KONSUMENT.AT - Billa Waldhonig - Etikett: Ursprungsland nicht angegeben

Billa Waldhonig

Ursprungsland nicht deklariert

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veröffentlicht: 12.03.2020

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Billa Waldhonig wurde früher aus Spanien importiert und in Salzburg in Dosierspender abgefüllt. Jetzt wird der Honig im Glas angeboten und wirbt mit „hergestellt in Österreich“. Das Ursprungsland ist auf dem Glas aber nicht deklariert.

Das steht drauf: Billa Waldhonig

Gekauft bei: Billa

Das war das Problem

Billa Waldhonig wurde früher in einem Dosierspender angeboten. „Abgefüllt in Salzburg, besonders würziger, aromatischer Geschmack …“, stand in großen Lettern auf dem Etikett. Nach dem ersten flüchtigen Blick auf die Vorderseite des Gebindes schien klar: In dieser Flasche steckt österreichischer Waldhonig, der in Salzburg abgefüllt wurde. Der Honig stammte aber nicht aus Österreich, sondern war „eine Mischung von Honig aus EG-Ländern“. So zu lesen im Kleingedruckten auf der Gebinde-Rückseite. Eine reichlich verwirrende Kennzeichnung, meinten wir, als wir 2014 über dieses Produkt berichteten. Rewe kündigte damals auf unsere Kritik hin eine Neugestaltung des Verpackungs-Layouts an.

So wurde das Problem gelöst 

Mittlerweile wird Billa Waldhonig im Glas angeboten. Auf dem Etikett steht „hergestellt in Österreich“. Bei Billa am Geschäftsregal wird der Honig mit rot-weiß-roter Fahne und A+A angepriesen (mit A+A kennzeichnet Rewe Produkte, die aus heimischen Zutaten in Österreich erzeugt werden).

Laut Honigverordnung muss das Ursprungsland des Honigs auch auf dem Produkt deklariert sein. Doch auf dem Etikett von Billa Waldhonig fehlt diese Angabe.

„Auf dem Honigglas findet sich ,hergestellt in Österreich‘ und ,hergestellt von Berglandhonig‘, allerdings kann ich nun nicht erkennen, ob der Honig auch wirklich aus österreichischen Wäldern stammt. Wenn er wirklich aus Österreich stammt, warum ist dies nicht auch so auf dem Glas ersichtlich?“, wollte eine Kundin von uns wissen.

Rewe kündigt deutliche Deklaration an 

Wir baten Rewe um Stellungnahme. Im Zuge der Designumstellung sei es zu einer missverständlichen Herkunftsdeklaration des Honigs gekommen, erklärte das Unternehmen. Der Honig stamme zu 100 Prozent aus Österreich. Man werde dies in Hinkunft unmissverständlich ausloben. Wir bleiben dran.

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