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Medikamente: Rezeptfreie Schnupfenmittel

Verschnaufpause

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Konsument 11/2007 veröffentlicht: 17.10.2007

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Viel trinken und schlafen

Am besten begegnet man einer Erkältung mit viel Flüssigkeit, vorzugsweise Kräuter- oder Früchtetees, ausgiebigem Schlaf und viel frischer Luft. Empfehlenswert ist es dabei, die Räume, in denen man sich aufhält, mehrmals am Tag gründlich (etwa fünf Minuten lang) zu lüften. Wirksame unterstützende Maßnahmen können Dampfbäder und Nasenspülungen mit Salzwasser sein. Eine Inhalation löst festsitzenden Schleim und bringt ihn zum Abfließen.

Ernährung umstellen

Ratsam ist es auf jeden Fall, die Ernährung umzustellen. Anstatt fester und schwerer Kost gehören zum Beispiel scharf gewürzte Suppen auf den Speiseplan. Diese bringen die Schleimhäute zum Abschwellen und beschleunigen den Abtransport des zähen Schleims. Beim Schnäuzen sollte man ausschließlich Papiertaschentücher benutzen und diese nach einmaligem Gebrauch entsorgen.

Immunsystem "arbeiten" lassen

Mit etwas Disziplin lässt sich so eine gefährliche Verschleppung der Erkältung verhindern und der Krankheitsverlauf abmildern. Die Heilung selbst müssen wir schon unserem Immunsystem überlassen, und dies benötigt seine Zeit. Gegen die Viren ist im wahrsten Sinne des Wortes kein Kraut gewachsen. Auch in der Apotheke erhältliche Medikamente können die Symptome nur vorübergehend dämpfen. Dadurch werden unter Umständen die Risiken eines komplizierten Krankheitsverlaufs reduziert. Dass wir uns besser fühlen, obwohl wir noch lange nicht gesund sind, birgt allerdings auch Gefahren. Die rasche Wirkung der Sprays und Tropfen sollte uns auf keinen Fall dazu verleiten, dem Organismus zu früh zu viel zuzumuten.

21 Präparate im Test

Wir haben 18 in österreichischen Apotheken rezeptfrei erhältliche Medikamente bei Schnupfen und 3 Präparate zur Befeuchtung und Pflege der Nasenschleimhaut unter die Lupe genommen. Bei den meisten untersuchten Mitteln handelt es sich um sogenannte Alpha-Sympathomimetika. Diese bewirken ein oberflächliches Abschwellen der Nasenschleimhaut. Als Wirkstoffe sind Oxymetazolin, Tramazolin (nur in Rhinospray mit ätherischen Ölen), Naphazolin (nur in LUUF Naphazolin compositum) und Xylometazolin enthalten. Diese sind in ihrer pharmakologischen Wirkung vergleichbar, es gibt keinen sachlichen Grund, eine der Substanzen vorzuziehen.

Sie führen zu einer Verengung der Blutgefäße in der Nasenschleimhaut. Diese schwellen ab und die Sekretbildung wird reduziert. Nase und Zugänge zu den Nasennebenhöhlen werden wieder frei. Das bewirkt eine Erleichterung der Nasenatmung und einen besseren Schleimabfluss, zudem wird die Vermehrungsrate der Krankheitserreger reduziert. Der Vorteil der Präparate: Sie wirken lokal und werden nur in geringfügigen Mengen ins Blut aufgenommen. Bei Kindern sollten dennoch prinzipiell nur Präparate angewendet werden, die für die entsprechende Alterstufe ausgelobt sind.

Nicht zu lange anwenden

Schleimhautabschwellende Schnupfenmittel sind allerdings nur bei wirklich starken Beschwerden nötig. Solange die Nase läuft und der Abfluss der Sekrete von selbst stattfindet, sind Medikamente nicht erforderlich und nicht empfehlenswert. Für die Anwendung bei stark verstopfter Nase gilt: je kürzer, desto besser und unter strenger Einhaltung der Dosierungsvorschriften. Die Präparate sollten in der Regel maximal drei Mal täglich über einen Zeitraum von allerhöchstens fünf bis sieben Tagen angewendet werden.

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