In-Ear-Kopfhörer

Maßanzug für die Ohren

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KONSUMENT 3/2016 veröffentlicht: 25.02.2016

Inhalt

Maßgeschneiderte Kopfhörer bei normalen Konsumenten auf dem Vormarsch

Was bisher Fernsehmoderatoren und Profimusikern vorbehalten war, findet seinen Weg in die Gehörgänge normaler Konsumenten: maßgeschneiderte Kopfhörer. Und zwar in Form der „In-Ohr-Modelle“ (engl. „in ear“), also der kleinen Stöpsel, die man sich ins Ohr steckt. Leider verabschieden sich diese aber gerne, sobald man sich schnell bewegt. Oder sie beginnen nach einiger Zeit unerträglich zu drücken.

Beide Probleme kann man mit individuell geformten Ohrpassstücken, sogenannten Otoplastiken, vergessen, versichern deren Anbieter. Dabei wird ein Abdruck des Gehörganges genommen, auf dieser Basis ein Stöpsel aus weichem Silikon produziert und mit dem Ohrhörer, den der Kunde mitgebracht hat, fix verbunden. Die meisten In-Ohr-Hörer kommen dafür infrage.

Hörgeräteakustiker nimmt einen Gehörgangabdruck

Nach Untersuchung des Ohres spritzt der Hörgeräteakustiker eine schnell aushärtende Masse in den Gehörgang. Die so entstandene Form wandert – zusammen mit den Kopfhörern – ins Werk, wo mittels automatisierter wie auch händischer Fertigung die Otoplastik hergestellt wird. Wenn es sein soll sogar in der Wunschfarbe. Eine echte klangliche Verbesserung ist davon eher nicht zu erhoffen, aber die Stöpsel sollten fortan selbst beim Sport fest und ohne zu drücken sitzen.

Und die Kosten?

Für die von uns kontaktierten Unternehmen konnten wir einen durchschnittlichen Mindestpreis von 170 Euro pro Ohrhörer-Paar ermitteln. Die obere Grenze für ein Profi- Komplettsystem (In-Ear-Monitoring) dürfte bei rund 2.000 Euro liegen. Es wurden Lieferzeiten zwischen 2 Tagen und 12 Wochen angegeben. Die Zahl der Anbieter ist noch überschaubar.

Von allen angeschriebenen Hörgeräteakustikern der Landeshauptstädte (Verzeichnis der WKO) antworteten positiv:

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