Barilla i Pesti alla Genovese

Mit Sonnenblumenöl und Cashewkernen

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veröffentlicht: 27.02.2018

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Was Konsumenten alles versprochen und dann nicht gehalten wird. Diesmal im Lebensmittel-Check: ein Pesto alla Genovese von Barilla, das in seiner Zusammensetzung deutlich von klassischem Pesto abweicht.

 

Das steht drauf: Barilla i Pesti alla Genovese

Gekauft bei: in vielen Geschäften erhältlich

Das ist das Problem

Pesto, eine ungekochte, pastöse Würzsauce, ist ideal für ein warmes Essen auf die Schnelle: einfach zu gekochter Pasta dazugeben, mischen und fertig ist das Nudelgericht.
Pesto stammt aus der italienischen Küche. Eine der bekanntesten Sorten ist Pesto alla Genovese (Pesto nach Genueser Art). Laut Originalrezept wird es aus Basilikum, Pinienkernen, Parmesan oder Pecorino, Olivenöl, Knoblauch und Salz hergestellt.

Sonnenblumenöl, Aromen, Zucker, ...

Von Barilla gibt es verschiedene Pesto-Sorten im Glas, so auch Pesto alla Genovese. Ein Kunde, der wusste, wie diese Paste traditionell zubereitet wird, staunte nicht schlecht, als er die umfangreiche kleingedruckte Zutatenliste auf dem Etikett entziffert hatte.

Denn demnach besteht dieses Pesto aus 44,5 % Sonnenblumenöl, 30 % Basilikum, Cashewkernen, 4,5 % Grana Padano g.U. Käse, Molkepulver, Salz, 1,2 % Pecorino Romano g.U. Schafkäse, Zucker, 1 % nativem Olivenöl Extra, Basilikumextrakt, natürlichen Aromen, Knoblauch, Buttermilchpulver und dem Säureregulator Milchsäure. "Seit wann sind in einem Pesto Sonnenblumenöl, Aromen, Zucker, Molke- und Buttermilchpulver und Säureregulatoren drinnen? Das ist doch kein Pesto!", schrieb er uns.

Cashews statt Pinienkernen

Eine lebensmittelrechtliche Definition für Pesto gibt es bislang nicht. Aber dass Sonnenblumenöl das Olivenöl weitgehend ersetzt (das enthaltene 1 % native Olivenöl extra entspricht gerade einmal einem Tropfen) und anstelle von Pinienkerne Cashewkerne verarbeitet sind, erwarten Kunden sicher nicht. Ebenso wenig rechnen sie mit natürlichen Aromen, Buttermilchpulver und Milchsäure als Zutaten.

Unserer Meinung nach sollte auf dem Etikett groß und deutlich darauf hingewiesen werden, dass das Pesto großteils aus Sonnenblumenöl besteht bzw. nicht auf klassische Art hergestellt ist. 

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