KONSUMENT - Trivago Provisionen statt Bestpreis Irreführung der Kunden

Trivago/Booking.com: Hotelbuchungen

Preislotterie und Provision

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KONSUMENT 7/2018 veröffentlicht: 28.06.2018, aktualisiert: 24.01.2020

Inhalt

Hier zeigen wir wir Unternehmen, die nicht sehr entgegenkommend waren oder nur wenig Kulanz zeigten. - In diesem Fall geht es um unterschiedlichste Preise für dasselbe Hotelzimmer die bei drei Suchanfragen ermittelt worden sind.

Kann man sich noch darauf verlassen, dass man bei Online-Buchungsplattformen beim ersten Mal den besten Preis angeboten bekommt? Nicht zwingend.

Provisionen statt Bestpreis

Beispiel 1: Im Jänner 2020 verurteilte ein australischen Gericht die Hotel-Suchmaschine Trivago. Trivago zeige nicht die günstigsten Hotels an, so berichteten help.orf.at ( Trivago: Provisionen statt Bestpreis ) und www.europakonsument.at ( Trivago wegen Irreführung verurteilt ). Es zeige den Kunden jene bevorzugt an, von denen das Unternehmen die höchsten Provisionen bekomme. Trivago würde Angebote ausgeblenden, die eine bestimmte Umsatzschwelle nicht erreichten, so der Richter in seinem Urteil.

Drei Suchanfragen - drei Preise

Beispiel 2: Ein KONSUMENT-Leser hat uns – mittels Screenshots belegt – seine aufschlussreichen Erfahrungen geschildert. Es handelte sich jeweils um dasselbe Hotel und den gleichen Zimmertyp, die drei Suchanfragen wurden innerhalb eines Zeitraums von nur wenigen Minuten durchgeführt. Über Trivago auf Booking.com weitergeleitet, aber ohne Anmeldung auf Booking.com: 174 Euro pro Nacht. Über Trivago auf Booking.com weitergeleitet, diesmal mit Anmeldung auf Booking.com: 157 Euro pro Nacht. Direkteinstieg über die Booking.com-App mit Anmeldung: 111 Euro pro Nacht!

Zum Vergleich wäre noch der Preis bei Direktbuchung im Hotel interessant gewesen, aber auch ohne diesen erkennt man, wie viel Einsparung ein bisschen mehr Aufwand bei der Suche bringen kann und wie viel die von den diversen Anbietern beworbenen Online-Preisvorteile tatsächlich wert sind.

Mehr Beispiele für negative Erfahrungen von Verbrauchern lesen Sie

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Kommentare

  • booking.com
    von der besserwisser am 29.06.2018 um 22:50
    die lehre aus dieser geschichte: gleich bei booking.com buchen.
    ohne werbung machen zu wollen, kann ich nur sagen, dass ich bis dato - nach ca. 70 gebuchten hotels in den letzten jahren - noch nie mit booking.com schlechte erfahrungen gemacht hätte. im gegenteil, in 2 fällen wurde mir nach einem telefonat mit dem kundenservice geholfen, dass mißstände vor ort sofort bereinigt werden.
    allerdings sollte man immer einen direkten gegenvergleich beim quartier selbst vornehmen. das kann nie schaden. aber in den allermeisten fällen habe ich bei direkten anfragen beim quartier keine preislichen vorteile gefunden. und die stornobedingungen sind bei einer buchung über booking.com jedenfalls besser, als bei direktbuchungen.