Mit Facebook angemeldet

App-Verknüpfung löschen

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KONSUMENT 1/2018 veröffentlicht: 21.12.2017

Inhalt

KONSUMENT-Computertipps: Wir zeigen, wie Sie Umwege vermeiden, Probleme lösen und informieren über nützliche Alternativen. – Diesmal: So entfernen Sie Verknüpfungen zu Facebook und Google.

Immer öfter findet man in Apps oder auf Internetseiten, deren Verwendung ein Benutzerkonto voraussetzt, die Option der Anmeldung über ein vorhandenes Facebookoder Google-Konto. Urlaubsportale wie Expedia oder Booking.com sind nur zwei Beispiele dafür.

Aus Datenschutzgründen nicht zu empfehlen

Das ist praktisch, weil Sie kein neues Konto anlegen müssen, aus Datenschutzgründen aber nicht zu empfehlen. Zum einen erhalten Facebook und Google noch mehr Informationen über Ihre Aktivitäten, zum anderen gewähren Sie dem Drittanbieter Zugriff auf Ihre Kontodaten. Damit gehen Ihre persönlichen Informationen durch noch mehr Hände und Sie verlieren wieder ein Stück mehr an Kontrolle.

Verknüpfungen löschen

Sowohl Facebook als auch Google ermöglichen aber das Löschen dieser Verknüpfungen. Klicken Sie in der Desktop-Version von Facebook, also auf Ihrem PC, auf das Ausklappmenü in der oberen Funktionsleiste. Es handelt sich um den kleinen nach unten weisenden Pfeil ganz rechts. Wählen Sie dann >>Einstellungen<<. In der linken vertikalen Leiste klicken Sie nun auf >>Apps<<. Unter „Mit Facebook angemeldet“ finden Sie eine Liste mit allen Apps bzw. Diensten, die mit Ihrem Facebook-Konto verknüpft sind. Fahren Sie mit dem Mauszeiger über die App, die Sie entfernen möchten. Der Eintrag wird dunkel unterlegt, rechts neben dem App-Icon erscheinen ein Stift (für >>Bearbeiten<<) und ein X zum Löschen der App. Klicken Sie auf das X, um die Verknüpfung aufzuheben.

Am Google-Konto anmelden

Im Fall von Google melden Sie sich in Ihrem Google-Konto an und klicken auf >>Mein Konto/Anmeldung & Sicherheit/Apps mit Kontozugriff<<. Nach Klick auf >>Apps verwalten<< können Sie auch hier nicht mehr erwünschte Verknüpfungen zu Drittanbietern entfernen.

Bewertung

Wertung: 2 von 5 Sternen
5 Stimmen

Kommentare

  • "Mich stört es nicht"
    von ling am 01.10.2018 um 07:34
    @sixela: Sie sind wahrscheinlich der (oder die) klassische Kunde oder Kundin von Unternehmen wie Google, Facebook & Co. Unkritisch, mit der Einstellung "mich stört das nicht" lebend, wahrscheinlich auf jeden Link klickend und das Smartphone voller Apps, denn diese erleichtern einem ja das Leben ungemein. Wahrscheinlich auch noch ein paar Exemplare von Alexa im Haushalt, denn die Betätigung von diversen Reglern, die Benutzung der Fernbedienung, etc ist ja ein Mordsaufwand, sodass man dafür unbedingt Assistenten braucht. Den WC-Gang erledigen Sie schon noch selbst - oder?

    Ob es Sie stört oder nicht interessiert hier nachrangig. Haben Sie schon einmal überlegt warum Google, Facebook & Co binnen relativ kurzer Zeit sich zu so umsatzgewaltigen Unternehmen entwickelt haben, ohne jedoch in irgendeiner Weise produktiv zu sein? Was verkauft Google, was Facebook? Informationen aus von Ihnen und Milliarden anderer "mich stört das nicht"-Anwender. Und das nur, weil sich - bis auf die wenigen von Ihnen als "Panikmacher" bezeichneten Datenschützer - niemand dafür interessiert, was sich hinter den Kulissen abspielt.

    Werbung - sei es über Internet, TV oder nur auf Plakaten - interessiert mich nicht. Was jedoch einen gewichtigen Stellenwert hat, ist die gezielte Manipulation (die Redaktion erwähnte es bereits) von oben erwähnten Unternehmen (sei es über die Reihung von Suchergebnissen, oder im Falle von Facebook einfach durch Unterdrückung von Informationen, Löschung von Postings, etc). Wenn sich diese Vorgangsweise bis zu möglichen Wahlmanipulationen hin entwickelt, dann kann man eine Warnung von professionellen Datenschützern nicht (mehr) als Panikmache bezeichnen.

    Natürlich wird niemand von diesen Unternehmen vor Ihrer Haustür erscheinen und Sie zu etwas nötigen, doch wenn Ihre gesammelten Nutzerdaten erfolgreich aufbereitet, verkauft und ein Anbieter dadurch seinen Umsatz erhöht, dann hat sich das Modell bereits gerechnet. Wie man an den fetten Gewinnen dieser Unternehmen sehen kann - geschieht dies offensichtlich mit großem Erfolg.

    Melden Sie sich also weiterhin über Facebook an, belassen Sie Ihre Anmeldedaten im Browser (damit Sie immer automatisch angemeldet werden und sich die ach so lästige Tipparbeit ersparen), laden Sie weiterhin viele Apps auf Ihr smartes Gerät, damit diese Vollzugriff darauf haben und Google & Co mit Informationen beliefern können, schreiben Sie weiter Mails mit GMail, damit Google und alle anderen Interessenten zukünftig ja nicht am Hungertuch nagen müssen.

    Und sollte doch einmal etwas mit Ihren Daten passieren - sagen Sie dann nicht Sie hätten nichts gewusst...

    Oder stört Sie das auch nicht?
  • Aw: Warum eigentlich?
    von REDAKTION am 24.01.2018 um 07:22
    Datenschutz hat mehrere Dimensionen. Zum einen regelt der Gesetzgeber im Datenschutzgesetz (und demnächst in der noch strengeren europaweiten Datenschutz-Grundverordnung), welche Daten erhoben werden dürfen, wie lange sie gespeichert werden dürfen und in welcher Form sie von Unternehmen oder Behörden ausgewertet und genutzt werden dürfen. Diese Regelungen sind in Europa wesentlich strenger als z.B. in den USA. Dann gibt es Menschen und Institutionen, die jetzt schon ein kritisches Auge darauf werfen, wo und von wem welche unserer persönlichen Daten an Dritte weitergegeben werden und was damit geschieht. Diese Informationen werden an die Öffentlichkeit gebracht. Und dann gibt es jeden Einzelnen von uns, der diese Informationen für sich nutzen kann oder auch nicht und der dafür verantwortlich ist, welche persönlichen Daten er oder sie freiwillig an wen weitergibt (auf die Daten, die wir z.B. durch die Nutzung unserer Smartphones zusätzlich unfreiwillig weitergeben, haben wir ohnehin praktisch keinen Einfluss). Es geht nicht darum, in Panik zu geraten oder diese zu verbreiten. Aber: Wir möchten darauf hinweisen, dass die Anmeldung auf Expedia und Co via Facebook-Account ein weiterer Puzzlestein ist, der es Dritten ermöglicht, unsere ohnehin schon vorhandenen Persönlichkeitsprofile weiter zu ergänzen und zu verfeinern. Facebook selbst ist ein eifriger Datensammler, aber im Hintergrund agieren Unternehmen, die darauf spezialisiert sind, diese Daten aufzubereiten und zu verkaufen (siehe auch KONSUMENT 2/2018). Niemand greift direkt in unser Privatleben ein. Aber die von uns erstellten Persönlichkeitsprofile sind dafür verantwortlich, welche auf uns als Person abgestimmte Werbung wir im Internet zu sehen bekommen (orientiert an: Geschlecht, Alter, Stadt- oder Landbewohner, mit oder ohne Kinder, persönlichen Interessen, Facebook-Freundeskreis, allfälligen gesundheitliche Probleme, sexueller Orientierung). Und mehr noch: Sie beeinflussen z.B. in Wahlkampfzeiten, welche Facebook-Postings wir überhaupt zu Gesicht bekommen, weil aus dem, was wir posten, liken oder googeln oder daraus, mit wem wir befreundet sind, auch unsere politische Ausrichtung abgelesen werden kann. Unter Berücksichtung all dieser Aspekte halten wir es für sinnvoller, den Facebook-Account nicht mit anderen Webseiten zu verknüpfen. Wie gesagt, es handelt sich um einen weiteren Puzzlestein. Ihr KONSUMENT-Team
  • Warum eigentlich?
    von sixela am 23.01.2018 um 23:43
    Warum ist aus "Datenschutzgründen" nicht empfehlenswert, sich über Facebook anzumelden? Was stört es mich, wenn das Unternehmen mein Einkaufsverhalten studieren kann? Es ist völlig egal, ich mache das schon seit Jahren so, und habe noch kein einziges Eindringen in mein Privatleben gemerkt. Die Datenschutzpanik der professionellen Datenschützer wird immer lächerlicher.
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