Tablets

Die Schmalspur-Computer

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KONSUMENT 12/2011 veröffentlicht: 15.11.2011

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Tablets sind kleiner als ein Notebook, können aber mehr als ein Smartphone. Zwei Betriebssysteme beherrschen das Testfeld.

Apple gegen Samsung – das ist Brutalität. Der kürzlich verstorbene Apple-Gründer Steve Jobs hielt das Samsung-Betriebssystem Android für eine schlechte Kopie "seines" iOS. Apple bemüht nun sogar das Gericht. So darf das neue Samsung Galaxy Tab 10.1 in Deutschland nicht verkauft werden. Zumindest in unserem Test, der gemeinsam mit der Stiftung Warentest durchgeführt wurde, hat Samsung jedoch die Nase vorn, allerdings nur sehr knapp.

Smartphones großer Bruder

Tablets sind flach und leicht. Bedient werden sie mit den Fingern auf dem berührungsempfindlichen Bildschirm. Ihre vorrangigen Einsatzbereiche: surfen im Internet, Touchscreen-taugliche Spiele, Filme oder Fotos anschauen, Musik hören oder per Video telefonieren. Was mit herkömmlichen Computern möglich ist, also Dateneingabe und -verarbeitung, bieten sie nicht oder nur ansatzweise.

Zwar haben alle Testkandidaten virtuelle Tastaturen, die auf dem Bildschirm erscheinen. Doch lassen sich damit bestenfalls kürzere E-Mails verfassen, für längere Texte sind sie nicht praktikabel. Da müsste man erst recht wieder eine "echte" externe Tastatur anschließen. Dies ist per Bluetooth oder USBKabel prinzipiell möglich. Zum Asus-Gerät kann man sogar eine Dockingstation samt Tastatur kaufen. Ein vollwertiges Notebook (Asus-Werbung) wird daraus aber trotzdem nicht.

Als E-Book-Reader eher ungeeignet

Ungeachtet der beschränkten Verwendungsmöglichkeiten wittern sowohl Anbieter von mobilen Datendiensten als auch Gerätehersteller hier große Marktchancen. Immerhin gaben bei einer Umfrage im Auftrag von A1 mehr als die Hälfte der befragten Österreicherinnen und Österreicher an, sich für ein Tablet zu interessieren. Ein Zaubertaferl, das man mit dem bloßen Finger steuert, macht sicher allerorts Furore.

Warnen müssen wir aber davor, sich ein Tablet zuzulegen, wenn man E-Books (elektronische Bücher) lesen will. Dafür eignen sich Tablets nicht besonders, weil die von hinten beleuchteten Displays bei längerem Lesen die Augen anstrengen und bei hellem Umgebungslicht zu wenig Kontrast bieten.

In der Tabelle finden Sie:

Marke, Type, Produkte, Dienstleistungen
Samsung Galaxy Tab 10.1, Apple iPad 2 64 GB 3G, Motorola Xoom 3G, Asus EeePad Transformer TF101 32 GB, LG V900 Optimus Pad, Toshiba AT100-100, Acer Iconia Tab A500 32 GB, Sony Tablet S 16 GB, Fujitsu Stylistic Q550 62 GB 3G, Lenovo ThinkPad Tablet 64 GB 3G, MSI WindPad 110W-232G, HTC Flyer 32 GB 3G, Blackberry Playbook 64 GB, Dell Streak 7 3G

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Bewertung

Wertung: 3 von 5 Sternen
62 Stimmen

Kommentare

  • falsche Info/CPU/was fehlt
    von REDAKTION am 06.12.2011 um 15:44

    Falsche Information: Im Text steht es genauer: "Dafür bietet Apple deutlich mehr für Tablets optimierte Anwendungen ("Apps" ) als Android. Dort ist man dafür toleranter und lässt Software aus beliebigen Quellen zu". Verwendet werden können also auf dem iPad nur von Apple zertifizierte Apps – was auch eine gewisse Sicherheit bietet.
    CPU vergleichen: KONSUMENT ist ein Verbrauchermagazin und richtet sich bei seinen Tests nach den Bedürfnissen von Konsumenten (oft ohne besonderen technischen Hintergrund). Daher steht auch der Nutzen für den Anwender im Vordergrund und nicht – oft abstrakte – technische Meßwerte.
    Was mir zu diesem Beitrag fehlt: Im Artikel weisen wir mehrmals auf die Synchronisation mit einem PC hin. Auch die meisten anderen Tablets sind ohne PC nur eingeschränkt verwendbar. iTunes ist sowohl für Windows-Rechner als auch für Macs kostenlos verfügbar.

    Ihr KONSUMENT-Team

  • Falsche Information
    von bergi am 03.12.2011 um 14:13
    Ihre Aussage "viele Apps, aber nur von Apple" beim iPad ist definitiv falsch. Gerade für iOS (das Betriebssystem für iPad/iPhone/iPod) gibt es viele Apps von diversen Herstellern. Oder wie soll sonst z.B. die ÖBB-App "Scotty" auf das iPhone kommen? Apple wird diese wohl nicht selbst programmiert haben.
  • CPU
    von bud4ever am 03.12.2011 um 10:32
    Warum wurden in dem Test nicht die verwendeten CPUs verglichen???
  • Was mir bei diesem Beitrag fehlt
    von dorschulze am 30.11.2011 um 14:30
    ist der Hinweis, dass zumindest beim iPAD (also iOS Betriebssystem) ein "echter" PC (mit Programm iTUNES) nötig ist, um das Ding zu initialisieren und nutzen zu können. Wieweit das durch die Möglichkeiten der "Cloud" (ab iOS 5) überholt ist habe ich nicht versucht. Denn ich möchte meine Daten nicht einer undurchschaubaren "Wolke" überantworten. H. Schulze
  • Tablets-toll, aber-was fehlt?
    von mkudrna am 30.11.2011 um 00:40
    Eine Lanze für die Tablets: kein Netbook ist so leicht auf Reisen mitzunehmen (die wiegen meist 1,1-1,3kg) kein Netbook läuft so lange wie die meistens Pads(meist nur halb so lang) Tablets starten das Betriebssystem flott und laufen lange im Standby auch echte Software startet flott im Vergleich zu Windows. Toll auch,dass Apps oft bei gleicher Funktionalität deutlich günstiger sind-z.b. Documents to go nur 10,- Öde ist (bei meinen Sony 3G Tablet),dass sogar selbstverständliche Software wie ein Dateimanager extra heruntergeladen werden muss. Michael Kudrna, Lehrer,Schulbuchautor,Generation 60 plus
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