Lebensmittel-Check

Hitparade der Trickser

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KONSUMENT 1/2016 veröffentlicht: 23.12.2015

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2015 nahmen wir wieder über 100 Lebensmittel unter die Lupe. Zu den größten Aufregern zählten überraschende ­Zutaten in Produkten und falsche Herkunftsangaben.

Auf www.lebensmittel-check.at bzw. www.konsument.at/lebensmittelcheck präsentieren wir jeden Dienstag und Donnerstag ­Produkte, die kritischen Konsumenten unangenehm aufgefallen sind. Parallel dazu gibt es in der gedruckten Ausgabe unseres Testmagazins KONSUMENT den Lebensmittel-Check des Monats (S 9).

Aufmerksame Kunden, die beim Einkauf ­genau schauen, sorgen dafür, dass uns die Themen nicht ausgehen. An dieser Stelle wieder einmal ein herzliches Dankeschön an alle für die ungebrochen große Unterstützung.

Ärgerliche Produkte melden

Es gibt viele Möglichkeiten, um auf ein Produkt aufmerksam zu machen. Neben Briefen oder Mails an uns nützen viele KONSUMENT-Leser das Online-Formular des Lebens­mittel-Checks. Und seit wir mit dem Lebensmittel-Check auch auf Facebook vertreten sind, kommen immer mehr Hin­weise über dieses soziale Netzwerk zu uns.

Genau genommen könnten Hersteller von ­Lebensmitteln ihren Kunden diesen Ärger beim Einkauf ganz einfach ersparen. Denn Konsumenten, die sich bei uns melden, beschweren sich immer über dieselben Zumutungen. Dazu gehören besonders die Zusammensetzung von Produkten, ihre Aufmachung und der Preis. Ebenfalls ein Dauerbrenner im vergangenen Jahr: falsche Her­kunfts­an­gaben bei frischem Obst und Gemüse.

Seltsame Zusammensetzungen

Am ärgerlichsten ist für unsere Leser die Zusammensetzung vieler Produkte. Zu diesem Problemfeld bekamen wir 2015 die meisten Hinweise. Früchte, die auf einer Verpackung groß abgebildet sind, im Lebensmittel selbst aber kaum vorkommen, regen viele zu Recht auf.

Immer wieder beschweren sich Konsumenten über Getränke, vor allem über Smoothies. Dass hochpreisige Früchte hier nur in der Produktbezeichnung und auf der Verpackung vorkommen, im Saft selbst aber eine untergeordnete Rolle spielen, stößt ­vielen auf (z.B. bei Spar enjoy Orange-Mango Smoothie ).

Auch Zutaten, die man in einem Produkt keinesfalls vermuten würde, machen Kunden fassunglos. Tatsache ist: Selbst wer Tiefkühlgemüse kauft, muss auf die Zutatenliste schauen. Sonst kann es sein, dass auf dem Teller nicht nur Erbsen und Karotten, sondern auch Fett und Zucker landen (wie z.B. bei Iglo Dampf-Frisch Vielfalt Österreich ).

Ebenfalls ein schönes Beispiel für eine seltsame Produktzusammensetzung ist ein Kräuteressig von Mautner Markhof , bei dem hauptsächlich Glutamat für den Geschmack sorgt. Die groß in Wort und Bild präsentierten Kräuter schrumpfen zu einem Kräuterauszug zusammen, der in der Zutatenliste an allerletzter Stelle steht. Kein Wunder, wenn Konsumenten darüber sauer sind.


Über welche Lebensmittel sich unsere Leser in einer Online-Umfrage am meisten geärgert haben, lesen Sie unter: Lebensmittel-Check: Geballter Ärger 1/2016 .

Fotos: VKI, Grafik: solarus / Shutterstock.com

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Bild: Das KONSUMENT-Geschenk-Abo