Feta-Käse

Versalzene Angaben

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KONSUMENT 8/2015 veröffentlicht: 29.07.2015

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In Feta und anderen Salzlakenkäsen steckt viel Fett und noch mehr Salz. Doch das steht nicht immer auf der Verpackung. Ärgerlich sind auch Schriftgrößen, die kaum noch lesbar sind.

Folgende Käse-Produkte haben wir getestet:

Feta:

  • Eridanous Feta
  • Ja! Natürlich Feta
  • Kolios Feta
  • Lyttos Feta
  • Merkur Feta g.U.
  • Natur aktiv Bio Griechischer Feta
  • Patros Feta
  • S Budget Feta
  • Spar Natur pur Bio-Feta

Salzlakenkäse:

  • Eridanous Hirtenkäse
  • Mitakos Traditionell gereifter Käse
  • Patros Natur
  • Salakis Natur

Feta offen:

  • Dr. Falafel Feta

Geprüft wurden: Mikrobiologie, Geschmack, verwendete Milchart, Kennzeichnung, Salz- und Fettgehalt, Gewicht, Temperatur u.a.

Nachfolgend unser Testbericht.


Was wäre ein Sommer ohne griechischen ­Salat? Und was ein griechischer Salat ohne seine wichtigste Zutat, dem Feta? Eben! Genau deshalb haben wir diesen so genannten Salzlakenkäse genauer unter die Lupe genommen.

14 Käse-Produkte im Test

Wer Feta will, muss ihn längst nicht mehr aus dem Griechenlandurlaub mitnehmen oder dafür extra ins Spezialitätengeschäft pilgern. Der weiße Käse mit dem frischen säuerlichen Aroma liegt inzwischen in jedem Supermarktregal. 14 verschiedene Produkte haben wir für unsere Untersuchung ausgewählt. (Das tatsächliche Angebot im Handel ist übrigens fast doppelt so groß.) Alle unsere Käse sind verpackt – mit einer Ausnahme, und zwar dem Feta von Dr. Falafel. Er stammt vom Wiener Naschmarkt und wird, wie auf Märkten üblich, offen angeboten.

Feta: geschützte Ursprungs­bezeichnung

Nicht jeder Käse, der in Salzlake reift, darf sich Feta nennen. Eine eigene EU-Verordnung von 2002 regelt, dass nur Käse, der ausschließlich aus Schafs- oder Ziegenmilch besteht und vom griechischen Festland und der Insel Lesbos bzw. zwei weiteren Inseln kommt, als Feta verkauft werden darf.

Wie beim Waldviertler Graumohn oder beim ­Vorarlberger Bergkäse garantiert auch hier das g.U.-Zeichen (geschützte Ursprungs­bezeichnung), dass bei diesem Käse der gesamte Entstehungs­prozess von der Erzeugung des Rohstoffs bis zum fertigen Produkt in einem bestimmten geographisch begrenzten Gebiet nach einem anerkannten und festgelegten Verfahren erfolgt.

Alle von uns getesteten neun verpackten Käse, die als Feta verkauft werden, tragen das orange-gelbe g.U.-Logo der EU. Drei davon sind zusätzlich als Bioprodukte gekennzeichnet.

Salzlakenkäse, Hirtenkäse, ...

Natürlich gibt es auch Käse, der wie Feta aussieht, wie Feta schmeckt, aber aufgrund seiner Zusammensetzung oder seiner Herkunft kein echter Feta ist. Vier solcher Produkte hatten wir ebenfalls im Test. Sie tragen phantasievolle Bezeichnungen wie "Natur" oder "Hirtenkäse" und werden meist aus Kuhmilch hergestellt. Sie finden Sie in ­unserer Testtabelle unter dem Oberbegriff "Salzlakenkäse".

Extra gereiht haben wir auch unseren offen eingekauften Feta. Da er unter anderen Bedingungen verkauft wird als die abgepackten Käse, haben wir ihn gesondert bewertet.

In der Tabelle finden Sie:

Marke, Type, Produkte, Dienstleistungen
Patros Feta, Eridanous Feta, Lyttos Feta, S Budget Feta, Merkur Feta g.U., Natur aktiv Bio Griechischer Feta, Ja! Natürlich Feta, Spar Natur pur Bio-Feta, Kolios Feta, Salakis Natur, Eridanous Hirtenkäse, Mitakos Traditionell gereifter Käse, Patros Natur, Dr. Falafel Feta

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12 Stimmen

Kommentare

  • Nicht umsonst
    von REDAKTION am 04.09.2015 um 15:27
    Bei einer "nicht zufriedenstellenden" Kennzeichnung gibt es bei unseren Tests immer einen zusätzlichen Punkteabzug. Wir sind der Meinung, dass bei einem Produkt, bei dem gesetzliche Vorschriften nicht eingehalten werden - was auch etwas über die Sorgfaltspflicht des Unternehmers aussagt -, das Testurteil nicht besser als "durchschnittlich" sein kann. Wegen der Abwertung aufgrund von Mägeln bei der Kennzeichnung gibt es deshalb beim Feta-/Salzlakenkäse-Test so viele "durchschnittlich" mit 40 Punkten. Das ist schade, denn die Produkte sind an sich nicht schlecht. Hätten sie die gesetzlichen Vorgaben erfüllt, wären die meisten "gut" beurteilt worden. Die Fußnote, die auf diese Abwertung hinweist, ist in der Druckversion von "Konsument" leider verloren gegangen.Online wurde sie inzwischen nachgetragen. Ihr Konsument-Team.
  • Test umsonst?
    von Floschneck am 31.08.2015 um 12:05
    Da ist euch ja ein toller Test gelungen. Ich verstehe ja dass ihr die Hersteller zu einer korrekten Kennzeichnung erziehen wollt - aber wo ist jetzt der Mehrwert dieses Tests für mich als Konsument??? Ihr empfehlt einen schlecht schmeckenden, aber korrekt gekennzeichneten Feta. Alle anderen sind quasi gleich?!? Damit habt ihr weniger Dienst am Konsumenten sondern an der Bürokratie getan. Warum prüft diese solche Dinge eig. nicht? Vielleicht könnt ihr das Ergebnis noch für Eure zahlenden Kunden überarbeiten!
  • Einfach toll...
    von Grouper am 13.08.2015 um 11:26
    Ein Produkt, welches in Geruch und Geschmack durchschnittlich ist, erhält die Note gut. Meinen Respekt. Soll ich Sie wirklich noch ernst nehmen? Und wieder einmal lauten Diskonter- und Supermarktware. Na ja, wenn halt Geizhälse einkaufen. Geschmack ist nicht so wichtig. Hauptsache der Preis und die Menge stimmen. Typisch Österreich/Deutschland.
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