Portionsangaben

In die Irre geführt

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KONSUMENT 4/2016 veröffentlicht: 23.03.2016

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Immer mehr Kunden achten bei der Auswahl eines Lebensmittels auf Angaben zu Eiweiß, Fett und Zucker sowie zu den enthaltenen Kalorien. Viele Hersteller tricksen aber bei der Portionsgröße.

Portionsangabe auf einer Chips-Packung (Bild: U. Payer/VKI)

Tabellen auf der Rückseite einer Verpackung, welche die Nährwerte pro 100 Gramm auflisten, sind inwischen Pflicht. Viele Hersteller geben aber auch auf der Vorderseite der Verpackung an, wie viele Kalorien in einem Lebensmittel stecken. Bezugsgröße ist hier jedoch eine Portion, und die wird von jedem Erzeuger eines Produktes selbst bestimmt.

Nur die Zahl vorne zählt

Wie Wissenschaftler der Universität Göttingen kürzlich in einer Studie feststellten, verlassen sich viele Konsumenten ausschließlich auf die Kalorienanzahl auf der Packungsvorderseite, ohne sich um die Vergleichbarkeit dieser Angaben zu kümmern. Es ist wohl kein Zufall, dass ausgerechnet bei ungesünderen Produkten die Portionsgröße samt Kalorienangabe besonders klein ausfallen.

Hinweise unterstützen eher Vermarktung

Aus diesem Grund, so die Forscher, dienen diese Hinweise eher der Vermarktung eines Lebensmittels und weniger der Aufklärung der Kunden. Damit schöngerechnete Kalorienmengen nicht weiter zur bewussten Manipulation eingesetzt werden, fordern die Experten eine Standardisierung bei der Angabe von Portionsgrößen. Dem schließen wir uns an!

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