Katzenfutter

Feines Futter für wenig Mäuse

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KONSUMENT 5/2012 veröffentlicht: 25.04.2012

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Sparen ohne Qualitätsverlust: Wie unser Test zeigt, gibt es gutes Katzenfutter auch um wenig Geld.

Wie viele Katzen in österreichischen Haushalten leben, weiß keiner. Die letzte Schätzung aus dem Jahr 2006 geht von 1,5 Millionen aus. Möglicherweise sind es heute sogar noch ein paar mehr, denn der Trend geht in Richtung Zweit- oder gar Drittkatze. Dass der Zimmertiger der Österreicher liebstes Haustier ist, zeigt auch das Angebot an Katzen­futter. Ob Schälchen, Dose oder Beutel: Die Futterpalette im Lebensmittelhandel, in den Drogeriemärkten, im Fachhandel oder auch auf diversen Internetseiten ist mittlerweile riesig.

24 Feuchtfutter im Test

Wir haben 19 im Handel erhältliche sogenannte Feuchtfutter unter die Lupe genommen. Weitere 5 Produkte finden Sie in der Tabelle "Katzenfutter - Restbestand". Sie sind bei Erscheinen dieser Ausgabe von KONSUMENT möglicherweise nur noch in Restbeständen im Handel. Grund: Ein nach Auskunft der Hersteller bevorstehender Relaunch. Sie kommen in neuer Zusammensetzung und Verpackung in den Handel.

Lieblingssorte Geflügel

Alle von uns untersuchten Produkte sind für erwachsene Katzen gedacht. Bei den Sorten entschieden wir uns diesmal für "Geflügel". Warum gerade Geflügel? Nun, eine Leser­umfrage hat ergeben, dass 95,2 Prozent der Umfrageteilnehmer Produkte dieser Geschmacksrichtung für ihre Katzen kaufen. Ein weiteres Ergebnis der Umfrage: Der Großteil der Katzenhalter unter unseren Lesern füttert zweimal täglich Feuchtfutter und bevorzugt dabei Portionsbeutel und Schälchen.

Wobei 93,7 Prozent ihre Kaufentscheidung aufgrund der Erfahrungen treffen, die sie mit ­ihrer Katze gemacht haben. Schmeckt dem Zimmertiger die Futtermarke, kauft der Katzenbesitzer sie wieder. Das "Kleingedruckte" auf der Schale oder dem Beutel, also die Zusammensetzung des Futters, spielt dagegen beim Kauf kaum eine Rolle.

Geheimniskrämerei bei Kitekat, Sheba und Whiskas

Dennoch möchten Leser immer wieder von uns wissen, welche Inhaltstoffe im Katzen­futter sind. Wir baten daher die Hersteller bzw. Markeninhaber, einen Fragebogen in Sachen "Futtermittelzusammensetzung" auszufüllen. Das Unternehmen Mars, das für Kitekat, Sheba und Whiskas verantwortlich zeichnet, wollte seine Zusammensetzung nicht offen­legen.

Und zwar mit der Begründung, dass man damit die Rezepturen veröffentlichen würde, was aus Gründen des unternehmerischen Wettbewerbs natürlich nicht möglich sei. Sämtliche anderen Anbieter beantwor­teten dagegen alle unsere Fragen, was wir sehr positiv finden, denn damit ist für Trans­parenz gesorgt.

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Kommentare

  • Keine Inhaltsangaben - warum nur, warum?
    von NETclub50plus am 03.05.2012 um 20:50
    Vielleicht deshalb, weil die Werbe-Marktführer Sheba, Kitekat, Whiskas ihren Produkten DOCH Geschmacksverstärker beifügen, die zur Abhängigkeit des Katzis von deren Produkten führen? Meine persönlichen Erfahrungen mit dem Fressverhalten meiner Katze sprechen jedenfalls dafür: Eines dieser Produkte als "Belohnung" verfüttert, verdirbt meiner Katze Schnurrli-Murrli für ein bis drei Tage den Gusto am gewohnten Futter (meist Clever). An der eruierbaren Zusammensetzung des Futters kann es nicht liegen, wenn ich mir die Tabelle so ansehe, die grundlegenden Zutaten sind gleich. Die "kleinen Zugaben" vielleicht nicht. Und die Ausrede vom "Betriebsgeheimnis" der Rezeptur der Marktführer lasse ich nicht gelten. Persönlich werte ich diese Produkte deshalb um 2 Stufen ab - und möchte das gerne auch KONSUMENT empfehlen. Wer nicht sagt, was in seiner Ware drinnen ist, sollte allein schon deshalb (aus "guten" Testergebnissen) draußen bleiben. Denn er wird einen Grund für seine "Zurückhaltung" haben ...
  • Zuckergehalt
    von REDAKTION am 03.05.2012 um 13:29
    Katzen sind nicht in der Lage, die Geschmacksrichtung „süß“ zu schmecken. Wenn Zucker zugesetzt wird, dann als funktioneller Bestandteil (Struktur, Optik) des Futters. Zucker (z.B. Glukose, Fruktose) fallen unter den Begriff "lösliche Kohlenhydrate". Keines der untersuchten Futtermittel hatte jedoch einen erhöhten Wert. Hinweise, dass ein Zusammenhang zwischen verschiedenen Erkrankungen (Diabetes mellitus, äußert selten auftretende Karies, Adipositas) und Zuckerzusatz besteht, liegen derzeit nicht vor. Ihr Konsument-Redaktionsteam
  • Zuckergehalt
    von grausenburger am 27.04.2012 um 10:07
    Ich sehe mir die Zusammensetzung des Katzenfutters immer sehr genau an und habe festgestellt dass in sehr vielen Produkten Zucker enthalten ist wohl um sie der Katze schmackhafter zu machen. Der Gesundheit des Stubentigers ist das aber nicht zuträglich. Ich kann in dem Bericht aber nichts von einem Zuckerzusatz finden, verklausuliert unter lösliche Kohlenhydrate ?? Es gibt sehr viele Anbieter hochwertiger Katzennahrung die darauf verzichten. Hochwertiges Futter ist auf den ersten Blick teurer , die Katzen benötigen aber weniger und bleiben dadurch gesünder, also rechnet es sich .
Bild: Das KONSUMENT-Geschenk-Abo