KONSUMENT.AT - Smart Home: Entwicklung durch die Hintertür - Sich der möglichen Gefahren bewusst sein

Smart Home: Entwicklung durch die Hintertür

Kommentar von Gernot Schönfeldinger

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KONSUMENT 12/2019 veröffentlicht: 21.11.2019

Inhalt

Nervt Sie das Thema Smart Home? Sind Sie der Meinung, damit ohnehin nicht konfrontiert zu sein, weil Ihnen so etwas keinesfalls ins Haus kommt? Das Problem ist nur, dass sich manche Dinge hinterrücks einschleichen.

So wie unsere Handys zu Smartphones wurden, so wurden beispielsweise unsere TV-Geräte zu Smart- TVs. Zwar gibt es weiterhin hier wie dort konsequente Verweigerer, doch die Front der Ablehnung ist gesamt gesehen nicht wirklich breit. Die Annehmlichkeiten, welche die Anbindung ans Internet bietet, sind viel zu überzeugend. So überzeugend, dass man dazu neigt, gewisse Aspekte auszublenden. 

Nachdenkprozess

Dann braucht es Erlebnisse wie das Folgende, um den Nachdenkprozess (wieder) in Gang zu setzen: Der nicht gerade unbedeutende südkoreanische Hersteller Samsung hat im vergangenen Sommer seine Kunden in den USA aufgefordert, auf ihren TV-Geräten regelmäßig einen manuellen Virenscan durchzuführen. Dies sorgte für einigen Wirbel, sodass Samsung die Meldung letztlich aus seinen eigenen Infokanälen entfernte. Was bleibt, sind unbeantwortete Fragen: Gab es einen konkreten Anlass für diese Aufforderung? Und warum führen die Geräte den Scan nicht automatisch durch? 

Beliebte Ziele für Programmierer von Schadsoftware

Tatsache ist, dass Smart-TVs mittlerweile beliebte Ziele für die Programmierer von Schadsoftware und andere Angreifer aus dem Internet sind. Die TV-Geräte (und speziell jene mit Android-Betriebssystem) sind so gesehen quasi die neuen PCs. Allerdings steht das Thema Virenschutz hier erst am Anfang. Einschlägige Apps sind bisher dünn gesät. Man ist – so vorhanden – auf die integrierten Lösungen der Hersteller angewiesen.

Was tun?

1. Sich der möglichen Gefahren bewusst sein.
2. Das Gerät bei Nichtnutzung des Internets offline schalten.
3. Die Möglichkeiten, die es bisher gibt, auf jeden Fall nutzen.
4. Sich im Klaren sein, dass man am Thema Smart Home kaum vorbeikommt.

VKI-Experte Gernot Schönfeldinger

„Manche Entwicklungen schleichen sich unbemerkt durch die Hintertür ein, dessen sollten wir uns bewusst sein“

 

 

 


Dieses und viele weitere Themen finden Sie auch in meinem Technik-Blog unter: VKI-Blog: Technik-Spielplatz

 

 

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