KONSUMENT.AT - Apple, Opel, Nintendo etc. - Grafikkartenfehler, gerissene Steuerkette, wiederholter Reparaturfall

Apple, Opel, Nintendo etc.

Keine Kulanz

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KONSUMENT 3/2020 veröffentlicht: 27.02.2020

Inhalt

Hier zeigen wir Unternehmen, die nicht sehr entgegenkommend waren oder nur wenig Kulanz zeigten. - In diesem Fall geht es um wenig kulante Unternehmen wie z.B. Apple, Opel oder Nintendo.

Die oben genannten Unternehmen und die ihnen hier zugeordneten Fälle stehen beispielhaft für jene Erfahrungen, die wir selbst und unsere Leser immer wieder im Alltag machen. Sie sind die Gegenstücke zu jenen positiven Erlebnissen, von denen uns andere Leser laufend berichten. Plus und Minus liegen im Leben wie auch im Geschäftsleben eng beisammen.

Letzteres ist gewissen gesetzlichen Regelungen unterworfen, zu denen die Gewährleistungspflicht gehört. Alles, was darüber hinausgeht, geschieht freiwillig – oder geschieht eben nicht. Kulanz kann man nicht einfordern und auch nicht voraussetzen, aber man darf sich fragen, warum sich die Unternehmen in manchen aus Kundensicht eindeutigen Fällen so dermaßen querlegen.

Bei Apples MacBook Pro eines bestimmten Jahrgangs tritt gehäuft immer der gleiche Grafikkartenfehler auf. Die Internetforen sind voll davon, Computerzeitschriften haben berichtet. Lösung gibt es für die Betroffenen keine. Das Gerät zu reparieren, lohnt sich wirtschaftlich nicht. Im Prinzip sind die teuren Computer nach rund vier Jahren schrottreif. Trotz der sehr eindeutigen Hinweise auf einen Serienfehler schweigt Apple.

Ein Leser besitzt einen etwas mehr als vier Jahre alten Opel Mokka. Nach rund 67.000 Kilometern riss die untere Steuerkette. Die Folge: Motorschaden. Die Steuerkette ist ein Verschleißteil, der laut Hersteller bei 200.000 Kilometern zu tauschen ist. Die Werkstätte bestätigte, dass dies schon das dritte ihnen bekannte Fahrzeug mit diesem Motorenmodell und einer gerissenen Steuerkette sei. Auch hier ist in Internetforen zu lesen, dass sich das Problem bei Weitem nicht auf drei Fahrzeuge beschränkt. Der Konsument musste den Tauschmotor trotzdem vollständig aus eigener Tasche bezahlen, Kostenpunkt 5.600 Euro.

Nintendo Switch ist der Name einer bei der Jugend beliebten Spielkonsole. Ein Leser kaufte diese 2017 für seinen Sohn, der seither aber nur bedingt Freude damit hatte. Zwischen April 2017 und November 2019 musste das Gerät drei Mal zur Reparatur eingeschickt werden. Die auftretenden Fehler wurden weltweit von vielen anderen Nutzern im Internet beschrieben. Nichtsdestotrotz war die letzte Reaktion von Nintendo Österreich ein Kostenvoranschlag in Höhe von 200 Euro. Eine Neuanschaffung würde knapp 300 Euro kosten.

In allen drei Fällen war die gesetzliche Gewährleistungsfrist von zwei Jahren abgelaufen und Kulanz kann man, wie gesagt, nicht grundsätzlich erwarten. Was man aber schon erwarten können sollte, ist, dass Firmen Verantwortung übernehmen, dass sie Fehler eingestehen und dafür geradestehen.

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