KONSUMENT.AT - Neuerungen im Onlinebanking: FAQ - Zwang zur App und zum Handy

Neuerungen im Onlinebanking: FAQ

Zwang zur App

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KONSUMENT 10/2019 veröffentlicht: 21.08.2019, aktualisiert: 27.09.2019

Inhalt

Neuerungen im Onlinebanking versprechen mehr Sicherheit bei Geldtransfers. So löst eine App z.B. die SMS-TAN ab. Wer kein Smartphone besitzt, wird es künftig allerdings schwer haben.

PSD2: Was sich für Olinebanking-Kunden ändert. (Bild: Paisit Teeraphatsakool/shutterstock.com)

Warum gibt es Änderungen im Onlinebanking?
Hintergrund ist eine neu gefasste EU-Richtlinie (Europäische Zahlungsdienstrichtlinie PSD II bzw. PSD2), die u.a. Sicherheitsoptimierungen beim Onlinebanking verlangt: dahingehend, wie sich Nutzer beim Log- in und bei der Authentifizierung von Auf­trägen ausweisen. Beabsichtigt ist damit also eine Verbesserung der Sicherheit von Zahlungsvorgängen im Internet. Das ist grundsätzlich zu begrüßen.

Wann werden diese Änderungen schlagend?
Die Umstellungsmaßnahmen der Banken sind in vollem Gange, die Übergangsfrist endete am 14. September. Seitdem ge­hören SMS-TAN überwiegend und die TAN-Listen auf Papier vollständig der Vergangenheit an.

Was macht die SMS-TAN so unsicher?
Argumentiert wird damit, dass SMS unverschlüsselt über das Mobilfunknetz gesendet und von Angreifern mithilfe von Schadsoftware abgefangen werden können. Die SMS sind – sofern in den Einstellungen des Smartphones nicht geändert – sogar auf dem Sperrbildschirm offen einsehbar. Auch die mitunter zeitverzögerte Zustellung von SMS kann zu Problemen beim Zahlungs­vorgang führen.

Gibt es eine einheitliche Lösung?
Leider nein. Jede Bankengruppe kocht mehr oder weniger ihr eigenes Süppchen.

Was hat es mit dieser Push-TAN auf sich?
Einzige branchenübergreifende Gemeinsamkeit ist die Einführung der sogenannten Push-TAN; vereinfacht gesagt ist es eine App, die auf Smartphone oder PC installiert werden muss. Das Onlinekonto und die App werden in weiterer Folge gekoppelt. Bei der Beauftragung einer Zahlung erhält der Kunde eine Push-Nachricht an diese App, die ihn auffordert, zu bestätigen, dass die Aktion auch wirklich durchgeführt werden soll.

Wird wirklich alles sicherer?
Die Übertragung erfolgt bei der Push-TAN-App, anders als bei einer SMS, vom Bankrechner bis zur App verschlüsselt – also offenbar tatsächlich sicherer. Die App selbst ist mit Passwort oder auch biometrischem Verfahren (Fingerabdruck, Gesichtserkennung) geschützt. Die Bequemlichkeit wird ebenfalls erhöht: Nutzer müssen keinen per SMS zugeschickten Code in das Onlinebanking-Portal übertragen. Ein Klick genügt. Darin liegt unseres Erachtens aber auch eine Gefahr.

Bernd Lausecker (Bild: A. Thörisch/VKI)

"Es ist ärgerlich, dass jede Bankengruppe ihr eigenes Süppchen kocht. Berichten Sie uns Ihre Erfahrungen, wir werden das Thema weiter verfolgen."

In der Tabelle finden Sie:

Marke, Type, Produkte, Dienstleistungen
Bank Austria, Bawag, Hypo NÖ, Raiffeisen/RLB NÖ-Wien, Sparkasse/Erste Bank

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Kommentare

  • Ecard ohne Bürgerkartenfunktion
    von iq66 am 12.11.2019 um 22:03
    Den Eintrag "
    kein Gerücht: neue e-card ohne Bürgerkartenfunktion
    von Computerdoktor am 05.09.2019 um 11:41" kann ich nur leidvoll bestätigen. Die neue G5 ecard hat keine Bürgerkartenfunktion mehr. Wurde mir auch heute von eSV bestätigt. Führt aber zwangsläufug dazu, dass man für eine Bürgerkarte, die aus meiner Sicht noch immer die sicherste Variante der digitalen Signatur ist zum Monopolisten a-trust muss. Ich kläre gerade, ob sie ein Modell haben bei aktiver Handysignatur auf die Kosten für die Zertifikatserstellung zu verzichten. In jedem Fall nicht sehr konsumentenfreundlich, vom Hauptverband und a-trust.
  • easy bank - kaum änderungen
    von joka am 18.10.2019 um 10:50
    SMS-Tan nach wie vor im Enisatz (bin fro drum) möglicher Mißbrauch durch theoretische Unsicherheit nicht wirklich nachvollziehbar da SMS-an nur für eine bestimme Überweisung vorgesehen.
    Alle 90 Tage für Login nun SMS Tan notwendig, das ist einzige Änderung.
    ich glaube, Banken wollen bequeme SMS Tan ersetzen weil es Ihnen unterm Strich mehr Geld kostet und sie zusätzloch noch eine eigene App mit Werbung bespielen können.
    Rate sowieso davon ab alles auf einem Gerät zu machen, sprich Überweisungen mit App am Handy. Lieber SMS Tan und Überweisung am PC. 2 Faktor, 2 Geräte
  • Online-Banking
    von Gottfried Ofner am 10.10.2019 um 09:15
    Ich bin 87, habe daher Probleme mit dem Smartphone Überweisungen durchzuführen. Aber ich habe auch einen PC und kann nun auch ohne
    Smartphone Überweisungen erledigen. Bin Raika-Kunde.
    Gottfried Ofner
  • GEORG der ERSTEN-Bank von Hueher am 23.09.2019 um 21:52
    von space2space am 24.09.2019 um 10:19
    Ich bin auch gezwungen GEORG zu verwenden. Die Ausführungen von Hueher sind allesamt zutreffend!
  • GEORG der ERSTEN-Bank
    von Hueher am 23.09.2019 um 21:52
    Dieses Georg ist ein wahrer Blödsinn geworden, vorher hatte ich problemlos den ganz normalen Zugang, abgesichert, zum Internetbanking der ErstenBank. Jetzt ist es unüberschaubar geworden und mit 2 Apps, eine von Georg und eine vom ID.......und Georg ist sowieso eine Zumutung, weil Werbung dabei ist! Vorher konnte ich mit einem Blick der Übersicht alles sofort sehen, jetzt muss ich mich durch Seiten scrollen.........
    Ich mache keine Überweisungen, ich benutze den Online Zugang nur um zu Kontrollieren und das ist Shit geworden. Die Einzigen die diesen Unfug loben sind die Banker sonst nieman. Leider gibt es keine anderen Alternativen mehr, der freundliche Bankmitarbeiter ist ausgestorben !!