Laugengebäck

Kommentar von E. Spanlang

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KONSUMENT 9/2015 veröffentlicht: 27.08.2015

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Aluminiumbelastungen in Laugengebäck ließen sich vermeiden - mit den richtigen Backblechen. Einige Bäcker wollen davon aber nichts wissen. Jetzt ist eine Richtlinie in Arbeit, Bäcker werden künftig in die Pflicht genommen. - Ein "Aufgespießt" von KONSUMENT-Redakteur Elisabeth Spanlang.

Elisabeth Spanlang (Bild: U. Romstorfer/VKI)

E-Mail: Elisabeth Spanlang

Laugengebäck wird, wie der Name schon sagt, vor dem Backen mit Lauge behandelt. Werden die Gebäckstücke auf einem Aluminiumblech in den Ofen geschoben, löst die Lauge das Metall aus dem Blech und es gibt als Zugabe zum fertigen Laugenstangerl auch noch eine deftige Dosis Aluminium.

Alu-Problem lässt sich vermeiden

Dieses Problem lässt sich einfach vermeiden: Durch den Umstieg auf Bleche, denen die verwendete Natronlauge nichts anhaben kann. Davon wollen einige Bäcker aber nichts wissen, denn Aluminiumbleche haben viele Vorteile: Sie sind leicht und sie werden schnell heiß, was den Backvorgang verkürzt. Ein unschätzbarer Vorteil. Schließlich steht in fast jeder Bäckereifiliale inzwischen ein Backofen, in dem vorproduzierte Teiglinge ruck, zuck aufgebacken werden.

Empfehlungen nicht angekommen

Die Empfehlung der Behörden, für Laugengebäck erst gar keine Aluminiumbleche einzusetzten, ist in den Betrieben offenbar nicht angekommen. Und wenn es ums Geschäft geht, haben betriebswirtschaftliche Notwendigkeiten sowieso Vorrang. Außerdem: Viel kann den Bäckern ja auch nicht passieren, denn anders als in Bayern gibt es hierzulande keinen Grenzwert für Aluminium in Laugengebäck.

Richtlinie in Arbeit

Eine unerträgliche Situation, finden wir. Sobald die Ergebnisse unseres Tests vorlagen, kontaktierten wir das Gesundheitsministerium – und stießen auf offene Ohren. Den zuständigen Beamten ist die Problematik bewusst. Seit einiger Zeit ist daher im Ministerium eine Leitlinie zur Herstellung von Laugengebäck in Arbeit.

Bäcker in die Pflicht genommen

Zusätzlich wird es eine Aussendung an alle österreichischen Bäcker geben, was genau in dieser Sache zu tun ist. Außerdem wurde die AGES (Österreichische Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit) vom Gesundheitsministerium beauftragt, einen sogenannten Aktionswert für Aluminium zu definieren. Überschreitet Laugengebäck den festgelegten Wert, gibt es mit den Produzenten Gespräche darüber, wie sich die Aluminiumgehalte so schnell und so weit wie möglich senken lassen.

Die Bäcker werden also in die Pflicht genommen und die amtliche Lebensmittelüberwachung hat endlich die Möglichkeit, zu intervenieren. Na bitte, geht doch!

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Kommentare

  • LAUGENGEBÄCK
    von eduardwenig am 29.08.2015 um 07:51
    DIE BOTSCHAFT HÖHR ICH WOHL ALLEIN MIR FEHLT DER GLAUBE
Bild: Das KONSUMENT-Geschenk-Abo