Magnetpedale fürs Mountainbike

Praxisbericht über Magped

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KONSUMENT 7/2018 veröffentlicht: 29.05.2018

Inhalt

Ein Tiroler Start-up bringt Magnetpedale fürs Mountainbike auf den Markt. Wir haben die Magpeds auf ihre Praxistauglichkeit getestet.

SPD  („Shimano Pedaling Dynamics“) ist das Klickpedalsystem vom Hersteller Shimano. Mittels „Klicks“ lassen sich die speziellen Fahrrad-Schuhe mit den Pedalen verbinden. Mountainbiken ohne SPD-Klickpedal ist nur die halbe Gaudi.

Herausforderung der Stabilität und Sicherheit

Einerseits kommt man beim Bergaufradln nicht so recht voran und ermüdet rasch (es fehlt die Möglichkeit zu „ziehen“) und andererseits mangelt es beim Runterfahren an Stabilität und Sicherheit. Doch fallen Stürze bisweilen umso heftiger aus, wenn man wegen der Klicks nicht von den Pedalen kommt.

Alternative: magnetische Pedale

Eine probate Zwischenlösung versprechen die Tiroler Erfinder des magnetischen Pedals Magped. Das weckte unsere Aufmerksamkeit und wir haben uns das Pedal genauer angeschaut. Gleich vorweg: Wer das SPD-System gewohnt ist, benötigt einige Ausfahrten, um sich auf die Magnetpedale einzulassen. Doch nach dieser Eingewöhnungsphase überwiegen die positiven Eigenschaften.

Magpeds: Sind die Zeiten der klassischen Klickpedale fürs Mountainbike gezählt?  (Bild: VKI)

Leichte Montage und Adaptierung

Die Pedale haben eine durchaus hochwertige Optik sowie Haptik und sind in zwei Magnetstärke-Versionen (10 bzw. 15 kg Zugkraft) im Onlineshop auf www.magped.com um 94 bzw. 99 Euro erhältlich. Die Montage am Rad stellt kein nennenswertes Problem dar. Auch die Adaptierung gängiger Mountainbike-SPD-Schuhe geht klaglos von der Hand: Eine Platte aus Spezialstahl muss statt des Klick-Systems am Schuh befestigt werden. Im Lieferumfang enthalten sind die entsprechenden Schrauben und der passende Inbusschlüssel.

Fuß hat mehr Bewegungsfreiheit

Im Praxistest zeigte sich rasch der Vorteil gegenüber SPD-Pedalen: Der Fuß hat mehr Bewegungsfreiheit – was sich auf längere Sicht durchaus positiv auf die Gelenke auswirken kann. Schnelles seitliches Ablösen in heiklen Situationen ist recht einfach und intuitiv möglich – die Ziehkräfte wirken nämlich v.a. vertikal. Mit dem Magnetpedal hat man zudem einen schönen, runden Tritt, was insbesondere bei längeren Touren zum Tragen kommt. Ebenfalls positiv: Auf der Unterseite des Pedals gibt’s keine Magnet-Wirkung, somit ist auch ein Fahren gänzlich ohne Fixierung möglich.

Alternative zu SPD-Systemen

Beim Runterfahren vom Berg zeigt sich das einzige Manko des Magped: Bei Wurzelstrecken fehlt die wirklich sichere Fixierung. Summa summarum ist das Pedal aber eine gelungene Alternative zu SPD-Systemen und durchaus auch für normale (Trekking-)Fahrräder geeignet. Zusätzlicher Pluspunkt: Ersatzteile sind über die Website erhältlich.

Bild: Das KONSUMENT-Geschenk-Abo