich Informationen zur Langlebigkeit. Es ist mir schon klar, dass sie aktuelle Drucker nicht jahrelang testen können, vor allem da die Drucker meistens gar nicht so lange am Markt sind. Trotzdem wäre ein Massentest (zb. 100.000 Seiten) durchaus machbar, bzw. könnte KONSUMENT auf die deutsche Stiftung Warentest dementsprechend einwirken, solche Tests auch durchzuführen. Auch würde ich begrüßen, wenn bei neuen Druckern einer Marke im Test auch angegeben wird, wie lange die Lebensdauer älterer Geräte derselben Marke waren. (etwa so: die in den letzten Jahren getesteten Drucker der Marke XY hielten im Schnitt 3,1 Jahre bevor sie kaputt gingen.)