Fahrradhelme

Gut behütet

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KONSUMENT 5/2017 veröffentlicht: 27.04.2017

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Die Sportartikelhersteller schlafen nicht: Immer wieder warten sie mit Innovationen auf. Doch nicht alles kann überzeugen, wie der aktuelle Helmtest zeigt.

Diese Fahrradhelme haben wir getestet:

  • Abus In-Vizz Ascent
  • Alpina Mythos 3.0
  • Bell Annex MIPS
  • Btwin (Decathlon) BH 500
  • Casco Activ 2
  • Cratoni Pacer
  • Giro Revel MIPS
  • KED Berlin
  • Lazer Beam MIPS
  • Limar X-Ride-Superlight
  • O‘Neal Q-RL
  • Overade Plixi
  • POC Crane Commuter
  • Prophete 770/771
  • Uvex City e

Die Testtabelle enthält Infos und Bewertungen zu: Schutz vor Verletzungen, Abstreifsicherheit, Erkennbarkeit im Dunkeln, Handhabung (Anpassen, Aufsetzen, Abnehmen), Tragekomfort und Passform, Gewicht, Kinnriemen, Belüftung, Sichtfeld, Schadstoffe, Beleuchtung am Helm, MIPS-System, Insektenschutz, uva.

Ein paar Eindrücke von unserem Praxistest im Februar auf Mallorca:


Und hier unser Testbericht:


Test: Aufprallschutz hat sich verbessert

42.200 Personen haben sich in Österreich 2016 laut Kuratorium für Verkehrssicherheit beim Radfahren verletzt. Stürze auf den Kopf gehen besonders oft tödlich aus oder hinterlassen bleibende Schäden. Umso wichtiger ist es, einen Helm zu tragen, der guten Schutz bietet. Im aktuellen Test haben der VKI und die Stiftung Warentest den Aufprallschutz mit einem realistischen Szenario überprüft. Fazit: Vor allem an den Schläfen schützen viele Helme besser, als beim letzten Test zwei Jahre zuvor. Dank neuer Formen bedecken sie nun auch diesen besonders empfindlichen Bereich.

Teure Helme sind nicht automatisch besser: Sieben von 15 Modellen wurden im Test mit "gut" beurteilt, die drei besten von Casco, Cratoni und Lazer bewegen sich mit 60 bis 80 Euro im mittleren Preisbereich. Das Modell der Marke Overade schnitt als einziges "weniger zufriedenstellend" ab. Der Overade ist ein Falthelm, den man im Handumdrehen zusammenklappen kann. Er verrutscht aber leicht und schützt nur wenig.

Nur zwei Fahrradhelme schützen "sehr gut"

Eine erweiterte Stoßdämpfungsprüfung wurde mit einem Hybrid III Prüfkopf durchgeführt um den Test realistischer zu gestalten. Wir ließen die Helme mit bis zu 21 km/h auf eine schiefe Ebene fallen, sodass sie sich beim Aufprall drehten. Gute Helme müssen den Kopf nämlich auch bei einer Rotationsbewegung schützen. Dies wurde an drei ­Stellen simuliert – am Hinterkopf, an der Stirn und an der Seite.

In der Tabelle finden Sie:

Marke, Type, Produkte, Dienstleistungen
Casco Activ 2, Cratoni Pacer, Lazer Beam MIPS, Limar X-Ride-Superlight, Alpina Mythos 3.0, Bell Annex MIPS, Uvex City e, Abus In-Vizz Ascent, Btwin (Decathlon) BH 500, O'Neal Q-RL, Prophete 770/771, Giro Revel MIPS, POC Crane Commuter, KED Berlin, Overade Plixi

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Bewertung

Wertung: 4 von 5 Sternen
11 Stimmen

Kommentare

  • Betreff: Zur Frage von User „hammerschraube“
    von REDAKTION am 12.06.2017 um 14:42
    Der Punkt „Schutz vor Verletzungen“ umfasst die erweiterte Stoßdämpfungsprüfung, die einfache Stoßdämpfungsprüfung wurde wegen der geringeren Aussagekraft nicht mehr vorgenommen. Die Ergebnisse sehen Sie in der Tabelle. Zwei Modelle wurden „sehr gut“ bewertet, drei weitere „gut“. Ihr Konsument-Team
  • Fragwürdige Argumentation
    von Brsa am 11.05.2017 um 15:40
    Die Argumentation im Artikel ist, freundlich ausgedrückt, lückenhaft. "42.200 Personen haben sich in Österreich 2016 laut Kuratorium für Verkehrssicherheit beim Radfahren verletzt. Stürze auf den Kopf gehen besonders oft tödlich aus oder hinterlassen bleibende Schäden. Umso wichtiger ist es, einen Helm zu tragen, der guten Schutz bietet." Da werden logische Schlüsse suggeriert, die schlicht unzutreffend sind. Meines Wissens erleiden sowohl Autofahrer als auch Fußgänger im Falle eines Unfalls mit höherer Wahrscheinlichkeit eine Kopfverletzung als Fahrradfahrer. Die ständige Propaganda für Fahrradhelme lässt sich durch Fakten kaum begründen. Bei Kleinkindern, ja, aber nicht im Allgemeinen. Der mit großem Abstand wichtigste Faktor für die Sicherheit ist die uneingeschränkte Aufmerksamkeit, die durch Radhelme oft beeinträchtigt wird (sowohl Sicht als auch Akustik und andere Ablenkungen durch Helme). Die drohende Helmpflicht durch unfundierte Stimmungsmache würde zu massivem Rückgang des Radverkehrs und dadurch zur Verschlechterung der Sicherheit führen - denn der zweitwichtigste Faktor für die Sicherheit ist die allgemeine Präsenz und Wahrnehmung des Radverkehrs durch Führer von KFZ. Fahrradhelme bedrohen die beiden wichtigsten Sicherheitsfaktoren und helfen selten. Alles sehr fragwürdig, werte Redaktion.
  • Verfügbarkeit
    von REDAKTION am 08.05.2017 um 16:46
    Bei allen drei handelt es sich um gängige Marken. Sollten die Modelle im Handel nicht lagernd sein, sollte es zumindest möglich sein, sie zu bestellen. Ihr Konsument-Team
  • Verfügbarkeit bei lokalen Sportartikel Händlern
    von Rupl am 08.05.2017 um 15:54
    Habe in Graz noch keinen lokalen Sportartikel Händler gefunden, wo man einen der drei erstplatzierten Helme bekommt, ich war bei Sports Direct, Hervis und Gigasport. Gibt es da kein Interesse seitens der Händler gut getestete Produkte anzubieten?
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