Picasa: Abschied von der Fotosoftware

Keine Weiterentwicklung

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KONSUMENT 4/2016 veröffentlicht: 14.03.2016

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Google entwickelt die kostenlose Fotoverwaltungssoftware nicht mehr weiter.

Google Picasa

Innerhalb von rund 10 Jahren hat sich das von Google kostenlos bereitgestellte Picasa als beliebte Software zur Fotobearbeitung und -verwaltung auf Windows- und Mac-Computern etabliert. Wer will, kann zusätzlich die Picasa Web-Alben zur Onlinespeicherung und -präsentation der Bilder nutzen. Eigentlich muss man sagen: konnte. Während die Web-Alben in Form des neuen Service Google Photos  weiterbestehen, wo es auch Bearbeitungsmöglichkeiten gibt, wird die ohnehin schon in die Jahre gekommene Picasa-Version 3.9 ab sofort nicht mehr mit Updates versorgt. Das führt zwangsläufig zu einem schleichenden Ende, denn eines Tages wird die Software unter den dann aktuellen Betriebssystemen nicht mehr funktionieren.

Individuelle Alben gehen verloren

Leider hat die Sache weiter reichende Konsequenzen für alle, die bei der Verwaltung ihrer Fotos auf Picasa gesetzt haben. Während man davon ausgehen kann, dass die herkömmliche Verschlagwortung, aber auch Personen- und Geomarkierungen (Tags), die in den Metadaten der Bilddateien gespeichert sind, auch von anderen Programmen gelesen werden können, sind über Picasa individuell zusammengestellte Alben (nicht zu verwechseln mit Ordnern!) und damit vergebene Bildbeschreibungen nicht kompatibel. Das gilt leider auch für Google Photos, das jetzt in Verbindung mit Smartphone-Apps für Android und iOS bzw. einem reinen Uploader für PC und Mac genutzt werden kann. Wer auf die volle Auflösung seiner Bilder verzichtet, bekommmt den Speicherplatz gratis; andernfalls muss man für alles, was über 15 Gigabyte hinausgeht, bezahlen.

Stabile Version unter Windows 10

Aber auch wenn man den Onlinedienst nicht verwendet und auf die lokale Speicherung setzt, bleibt einem nichts anderes übrig, als früher oder später bereits erledigte Sortierarbeiten nochmals zu tätigen. Immerhin, die Zeit drängt noch nicht allzu sehr, denn Picasa läuft selbst unter Windows 10 stabil. Trotzdem sollte man rechtzeitig beginnen und überlegen, wie man die Fotos in Zukunft verwaltet. IrfanView (gratis) und Photoshop Element (rund 75 Euro) sind mögliche Alternativen


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