KONSUMENT.AT - Datingportale - Vermeintlich billiges Testabo, unerwünschte automatische Verlängerung

Datingportale

Abenteuerlich

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KONSUMENT 3/2019 veröffentlicht: 28.02.2019

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Datingportale. Kunden schließen online vermeintlich spottbillige Testabos ab und werden dann widerrechtlich zur Kasse gebeten. Die Fälle häufen sich.

Peter A. (alle Namen geändert) schließt auf einem Datingportal ein 30-tägiges Testabo um 10 Euro ab. Über eine automatische ­Verlängerung wird er nicht informiert. Kurz darauf stellt er fest, dass ihm nicht nur 10 Euro abgebucht wurden, sondern zusätzlich ein Monatsbeitrag von 39,90 Euro. Peter A. beschwert sich per Mail beim Betreiber und fordert sein Geld zurück. Das Unternehmen reagiert nicht. Dem Kunden wird es zu bunt. Er ersucht die Kreditkartenfirma, ihm den Betrag zurückzubuchen. Diese weigert sich und verweist darauf, dass ein gültiger Vertrag zwischen A. und der Firma bestehe. Der Kunde lässt seine Kreditkarte sperren.

Rücktritt verweigert

Franz Z. schließt auf einer Erotikplattform ein 7-tägiges Testabo ab. Danach versucht er, die Mitgliedschaft telefonisch zu beenden, kann jedoch bei der Firma niemanden erreichen. Er erklärt per Mail seinen Rücktritt vom Vertrag. Das Unternehmen verweigert dies mit der Begründung, der Konsument ­habe ein Premiumangebot genutzt und ­damit eine Vertragsänderung vorgenommen.

Gehäuftes Auftreten von Beschwerdefällen

Beim Europäischen Verbraucherzentrum Österreich (EVZ) häufen sich Fälle wie die hier geschilderten. „Wir erhalten zunehmend Beschwerden zu Dating- bzw. Erotikplattformen. In den meisten Fällen geht es um automatische Vertragsverlängerungen und darum, dass Rücktritte nicht anerkannt werden“, sagt EVZ-Juristin Maria Semrad.


Dieser Artikel wurde aus den Mitteln des Verbraucherprogramms der Europäischen Union (2014 – 2020) gefördert.

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Kommentare

  • CasualDatingClub.at / Date4Friends AG Abzocke
    von erdbewohner_xy am 03.06.2020 um 12:01
    Jetzt hat der Betreiber der CasualDatingClub.at-Seite die VIP-Mitgliedschaft auf monatliche Kosten umgestellt. Einmal so, dann wieder wöchentlich, damit möglichst viele reinfallen.
    Möglichst wenig angeben und dann im Nachhinein kann man selbst nicht beweisen, wie es angezeigt war. Schlimm vor allem, dass man selbst zugestimmt hätte, dass man auf das 14tägige Widerrufsrecht verzichtet hätte. 180,-EUR für nichts. Keine Leistung. Viele FakeProfile und diese mehrfach in der Liste, damit man den Eindruck hat, es wären viele User auf der Plattform.
  • Dating Portal CasualDatingClub.at Abzocke und Schwindel
    von erdbewohner_xy am 02.06.2020 um 13:28
    Die von Date4Friend AG betriebene Dating-Plattform CasualDatingClub.at (lt. Internet betreibt die Firma mehrere unseriöse Dating-Seiten) bietet eine VIP-Mitgliedschaft um ca. 12,- für 3 Monate an. Wie ich erst später aufgeklärt wurde, sei der Preis wöchentlich gemeint gewesen und nicht monatlich !! Wie ich erst bei der Bestellung merkte, wollen die 179,88 Eur plus (mir unbekannte) Spesen in Höhe von 2,44. Die insgesamt 182,32 EUR wurden mir bereits abgebucht. Ich pochte auf die 14tägige Kündigungsfrist (die noch nicht überschritte war). Die Plattform schreibt, dass ich das bei der Bestellung widerrufen hätte... Eine gemeine Abzocke !!! Wie kann man sich da wehren ?

    anonym