Gelée Royale

Wundermittel aus dem Bienenstock?

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KONSUMENT 8/2018 veröffentlicht: 26.07.2018

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Gelée Royale werden zahlreiche positive Wirkungen zugeschrieben, wissenschaftliche Beweise dafür fehlen allerdings.

Wir haben uns die unterschiedlichen Inhaltsmengen und Preise folgender Gelée-Royale-Präparate angesehen:

  • Apiserum Classic Trinkampullen mit Gelée Royale 
  • Biobee Boisson Trinkampulle Cellactive Lingzhi 
  • Dr. Wolz Zelloxygen + Gelée Royale
  • Famed Ginseng Royal Jelly Trinkflaschen
  • Gelée Royale & Ginseng Ampullen
  • Ginseng Royal Jelly Trinkampulle 
  • Hoyer Gelée Royale & Blütenpollen & Weizenkeime
  • Liquid Wellness Frauen Power Gelée-Royale 
  • Neuner‘s Immun & Antiox Elixier
  • Peking Royal Jelly
  • Peter‘s Bestes Gelée Royale plus Trinkampullen
  • Vital-Royale-Plus Propolis & Gelée Royale

Gelée Royale ist der weißlich-gelbe, cremige Futtersaft, mit dem die Honigbienen die ­Königinnenlarven aufpäppeln. Was im Bienenstock den Unterschied zwischen Arbeiterinnen und Königin macht, muss, so glauben viele, auch beim Menschen positive Wir­kungen erzeugen. Nicht wenige schwören deshalb auf die Einnahme von Gelée-Royale-Präparaten.

Wo Gelée Royale helfen soll

Diese sollen gegen Müdigkeit und Abgespanntheit helfen, die geistige Leis­tungsfähigkeit steigern und sogar als Anti-Aging-Mittel wirken. Darüber hinaus werden dem Futtersaft aus dem Bienenstock diverse weitere Wirkungen zugesprochen.

So soll er bei Schlafstörungen helfen, das Nervensystem stärken, dabei insbesondere depressive Verstimmungen beseitigen, die Durchblutung fördern und das Herz-Kreislauf-System verbessern, das Verdauungs­system anregen und den Appetit steigern. Fast schon unvermeidlich wird Gelée Royale auch eine immunsystemfördernde Wirkung zugesprochen.

Fehlende Wirksamkeitsbelege

Wer allerdings nach soliden Studien sucht, die die angeblichen gesundheitlichen Vorteile von Gelée Royale bestätigen können, wird enttäuscht. Klinische Studien am ­Menschen gibt es kaum. Die meisten Untersuchungen zur Wirkung von Gelée Royale erfolgten an Tieren und Zellkulturen. Eindeutige Belege zur Wirksamkeit gibt es nicht.

Daraus besteht Gelée Royale

Gelée Royale besteht in der Regel aus viel Wasser (etwa zu zwei Dritteln) sowie Kohlenhydraten, Eiweiß, Fett, Vitaminen, Spurenelementen und Zucker. Darüber hinaus enthält der Futtersaft antioxidative Verbindungen wie Phenole und Flavonoide. Besonders interessant ist die Fettsäure 10-Hydroxy-2-Decensäure. Diese Verbindung wurde bisher ausschließlich in Gelée Royale nachgewiesen.

Präparate: Unterschiedliche Mengen

Der Futtersaft selbst ist in den von uns eingekauften Produkten in sehr unterschiedlicher Menge enthalten. Folgt man den jeweils auf der Ver­packung angegebenen Verzehrempfehlungen, nimmt man zwischen 10 und 1.000 Milli­gramm Gelée Royale zu sich.

In der Tabelle finden Sie:

Marke, Type, Produkte, Dienstleistungen
Apiserum Classic Trinkampullen mit Gelée Royale 12x5 ml 10 mg/5 ml, Liquid Wellness Frauen Power Gelée-Royale 320 ml 500 mg/100 ml, Dr. Wolz Zelloxygen + Gelée Royale 1000mg 14x20 ml 1000 mg/20 ml, Biobee Boisson Trinkampulle Cellactive Lingzhi 20 Stk. 1000 mg/10 ml, Ginseng Royal Jelly Trinkampulle 10 Stk. 500 mg/10 ml, Vital-Royale-Plus 20x10 ml Trinkfläschchen Propolis & Gelée Royale 400 mg/10 ml, Peter's Bestes Gelée Royale plus Trinkampullen alkoholfrei 20x10 ml 400 mg/10 ml, Gelée Royale & Ginseng Ampullen 20 Stk. 500 mg/10 ml, Hoyer Gelée Royale & Blütenpollen & Weizenkeime 10x10 ml 400 mg/10 ml, Famed Ginseng Royal Jelly Trinkflaschen 30 Stk. 200 mg/10 ml, Peking Royal Jelly 10x10 ml 25 mg/10 ml, Neuner's Immun & Antiox Elixier 240 ml 330 mg/10 ml

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Wertung: 2 von 5 Sternen
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Kommentare

  • Null-Information : "keine wissenschaftliche Belege"
    von Dunkelsteinerwald am 12.08.2018 um 11:00
    Die Standard-Nullaussage des Konsumenten "es gibt keine wissenschaftlichen Belege" nervt. Wenn man bedenkt, wie unendlich teuer und langwierig wissenschaftliche Studien zu gesundheitlichen Wirkungen von Produkten sind - wer bitte soll das bezahlen und wozu ? (Nebenbei sei auch angemerkt, wie problematisch wissenschaftliche Studien der Pharmaindustrie sein können ! Vielleicht beschäftigt sich der "Konsument" einmal mit der Problematik von medizinischen Studien : Unterdrückung von unerwünschten Ergebnissen, Schönungen, Fälschungen etc.)

    Dass es keine Studien gibt, sagt rein gar nichts aus : es spricht weder für noch gegen Wirkungen. Warum schreibt der "Konsument" einen Artikel über etwas, zu dem er nichts zu sagen weiß ? Warum besorgt er dabei immer wieder das Geschäft der Pharma-Industrie ?
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