Teppichservice Cortes: Schadensfall

Warten, warten, warten

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KONSUMENT 3/2016 veröffentlicht: 25.02.2016

Inhalt

Entsetzung bei einer Kundin, als die Teppiche aus der Reparatur zurückkamen. Die Fransen waren einfach durch vorgefertigte Fransenborten ersetzt worden. Mit unserer Hilfe wurde der Schaden von dem Teppichservice behoben. - In der Rubrik "Ein Fall für KONSUMENT" berichten wir über Fälle aus unserer Beratung.

Der Fall wurde für den Konsumenten positiv erledigt

Frau Huber, eine 84-jährige Dame, hatte an Teppichservice Cortes (Wien) drei Teppiche zur Reinigung und Reparatur gegeben; bei zwei davon sollten abgenutzte Fransen erneuert werden. Als sie die Teppiche vier Wochen später zurückbekam, wollte sie zuerst ihren Augen nicht trauen. Gut, ein Teppich war in Ordnung. Aber bei den beiden anderen waren die Fransen nicht – wie in Auftrag gegeben – erneuert, sondern einfach abgeschnitten und durch vorgefertigte, angenähte Fransenborten ersetzt worden. Frau Huber war entsetzt: Diese beiden Teppiche waren ihrer Ansicht nach durch das Wirken der Firma unansehnlich und wertlos geworden.

100 Euro Rechnungsnachlass

Sie beschwerte sich bei den Männern, die die Teppiche gebracht hatten. Doch ihre Beanstandung löste eine heftigere Reaktion aus; Frau Huber fühlte sich eingeschüchtert. Schließlich wurde der Preis für die Reparatur von 1.900 € auf 1.800 € herabgesetzt. Frau Huber bezahlte die Rechnung. Aber sollte sie auf dem Schaden, den Teppichservice Cortes an ihren Teppichen angerichtet hatte, sitzen bleiben?

Keine Reaktion

Frau Huber suchte unser Beratungszentrum auf und bat uns, sie in dieser Angelegenheit zu unterstützen. Wir stellten den Fall in unserem Interventionsschreiben noch einmal dar und ersuchten Teppichservice Cortes um eine kundenfreundliche Lösung, beispielsweise in Form eines finanziellen Ausgleichs des entstandenen Schadens oder der Lieferung zweier neuer Teppiche. Doch Teppichservice Cortes reagierte nicht. Auch das Urgenzschreiben, das wir zwei Wochen später schickten, blieb unbeantwortet.

In letzter Minute

Aber dann wurden die beiden beanstandeten Teppiche von Teppichservice Cortes zwecks Beseitigung der Mängel doch wieder bei Frau Huber abgeholt. Ende gut, alles gut? Als Frau Huber während der folgenden Wochen nichts mehr vom Unternehmen hörte, begann sie wieder daran zu zweifeln. Ein Anruf bei Teppichservice Cortes brachte keine Klarheit. Frau Huber überlegte bereits, einen Rechtsanwalt einzuschalten, als sie ihre Teppiche letztlich doch noch – über ein halbes Jahr, nachdem sie Reparatur und Reinigung in Auftrag gegeben hatte – in einem akzeptablen Zustand wiederbekam.


Die Namen betroffener Konsumenten wurden von der Redaktion geändert. 

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Bild: Das KONSUMENT-Geschenk-Abo