Allos Amaranth-Butterkeks

Viel Weizen, wenig Amaranth

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veröffentlicht: 17.11.2016

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Was Konsumenten alles versprochen und dann nicht gehalten wird. Diesmal im Lebensmittel-Check: Amaranth-Butterkekse, die großteils aus Weizenvollkornmehl hergestellt sind.

 

Das steht drauf: Allos Amaranth-Butterkeks

Gekauft bei: Basic

Das ist das Problem

Eine Packung Allos Amaranth-Butterkeks. "Mit Amaranth und Honig" steht in großer Schrift auf der Schachtel. Zusätzlich sind ein Fruchtstand Amaranth, eine Honigwabe und ein Röllchen Butter abgebildet. Der Produktname und die Verpackungsaufmachung legen nahe, dass die Kekse in erster Linie aus Amaranth bestehen.

41 % Weizen, 5 % Amaranth

Das stimmt aber nicht. Denn an erster Stelle der umfangreichen Zutatenliste scheint nicht Amaranth auf, sondern Weizenvollkornmehl: Die Kekse setzen sich aus 41 % Weizenvollkornmehl, 14 % Bienenhonig, 14 % Butter, Glukosesirup aus Mais, Weizenstärke, gerade einmal 5 % Amaranthvollkorn (gepoppt, gemahlen) und noch etlichen weiteren Zutaten zusammen.

Nichts für weizenfreie Ernährung

Für Menschen, die sich weizenfrei ernähren wollen oder müssen, sind diese Kekse also nicht geeignet. Schlimm, dass man da erst draufkommt, wenn man die klein gedruckte Zutatenliste auf der Packungsrückseite gelesen hat.     
Rechtlich ist an der Deklaration der Kekse aber nichts auszusetzen.

Extra ausgelobte Zutaten bzw. Zutaten, nach denen das Produkt benannt ist, müssen nach der sogenannten QUID-Regelung (QUID = quantitative ingredients declaration) in der Zutatenliste zusätzlich in Prozent ausgewiesen sein. Diese Vorgabe ist bei Allos Amaranth-Butterkeks erfüllt.

Wir meinen aber: Sind bei einem Produkt bestimmte Zutaten groß angekündigt, dann sollte dieses Produkt auch großteils aus diesen Produkten bestehen. "Weizen-Butterkeks" wäre in diesem Fall wohl eine wesentlich zutreffendere Produktbezeichnung.

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