Clever Kartoffelteig

Nicht einmal halb voll

Seite 1 von 2

Nächsten Inhalt anzeigen
veröffentlicht: 05.11.2015

Inhalt

Was Konsumenten alles versprochen und dann nicht gehalten wird. Diesmal im Lebensmittel-Check: eine Packung Clever Kartoffelteig, die nicht einmal halb voll ist.

 

Das steht drauf: Clever Kartoffelteig

Gekauft bei: Billa

Das ist das Problem

Clever Kartoffelteig ist genau genommen (also laut Sachbezeichnung) eine Basis zum Herstellen von Kartoffelteig. Und so wird er zubereitet: ein Ei in einen Messbecher geben, Wasser dazu, beides in eine Schüssel gießen und verquirlen, Beutelinhalt einrühren, einige Zeit stehen lassen, anschließend durchkneten, Knödel mit Obst oder Fleischmasse füllen, kochen – fertig.

Nicht einmal zur Hälfte gefüllt

Die Kartoffelteig-Basis wird in einem Karton verkauft. Er enthält zwei Beutel mit dem Produkt. Wie auf dem Röntgenbild zu sehen, ist der Karton nicht einmal zur Hälfte mit Kartoffelteig-Basis gefüllt. Kurz: In der Schachtel befindet sich mehr Luft als Teigpulver. Das ist bei geschlossener Packung allerdings nicht zu erkennen. Wer eine Packung Clever Kartoffelteig kauft, kommt erst zu Hause nach dem Öffnen des Kartons drauf, wie mickrig der Inhalt bemessen ist.

"Technologische Gründe"

Als Begründung für die übergroße Verpackung werden von Herstellerseite einmal mehr technologische Gründe genannt: Bei der "Luft" im Inneren der einzelnen Beutel handle es sich um eine spezielle Schutzatmosphäre, die für die Qualität und Haltbarkeit des Produktes unerlässlich sei. Innerhalb der Beutel müsse zudem Raum frei gelassen werden, um sie dicht verschweißen zu können. Der Luftraum zwischen den Beuteln und der Faltschachtel sei anlagentechnisch bedingt ...

Wir wissen, dass sich Pulver wesentlich umwelt- und konsumentenfreundlicher verpacken lässt. Denn andere Hersteller schaffen es durchaus, ähnliche Produkte nicht in unnötig großen Verpackungen anzubieten.
 


Lesen Sie außerdem:

Bewertung

Wertung: 4 von 5 Sternen
7 Stimmen
Weiterlesen
Bild: VKI