Zucker: Fallen bei Lebensmitteln

Böse Überraschung

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KONSUMENT 6/2018 veröffentlicht: 24.05.2018

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In den meisten Lebensmitteln steckt Zucker und das in zum Teil unglaublichen Mengen. Dabei ist längst klar, dass zu viel Süßes krank macht.

Eine Speisekammer oder ein Vorratskasten ohne mindestens eine Packung Kristall oder Staubzucker? Im Land von Gugelhupf und Kaiserschmarren einfach undenkbar.

Beliebt: Zucker wird nicht nur zum Süßen eingesetzt, sondern er dient auch zum Abrunden des Geschmacks oder zur Konservierung. (Bild: Dean Drobot/shutterstock.com) Wie viel Zucker essen wir?

Auch wenn in Österreich schon einmal mehr Zucker verspeist wurde, nämlich über 40 Kilo Ende der 1990er-Jahre: Rund 33 Kilo Zucker pro Kopf und Jahr sind es noch immer. Im Schnitt schaufeln wir uns täglich 93 Gramm Zucker hinein. Besonders bei Süßigkeiten, Mehlspeisen, Snacks, Knabbereien, vor allem aber bei Limonaden langen wir viel zu oft zu.

Wie wenig sollten wir essen?

Nach den Empfehlungen der WHO, der Weltgesundheitsorganisation, sollten nur 10 Prozent des Gesamtenergiebedarfs aus sogenanntem freien Zucker stammen. Bei einem Erwachsenen sind das pro Tag rund 50 Gramm, was 12 Stück Würfelzucker entspricht. Davon sind wir derzeit Lichtjahre entfernt: Über 80 Prozent der Österreicher legen täglich noch einmal 6 bis 7 Stück Würfelzucker drauf.

Was ist freier Zucker?

Darunter versteht man unter anderem Traubenzucker (Glukose, Dextrose), Fruchtzucker (Fruktose), Haushaltszucker (Saccharose) sowie Malzzucker (Maltose) oder auch Zucker, der in Honig, Sirupen, Fruchtsäften und Fruchtsaftkonzentraten vorkommt. Freie Zucker geben einerseits die Konsumenten selbst in ihre Nahrungsmittel und Getränke, zum Beispiel als Zucker in den Kaffee oder als Honig ins Müsli. Sie kommen aber auch in vielen verarbeiteten Lebensmitteln wie Fertiggerichten oder Limonaden vor. Wer Honig als gesunde Zuckeralternative liebt, muss umdenken. So wie Agavensirup oder Ahornsirup ist auch er ein freier Zucker. Dasselbe gilt für Fruchtsäfte und Fruchtsaftkonzentrate, die gerne einen auf gesund machen und mit „Süße nur aus Früchten“ werben.

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Kommentare

  • Vergleich von Zuckergehalt
    von HS am 04.06.2018 um 22:09
    Ein Vergleich der Menge an Zucker (oder anderer Inhaltsstoffe) sollte auch die Portionsgröße berücksichtigen. Eine Flasche Schweppes trinkt man vielleicht auf einmal, eine halbe Flasche Ketchup oder eine ganze Flasche Sojasauce in einer Mahlzeit wird allerdings nicht nur wegen des Zuckers zu Problemen führen :-)
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