BAWAG: Sammelaktion

Unzulässige Verzugszinsen und Mahnspesen

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KONSUMENT 5/2017 veröffentlicht: 03.04.2017

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Die BAWAG-PSK hat bisher bei Zahlungsverzug kräftig abkassiert. Wir haben geklagt.

Mahnkosten von bis zu 55 Euro für ein Mahnschreiben, Verzugszinsen auch dann, wenn den Kunden gar kein Verschulden am Verzug trifft: Die BAWAG P.S.K. kassierte in der Vergangenheit ab, etwa wenn Kunden mit Konsumentenkredit-Verträgen (z.B. Superschnell-Kredit) in Zahlungsverzug gerieten. Zu Unrecht.

Prozess gegen BAWAG

Wir vom VKI führten im Auftrag der Arbeiterkammer Oberösterreich ein Gerichtsverfahren gegen die Bank und bekamen vor dem Oberlandesgericht (OLG) Wien Recht. "Die BAWAG P.S.K. muss unserer Ansicht nach nun bei allen aktiven Verbraucherkrediten, die vom Urteil betroffen sind, die Kontosalden richtig stellen.

Die entsprechenden Kreditnehmer und Girokontenbesitzer haben Anspruch auf eine saldomindernde Kompensation (Gutschrift)", sagt Ulrike Wolf, die Leiterin der Abteilung Sammelklagen im VKI. Eingeschlossen sind auch bereits beendete Kreditverträge oder aufgelöste Girokonten, denen vergleichbare Klauseln zugrunde liegen. Für diese hat die Bank eine Rückzahlung zu leisten.

Kostenlose Sammelaktion

Wir bieten im Auftrag des Sozialministeriums allen betroffenen Verbrauchern die kostenlose Teilnahme an einer Sammelaktion an. Sie soll Kreditnehmern und Girokontoinhabern helfen, unzulässig in Rechnung gestellte Verzugszinsen und Mahnspesen zurückzubekommen.

Informationen dazu finden Sie auf www.verbraucherrecht.at .

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