Druckertinten und -toner

"Dritt"brettfahrer punkten

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KONSUMENT 10/2012 veröffentlicht: 27.09.2012, aktualisiert: 28.11.2012

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Unser KONSUMENT-Test zeigt: Druckertinten und -toner von Drittherstellern sind deutlich günstiger, die Qualität ist überwiegend "gut" bis akzeptabel.

Es soll ja Autofahrer geben, die 20 Kilometer Umweg nicht scheuen, weil das Benzin an der dortigen Tankstelle um 3 Cent pro Liter billiger ist. Beim "Sprit“ für den Tintenstrahldrucker oder das Lasergerät scheint hingegen der Sparefroh-Gedanke noch nicht so wirklich angekommen zu sein: Je nach Quelle gehen Marktbeobachter davon aus, dass 50 bis 75 Prozent der Verbraucher bei Druckertinten noch nie zu einem Produkt gegriffen haben, das von einem Dritthersteller – also nicht vom Druckererzeuger selbst – kommt.

Test zeigt: hier können Sie sparen

Dabei wäre das Einsparungspotenzial, das bestätigt unser aktueller Test erneut, hier deutlich größer als bei der Spritpreisjagd: Es beträgt zwischen 10 und 80 Prozent, je nach Druckermodell und -technologie sowie gewählter Alternativmethode und Anbieter. Von beiden gibt es mehrere: Man kann

  1. seine Tanks/Tonerkartuschen selbst nachfüllen (billigste Möglichkeit, Material gibt es im Refill-Shop, nur sehr geschickten Anwendern zu empfehlen!)
  2. das Nachfüllen im Refill-Shop erledigen lassen (klappt meist drei bis fünf Mal, ist sauberer und sicherer, jedoch etwas teurer)
  3. zu wieder befüllten Originalpatronen und Kartuschen oder 
  4. zu eigenständigen Entwicklungen von Drittanbietern greifen
  5. vermeintliche Originalpatronen südostasiatischer Hersteller via Internet ordern (Klone, vergleichbar einer Raubkopie oder einer gefälschten Rolex; EU-Zollbehörden zogen 2011 Tintenpatronen und Tonerkartuschen mit einem Warenwert von mehr als zwei Millionen Euro ein. Dem Besteller drohen verwaltungs- und strafrechtliche Folgen, auch wenn er "nichts davon wusste".)

45.000 Tonnen Abfall jährlich

Alle Möglichkeiten – Nummer 5 außer Acht gelassen – bieten im Vergleich zur nur einmal verwendeten Druckertintenkartusche zwei Vorteile: Sie sind erheblich billiger und sie entlasten die Umwelt (sofern auch die „eigenständigen Produkte“ wiederverwendet oder erneut befüllt werden). Schließlich verschlingt die Produktion einer Laserkartusche 1 bis 1,5 Liter Erdöl, die jährlich weggeworfenen Tintenpatronen könnten dreimal den Äquator umfassen und verursachen 45.000 Tonnen Abfall.

Drucker von Brother, Canon, Epson, HP und Samsung

In unserem Druckertinten-Test haben wir uns für Produkte der Kategorie "eigenständige Entwicklung“ entschieden: Geräte von Brother, Canon, Epson, HP und Samsung wurden mit Tinten- und Tonererzeugnissen von AgfaPhoto, Jet Tec, Q-Ink, Armor, Ink Swiss, KMP, Pelikan, Peach, Digital Revolution und compedo bestückt, die wir dann gegen die jeweiligen Originalprodukte der Gerätehersteller antreten ließen.

Bewertung

Wertung: 3 von 5 Sternen
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Kommentare

  • Weniger drucken mit Original-Tonern!
    von Mounty am 28.09.2012 um 18:16
    Bei Original-Tonern ist oft ein Zählmechanismus eingebaut, welcher den Toner ab einer gewissen Seitenanzahl abschaltet, obwohl dieser noch nicht ganz leer ist
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