Aluminium in Laugengebäck

Vorsicht, Blechbrezel!

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KONSUMENT 9/2015 veröffentlicht: 26.08.2015

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Werden Laugenstangen & Co auf Aluminiumblechen ­gebacken, kann sich das Leichtmetall im Gebäck anreichern. Eine unnötige Belastung, die sich durch einfache Maßnahmen vermeiden lässt.

Wir haben Laugengebäck (Brezel, Stangerl, Weckerl) folgender Anbieter getestet:

  • Anker
  • Backwerk
  • Billa
  • Denns
  • Der Mann
  • Felber
  • Felzl
  • Geier
  • Gradwohl
  • Hofer
  • Interspar
  • Lidl
  • Merkur
  • Penny
  • Schwarz
  • Spar
  • Ströck
  • Zielpunkt

Die Testtabelle enthält Informationen zum Aluminiumgehalt und zur Auskunft der Hersteller. - Lesen Sie auch: Aluminium in Kosmetika und Lebensmitteln 7/2014

Nachfolgend der Testbericht.


Nicht nur in unserem Nachbarland Bayern mag man Laugenbrezeln – am liebsten natür­lich zu einem Krug Bier. Auch bei uns ist Laugen­gebäck beliebt und gehört inzwischen zum Standardsortiment jeder Bäckerei. Verkauft wird es hauptsächlich als Laugen­stangerl, Laugenbrezel oder Laugenweckerl.

Natronlauge kann Alu aus Backblech lösen

Abgesehen von der Form handelt es sich ­ dabei immer um einen Teig, der vor dem ­Backen mit verdünnter Natronlauge be­strichen oder in sie eingetaucht wird. Setzt man solche ­Gebäckstücke anschließend auf ein Alumi­niumblech, wird es problematisch. Denn ­Natronlauge kann große Mengen an Alumi­nium aus dem Blech lösen, die auf das Gebäck übergehen. Das gilt übrigens nicht nur bei der Verwendung von frischem Teig, ­sondern auch für tiefgefrorenes Laugen­gebäck.

Grenzwert nur in Bayern

Da dieser Effekt bekannt ist, begeben sich die bayerischen Lebensmitteluntersuchungs­ämter regelmäßig in die Backstuben, um Laugen­brezeln & Co genau unter die Lupe zu nehmen. Bereits seit 1999 gilt in Bayern für den sogenannten Verwaltungsvollzug bei Laugengebäck ein Grenzwert von 10 Milligramm (mg) Aluminium pro Kilogramm (kg) Frischgewicht.

Backwaren, die über diesem Höchstwert liegen, gelten als nicht für den Verzehr geeignet. Im langjährigen Durchschnitt findet sich bei unseren deutschen Nachbarn in jedem fünften untersuchten Gebäck zu viel Aluminium. Anders als in Bayern gibt es EU-weit und ­damit auch in Österreich keinen Grenzwert für Aluminium in Laugengebäck.

Test: Aluminiumgehalte im Laugengebäck

Das renommierte deutsche Bundesinstitut für Risiko­bewertung (BfR) empfiehlt allerdings bereits seit 2002, dass Aluminiumgehalte über 10 mg/kg Laugengebäck, immer bezogen auf das Frischgewicht, vermieden werden ­sollten. Da stellt sich zwangsläufig die Frage: Wie viel Aluminium steckt eigentlich in österreichischem Laugengebäck? Und welche Möglichkeiten haben Bäcker, um ­unerwünschte Belastungen zu vermeiden?

In der Tabelle finden Sie:

Marke, Type, Produkte, Dienstleistungen
Spar Laugenstange, Felzl Laugenstange, Spar Laugenstange, Felber Laugenstangerl, Billa Laugenstange, Hofer Laugenstangerl, Geier Laugenstangerl, Merkur Laugenstange, Zielpunkt Laugenstangerl, Lidl Laugenweckerl, Anker Laugenstangerl, Denns Bio Dinkellaugenstangerl, Penny Laugenstange, Hofer Laugenbrezel, Gradwohl Bio Dinkellaugenstangerl, Backwerk Laugenbrezel, Interspar Laugenstangerl, Anker Laugenstangerl, Ströck Laugenweckerl, Ströck Laugenweckerl, Der Mann Laugenstangerl, Der Mann Laugenstangerl, Schwarz Laugenstange, Schwarz Laugenstange

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Kommentare

  • Untersuchung Aluminium im Laugengebäck
    von Tina P. am 15.12.2015 um 21:42
    Getestet wurde ja nur in Wien. Wenn aber allein in Wien in unterschiedlichen Filialen (z.B. Spar/Interspar) die Testergebnisse unterschiedlich ausfallen (von niedrig bis mittel), wie sieht es dann in Oberösterreich aus?
Bild: Das KONSUMENT-Geschenk-Abo