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Toilettenpapier: feuchte Hygienetücher

Für den Popo

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KONSUMENT 2/2020 veröffentlicht: 30.01.2020

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Wie schaut die Situation in Österreich aus?

In der Bundeshauptstadt habe man die Situation weitestgehend im Griff, heißt es auf Anfrage bei Wien Kanal. Aber natürlich hätte man nichts dagegen, wenn die Konsumenten weniger solche Tücher im Klo entsorgen würden. Andere Kanalbetreiber sind weitaus weniger gelassen. Von jährlichen Schäden in Millionenhöhe wegen verstopfter Leitungen, Pumpen und Kläranlagen ist aus der Branche zu hören. Bezahlt wird das freilich von uns allen, über höhere Kanalgebühren.

Nicht zu empfehlen

Das Allerbeste wäre ohnedies, feuchtes Toilettenpapier nicht zu verwenden. Abgesehen von der Müllproblematik sind sie auch aus gesundheitlicher Sicht nicht zu empfehlen. Konservierungsstoffe sind immer enthalten und sehr häufig auch unnötige Duftstoffe. Bisweilen noch andere bedenkliche Stoffe.

Alternativen

In solch intimen, sehr empfindlichen Sphären mit Chemie zu hantieren, das ist keine allzu nachhaltige Entscheidung. Wer nach Alternativen sucht: Wasser ist eine gute Möglichkeit, sich im Pobereich zu säubern. Auf dem guten alten Bidet beispielsweise. Oder man leistet sich ein „Hightech“-Sprüh-WC. Die Variante fürs kleinere Budget wäre ein Hand-Bidet, wie man es millionenfach z.B. in Asien vorfindet.

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Kommentare

  • @fabianschmied
    von REDAKTION am 12.03.2020 um 13:39
    Wir sind in unseren Empfehlungen im Artikel durchaus konkret. Nochmals zusammengefasst: Aus gesundheitlicher Sicht sind Feuchttücher per se keine empfehlenswerten Produkte, „Sensitive“-Versprechungen hin oder her – zumindest Konservierungsstoffe sind immer enthalten. Wer dennoch nicht auf feuchtes Toilettenpapier verzichten will, der möge die Tücher nicht hinunterspülen, sondern in einem kleinen Mülleimer, den man im WC aufstellt, entsorgen. Diese Empfehlungen gelten von Bregenz bis nach Eisenstadt.
    Ihr KONSUMENT-Team
  • Differenziertere Betrachtung
    von fabianschmied am 11.03.2020 um 13:42
    Ich finde es schade, dass Artikel über dieses Thema leider oft sehr allgemein gehalten sind und nicht oder nur wenig auf konkrete Produkte und Gegebenheiten eingehen.

    Wenn ich z.B. das "dm Sanft & Sicher - Feuchtes Toilettenpapier Classic" betrachte, steht da (abgesehen vom Text "Empfehlung: maximal zwei Tücher pro Spülgang"): "biologisch abbaubar", und hinten: "[...] das Tuch löst sich, im Wasser, sehr gut in seine (Faser-)Bestandteile auf. [...] besteht aus natürlichen Fasern und kann über die Toilette entsorgt werden [...] Biologisch abbaubar, ohne chemische Binder, ohne Kunststoffanteile".

    Das heißt das Argument, dass die Feuchttücher oft aus Kunststoff bestehen, ist hier wohl nicht relevant. Sie schreiben außerdem: "Aber auch jene Varianten, die aus „Naturfasern“ bestehen, brauchen dafür bisweilen zu lange."

    Was heißt "bisweilen" und "zu lange"? Ist das bei dem konkreten Produkt, entsorgt über die Wiener Kanalisation, ein Problem?

    Dass in London Fatbergs entstehen und die Tücher die Themse und das Meer verschmutzen ist eine schlimme Sache, aber ist das auch bei uns und mit einem entsprechenden Produkt ein tatsächliches Problem?