KONSUMENT.AT - Entsafter - Größte Saftausbeute bei Philips und Green Star

Entsafter

Saftige Unterschiede

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KONSUMENT 10/2013 veröffentlicht: 26.09.2013

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Saftmenge unabhängig von der Konstruktion

Ob Zentrifuge oder Presse: das Konstruktionsprinzip sagt nichts darüber aus, wie viel Saft damit gewonnen werden kann. Manche ­Geräte holen aus der gleichen Obstmenge um bis zu ein Drittel mehr heraus als ­andere. Auch auf das Bedienen kommt es an. Paradox: Je weniger Druck auf das zu ent­saftende Obst oder Gemüse ausgeübt wird, umso mehr Saft gibt es.

Pressen braucht länger

Die Spitzenreiter beider Gerätegruppen, Philips und Green Star, lieferten die jeweils größte Saftausbeute. Wobei Philips auch mit der Geschwindigkeit punktete, während Green Star für die gleiche Menge viel länger brauchte. Zudem wurde der erstmalige ­Zusammen­bau des Green-Star-Modells von den Testern als etwas schwierig beurteilt.

Zentrifugen haben einen Behälter für die Rückstände (Trester). Dieser liegt bei den meisten Geräten außen und ist daher leicht zu entleeren. Nur bei Philips und Tefal liegt ­er innen. Das erweist sich besonders beim Tefal-Gerät als Nachteil. Der Behälter ist klein und rasch voll. So muss das Gerät bei größeren Mengen zwischendurch geöffnet werden, ehe man weiterarbeiten kann.

Schnell kaputt

Die deutschen Kollegen prüften auch die Haltbarkeit. Im Dauertest liefen alle Test­kandidaten 80 Stunden lang – bis auf einen: Severin, das einzige Modell unter 100 Euro, machte frühzeitig schlapp und versagte den Dienst. Was zum "nicht zufriedenstellenden" Testurteil führte und beweist, dass ein Miss­trauen gegenüber Billig-Geräten nicht immer auf Vorurteilen beruhen muss.

Reinigen ist langwierig

Der Saft ist zwar relativ schnell fertig, doch dann steht das Putzen der Maschine an. Auf keinen Fall sollte man damit warten, bis die Reste des Pressgutes eintrocknen. Die Reinigung von Entsaftungsgeräten ist aufwendig, wobei Pressen wegen der vielen Einzelteile schwerer sauber zu bekommen sind als ­Zentrifugen. Bei Letzteren machten die Geräte von Braun und Kenwood den Testern die meiste Arbeit. Siebeinsätze, an denen Fruchtteile kleben, müssen mit der Bürste bearbeitet werden. Wenn Kunststoffteile durch Karottensaft verfärbt werden, lässt sich dies mit Speiseöl entfernen. Nicht zuwarten sollte man auch mit dem Trinken. Den frischen Saft kann man nicht aufheben, weil er rasch verdirbt.

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Kommentare

  • Saftausbeute
    von norbert0708 am 09.01.2014 um 01:36
    Ob man gerne Saft mit mehr Fruchtfleisch bzw. einen höheren Faseranteil trinkt, ist Geschmackssache. Objektiver würde die Wirksamkeit einer Saftpresse jedenfalls durch Messung der Restfeuchte des Abfalls ermittelt! (Tipp für s nächste Mal!)