Lebensmittel-Check und Schattenarbeit

Ein Kommentar von Gerhard Früholz

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KONSUMENT 1/2016 veröffentlicht: 23.12.2015

Inhalt

Schummeleien bei Lebensmitteln nerven viele unsere Leser. Und dass wir immer mehr Arbeit von Unternehmen übernehmen, sorgt auch für gemischte Gefühle.

KONSUMENT-Chefredakteur Gerhard Früholz (Bild: U. Romstorfer/VKI)
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Gerhard Früholz

Am Schmäh gehalten

Preisfrage: Was ist in einem Smoothie drinnen, auf dem groß "Orange-Mango“ steht? Antwort: 30 % Pfirsichmark, 29 % weißer Traubensaft, 15 % Apfelmark, 14 % Orangensaft und 12 % Mangopüree. Kurz: Das Produkt ist ausgerechnet nach jenen Zutaten benannt, von denen es am wenigsten enthält! Dieses absurde Beispiel ist nur eines von vielen. Es stammt aus unserer beliebten Rubrik " Lebensmittel-Check “, in der wir schon seit 2011 regelmäßig irreführende Verpackungsaufschriften, falsche Herkunftsangaben, versteckte Preiserhöhungen und Mogelpackungen aufs Korn nehmen.

Leserinnen und Leser haben entschieden

Nach über 100 neuen "Lebensmittel-Checks“ ist wieder Zeit für eine Bilanz des Ärgers: Wir präsentieren Ihnen zum zweiten Mal eine Auswahl jener Produkte, die von Ihnen als besondere Aufreger bewertet wurden. Bei unserer „Hitparade der Trickser“ werden Sie wie beim Gang durch den Supermarkt durchwegs auf bekannte Namen und Marken stoßen, Aha-Erlebnisse sind garantiert. Lesen Sie Lebensmittel-Check: Hitparade der Trickser 1/2016

Kundendienst: Der Kunde dient

Kundendienst heißt oft, dass der Kunde dient. Stellen Sie sich vor, Sie müssten künftig Ihr KONSUMENT-Heft selbst in der Druckerei abholen. Verrückt? Mag sein. Doch in immer mehr Bereichen werden Dienstleistungen an die Konsumenten ausgelagert. Wir füllen Zahlscheine aus, erledigen Bankgeschäfte am Computer, plagen uns mit Fahrkartenautomaten herum, checken am Flughafen selbst ein. Vielleicht übernehmen wir schon bald sogar den Job an der Kassa im Supermarkt? Zu wessen Nutzen eigentlich? In unserem Beitrag  Schattenarbeit 1/2016 laden wir Sie ein, uns Ihre Erfahrungen und Beobachtungen mitzuteilen. Ihre Anregungen nehmen wir als Ausgangspunkt für spannende Recherchen zu diesem brisanten Thema.

Frohe Weihnachten und einen guten Rutsch

Im Namen des gesamten KONSUMENT-Teams wünsche ich Ihnen ein frohes Fest, besinnliche Feiertage und alles erdenklich Gute für 2016.

Gerhard Früholz
Chefredakteur

Bewertung

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Kommentare

  • es beginnt im kleinen . . .
    von der besserwisser am 28.12.2015 um 20:52
    wenn ich in einem supermarkt (nicht nur lebensmittel) eine/n mitarbeiter/in nach einem bestimmten artikel frage, dann bekomme ich meist die (oder eine ähnliche) antwort: "übernächster gang" evtl. mit dem zusatz "auf der linken seite". die regale sind in der regel lang ich irre also entlang und schau - sicherheitshalber auf beiden seiten - bis ich draufkomme, dass der/die verkäufer/in die verkaufstische in der mitte mitgezählt hat und ich somit im falschen gang suche. dies ist nur ein! beispiel dafür, dass ich mir die ware im supermarkt - manches mal mühsam - selbst zusammensuchen muss. damit fängt die abwälzung der verkaufsarbeit auf den kunden an!! an das aus- und einschlichten an der kassa haben wir uns ja schon lange gewöhnt - dazu kommt noch, dass man nach der kassa oft keines der kleinen wagerln (wenn ich nur wenig einkaufe) benützen darf - man muss sie davor abgeben - ich muss also ganz flink die - oft sehr kleine - fläche nach der kassa blitzartig freimachen, da schon die ware des nächsten kunden hingeschoben wird! usw. man könnte den einkauf im supermarkt mit der arbeitsübergabe an den kunden noch weiter ausschmücken.
Bild: Das KONSUMENT-Geschenk-Abo