Gratiskonten: mehr Angebot

Nicht umsonst

Seite 1 von 4

Nächsten Inhalt anzeigen
veröffentlicht: 12.05.2016

Inhalt

Mit dem Umstieg auf ein Online-Konto können Sie viel Geld sparen. Echte Gratiskonten gibt es aber nur bei regelmäßigen Gehalts- oder Pensionseingängen.

Manchmal ist es schon zum Aus-der-Haut-Fahren: Da erhält man mickrigste Habenzinsen für das Geld, das man seiner Bank leiht, und dann werden einem auch noch saftige Gebühren für Kontoführung, Manipulation, Bankomatkarte, Kontoauszüge und was auch immer verrechnet – vieles davon nicht einmal mehr persönlich von Bank-Mitarbeitern, sondern automatisert erledigt (lesen Sie auch Schattenarbeit 1/2016 ).

Gratis Bankkonto nur als Onlinekonto

Abhilfe könnte hier eines der in der Werbung angepriesenen Gratiskonten bieten. In Deutschland sind sie weit verbreitet, in Österreich hingegen finden sich gerade einmal vier Anbieter. Was viele Kontoinhaber aber noch von einem Wechsel abhält, das ist die Tatsache, dass es sich durchwegs um Onlinekonten handelt. Wer sich mit dem Internet nicht auskennt oder aus anderen Gründen seine Bankgeschäfte nicht online abwickeln will, für den sind die Gratiskonten keine Option.

Sicherheit: wenig Grund für Befürchtungen

Zumindest was die Sicherheit betrifft, gibt es aktuell wenig Grund für Befürchtungen: Die Onlinekonten scheinen relativ sicher zu sein, sofern man sich an die allgemeinen Sicherheitsmaßnahmen bei Internettransaktionen hält und Geschäfte mit dubiosen Anbietern meidet. Trotzdem sind die kostenlosen Onlinekonten nicht in jedem Fall und für jeden geeignet.

Easybank, Ing-Diba

Für die Angebote von easybank, bankdirekt.at und Ing-Diba benötigen Sie zum Beispiel regelmäßige Gehalts- oder Pensionseingänge auf Ihrem Konto. Andererseits handelt es sich bei diesen aber auch um die einzigen echten Gratiskonten. Bei der ING-Diba kommen allerdings nur Bestandskunden aktuell in den Genuß des Gratisgirokontos. Darüber hinaus bietet die deutsche DKB-Bank ein Gratis-Onlinekonto in Österreich an. Bei anderen Anbietern sind einige Hürden in Form von Mindestguthaben oder Einschränkungen eingebaut. Nicht zu vergessen ist hierbei die eventuell eigenverantwortliche Versteuerung von Zinserträgen auf den Konten bei ausländischen Instituten.

Regelmäßige Einzahlungen oder Mindest-Kontostand

So ist die kostenlose Kontoführung an einen Gehalts- oder Pensionseingang von 1.000 Euro gebunden oder es muss zusätzlich ein Spar- oder Wertpapierkonto bestehen oder es ist ein durchschnittlicher Kontostand von 2.500 Euro pro Monat einzuhalten, damit die Kontoführungsgebühr entfällt.

Bewertung

Wertung: 4 von 5 Sternen
13 Stimmen
Weiterlesen

Kommentare

  • Easybank
    von Mambesi am 13.06.2016 um 17:36
    Ich nutze seit 3 Jahren das Gratiskonto von Easybank. Bis dato alles bestens und kann ich nur weiterempfehlen. Bin nicht mehr gewillt für Kontoführung, Änderung von Daueraufträgen etc. eine Gebühr zu zahlen. Obwohl sämtliche Transaktion, Änderungen oder Neuanlagen online ausgeführt wurden.
  • ...erster Absatz
    von ling am 13.05.2016 um 17:37
    vieles davon nicht einmal mehr von Bank-Mitarbeitern, sondern . Kommt da noch etwas nach? Ich wüsste gerne wer mir noch etwas verrechnet.
  • Gratis-Konten
    von REDAKTION am 13.05.2016 um 12:50

    Ihr Hinweis auf Direktanlage stimmt, das haben wir geändert. Vielen Dank für Ihren Hinweis. - Zur Zahl der Gratiskonten: Wir haben die 4 österreichischen Anbieter sowie DKB aufgeführt. Der 2. deutsche Anbieter "Number26" ist ein reiner Zahlungsdienstanbieter (vergleichbar eher mit paypal) als ein Bankinstitut und fällt daher für uns nicht unter Girokonto. Einlagen auf den Girokonten werden auch nicht in diesem Institut sondern über die  Wirecard Bank (Angabe des Anbieters auf seiner Homepage) verwaltet. Daher entspricht dieser nicht unseren Kriterien für ein Girokonto.
    An User Ling/erster Absatz: Da war ein eingefügter Link verlorengegangen. Wir haben ihn noch einmal eingefügt.

    Ihr KONSUMENT-Team

  • 6 Anbieter von Gratis Konten
    von innukonsument am 13.05.2016 um 08:02
    Liebe Konsument Redaktion, da haben sich bei der Recherche wohl leider paar Fehler eingeschlichen. So gibt es in Österreich weitaus mehr Anbieter, denn wenn ich mir die Angebote auf http://www.gratis-konto.at/ ansehe, so sehe ich insgesamt 4 österreichische Anbieter und 2 Anbieter aus Deutschland, welche auch in Österreich anbieten - also 6 Angebote für gratis Konten. Wichtig wäre auch noch darauf hinzuweisen, dass es die direktanlage.at nicht mehr gibt. Die wurde doch vor rund einem Jahr in Hello Bank umfirmiert. Was spannend werden könnte ist das Gerücht, dass die ING-DiBa die Easybank übernehmen möchte (Quelle: Wirtschaftsblatt.at, Bankkonditionen.at) Ich selbst nutze seit über 5 Jahren so ein gratis Konto und ich muss gestehen, dass es mir bislang an nichts fehlte.
Bild: Das KONSUMENT-Geschenk-Abo