KONSUMENT.AT - Debit Mastercard: FAQ - Was bringt sie mir? Welche Risiken gibt es?

Debit Mastercard: FAQ

Bankomatkarte adé

Seite 1 von 2

Nächsten Inhalt anzeigen
KONSUMENT 12/2020 veröffentlicht: 09.10.2020, aktualisiert: 13.11.2020

Inhalt

Debit Mastercard - so heißt die neue Kombi-Karte, auf die die heimischen Geldinstitute jetzt setzen. Sie wird die Maestro-Bankomatkarte verdrängen.

In unserer VKI-Beratung mehren sich wieder Anfragen zum Thema Debit-Bankkarten. Vorreiter Erste Bank/Sparkassen hat bereits 2019 damit begonnen, seinen Kunden Schritt um Schritt diese neuen Kombi-Karten zuzuschicken. Wir haben in KONSUMENT 5/2019 berichtet. Immer mehr Banken folgen diesem Vorbild. Wir liefern die Antworten auf die brennendsten Fragen.
 
Die sogenannte Debitkarte löst die alte Bankomatkarte ab, hier ein Beispiel der Erste Bank/Sparkassen (Foto: Presse Erste Bank)
 
Diese neue Debitkarte, was ist das überhaupt?
Wenn man so will, eine neue Generation von Bankkarte: eine Bankomatkarte, ergänzt durch die Möglichkeit, sie für Zahlungen zu verwenden, die bisher nur mit Kreditkarten möglich waren. Ermöglicht wird das durch Kooperationen der Bankhäuser mit dem Zahlungsdienstleister Mastercard. Entsprechend heißt diese neue Bankkarte offiziell auch Debit Mastercard. Die Banken versichern, dass sich für die Kunden bei Konditionen, Kartenlimits und PIN-Code nichts ändere. (Da werden wir genau hinschauen und freuen uns über Ihre zweckdienlichen Hinweise). Auch Kontaktloses NFC-Bezahlen an der (Supermarkt-)Kassa werde weiterhin unterstützt.
 
„Debit“ steht ja auch schon auf meiner alten Maestro-Bankomatkarte aufgedruckt ...
Was in Österreich Bankomatkarte heißt, heißt international eigentlich schon immer Debitkarte. Debit bedeutet so viel wie Lastschrift: Belastungen erfolgen unmittelbar und direkt auf dem Girokonto – anders als bei der Kreditkarte, wo zumeist einmal monatlich abgerechnet wird. Einer EU-Vorgabe zufolge dürfen die heimischen Banken die Bezeichnung Bankomatkarte eigentlich gar nicht mehr verwenden.
 
Welche Banken setzen auf die Debit Mastercard?
Wie bereits erwähnt der Bankenverbund Erste Bank/Sparkassen. Auch die Volksbank und die Direktbank N26 geben bereits solche Karten aus. Und aktuell haben BAWAG P.S.K. und Easybank damit begonnen, sie ihren Kunden zuzuschicken. Laut der Homepage von Mastercard (Stand Ende September 2020) werden Oberbank, BTV und BKS Bank bald folgen.
 

Dieser Artikel ist kostenpflichtig. WARUM ZAHLEN?

Abonnenten melden sich hier an:
 
Falls Sie kein Abonnent sind, wählen Sie bitte eine der folgenden Optionen:

KONSUMENT-Abo

58 Euro: 12 Hefte + Online-Zugang  Mehr dazu

KONSUMENT-Online-Abo

36 Euro: 12 Monate Online-Zugang  Mehr dazu

Online-Tageskarte

5,80 Euro: 24 Stunden Online-Zugang  Mehr dazu

Bewertung

Wertung: 5 von 5 Sternen
17 Stimmen

Kommentare

  • @konki
    von REDAKTION am 15.03.2021 um 11:10
    Wir haben die Bank zu einer Stellungnahme aufgefordert. Hier die Antwort im Wortlaut:
    "Wir haben uns bewusst nur für die Möglichkeit der Freischaltung in der App entschieden, da d​​​er Großteil der am Markt befindlichen Mobiltelefone die Nutzung von Apps ermöglicht und das Wachstum weiter voranschreitet. Auch ist die Kundengruppe der Online-Shopper, für die dieser Service besonders wichtig ist, und die Gruppe der Smartphone User nach unseren Untersuchungen ziemlich deckungsgleich. Darüber hinaus beobachten wir eine deutliche und rasante Verlagerung von der klassischen Online Banking Nutzung hin zur Nutzung unserer Apps und wir sehen darin auch die Lösung für neue Produkte und Services in der Zukunft."
    Kurz zusammengefasst heißt das: Die Bank sieht keine andere Möglichkeit für Kunden ohne (recht aktuellem) Smartphone vor. Und es ist auch nicht mit einer zusätzlichen Methode zu rechnen. Aus Konsumentensicht natürlich wenig erfreulich.
    Ob Bestandskunden ungefragt auf dieses neue Produkt umgestellt werden dürfen, bedarf noch einer genauen juristischen Prüfung. Wir bleiben am Thema dran.
    Ihr KONSUMENT-Team
  • Debit Mastervard
    von konki am 11.03.2021 um 21:32
    Ich bin Kunde der easybank und habe jetzt statt der Visa-Card eine Debit Mastercard. Damit ich sie auch für Onlinezahlungen nutzen kann, muss ich mich für den MasterCard Identity Check registrieren. Das ist nur über die easybank App möglich, die ich auf meinem Smartphone aber nicht installieren kann (kein Android 5). Auf diese Weise werde ich gezwungen, mir ein neues Telefon anzuschaffen, obwohl mein derzeitiges meinen Ansprüchen vollauf genügt.
    Ist diese Vorgangsweise erlaubt, oder ist es nur ein Willkürakt dem Kunden gegenüber?
    Möchten Sie Ihre Debitkarte zukünftig auch für Onlinezahlungen nutzen, registrieren Sie hierfür bitte aus Sicherheitsgründen den MasterCard Identity Check, mit dem Sie die Zahlungsaufträge im Internet autorisieren können.
    Die Registrierung können Sie in nur wenigen Schritten in der easybank App durchführen:
    1. Loggen Sie sich in die easybank App ein
    2. Wählen Sie den Menüpunkt "Karten" (unten, zweites Symbol von links)
    3. Wählen Sie dort Ihre Debitkarte aus (wischen Sie nach links) und klicken Sie direkt unter der angezeigten Karte auf das farblich hinterlegte Feld „Sicher bei Online Händlern einkaufen/ Mastercard Identity Check“
    4. Bestätigen Sie die Registrierung durch Eingabe Ihres AppPassworts

    Eine andere Art der Registrierung ist leider nicht möglich.

    Bei weiteren Anliegen sind wir gerne für Sie da.
  • Easybank Debitkarte NFC
    von hhhc am 04.12.2020 um 10:21
    Auch ich wollte diese NFC-Funktion sperren lassen.
    Als Antwort bekam ich die angehängte Antwort.
    Angeblich geht es aber bei der BAWAG. Zumindest laut persönlicher Auskunft, "es müsste gehen".
    Bis auf diese Vorgangsweise bin ich seit vielen Jahren zufriedener Kunde bei der EASY-Bank.


    wir bedanken uns für Ihre Nachricht.

    Leider müssen wir Ihnen mitteilen, dass eine Deaktivierung nicht möglich ist.

    Zur Haftung möchten wir Ihnen folgendes mitteilen:

    Bitte beachten Sie bezüglich den Pflichten bei Abhandenkommen der Karte Punkt 2.4.3 der besonderen Bedingungen der easy karte.

    2.4.3. Meldepflicht bei Abhandenkommen der Bezugskarte Bei Verlust, Diebstahl, missbräuchlicher Verwendung oder sonstiger nicht autorisierter Nutzung der Bezugskarte hat der Karteninhaber bzw. der Kontoinhaber, unverzüglich sobald er davon Kenntnis erlangt, bei der easybank oder über den Sperrnotruf eine Sperre der Bezugskarte zu veranlassen. Bei Abhandenkommen der Bezugskarte (z.B. Verlust oder Diebstahl) muss der Karteninhaber bzw. der Kontoinhaber darüber hinaus eine Anzeige bei der dafür zuständigen Behörde erstatten und diese auf Verlangen der easybank im Original oder in Kopie übergeben.

    Bezüglich der Haftungsfrage beachten Sie die Informationen gemäß Zahlungsdienstegesetz (ZaDiG):
    7.1.2 Haftung des Kunden Beruhen vom Kunden nicht autorisierte Zahlungsvorgänge auf der missbräuchlichen Verwendung eines Zahlungsinstruments, so ist der Kunde der easybank zum Ersatz des gesamten ihr daraus entstandenen Schadens verpflichtet, wenn der Kunde den Eintritt des Schadens (i) in betrügerischer Absicht ermöglicht hat; oder (ii) durch vorsätzliche oder grob fahrlässige Verletzung der ihn im Zusammenhang mit der sorgfältigen Verwahrung von Zahlungsinstrumenten treffenden Pflichten herbeigeführt hat. Hat der Kunde diese Pflichten nur leicht fahrlässig verletzt (beging er eine Sorgfaltswidrigkeit, die auch bei einem durchschnittlich sorgfältigen Menschen nicht immer auszuschließen ist), so ist die Haftung des Kunden für den Schaden auf den Betrag von EUR 50,-- beschränkt. Die Haftung des Kunden entfällt (ausgenommen im oben in (i) angesprochenen Fall) für Zahlungsvorgänge, die nach seinem Auftrag an die easybank, das Zahlungsinstrument zu sperren, mittels dieses Zahlungsinstruments veranlasst werden.
    Die entsprechenden Geschäftsbedingungen und Informationen gemäßg Zahlungsdienstegesetz finden Sie unter: www.easybank.at - Geschäftsbedingungen (ganz unten, zweite Spalte)

    Bei weiteren Anliegen sind wir gerne für Sie da.

    Freundliche Grüße

    easybank Service Center
    +43 (0) 5 70 05-500
    easy@easybank.at
    www.easybank.at

    easybank holt bei den FMVÖ Recommender Awards 2020 zum 10. Mal den 1. Platz - danke für Ihr Vertrauen!

    BAWAG P.S.K. Bank für Arbeit und Wirtschaft und Österreichische Postsparkasse Aktiengesellschaft |
    Wiedner Gürtel 11 | 1100 Wien | ​ Handelsgericht Wien | FN 205340x​
  • Debitkarte
    von weismann41 am 23.11.2020 um 22:42
    Auszug aus einem Schreiben der Easybank an mich vom
    vom 5.11.2020 14 Uhr:

    Zitat:
    "Ihre Debit Mastercard® – Onlineshopping ohne Kreditkarte

    Mit Ihrer neuen easy karte, der Debit Mastercard, können Sie künftig – neben den gewohnten Funktionen einer Debitkarte –
    auch bequem und sicher im Internet einkaufen. Wie gewohnt wird der Kaufbetrag sofort von Ihrem Konto abgebucht.
    Weitere Informationen zu Ihrer neuen easy karte (Debit Mastercard) finden Sie unter www.easybank.at/debit-mastercard."
    Zitat Ende.

    Alles in allem eine mehr als unklare Angelegenheit. Welche Banken da alle so agieren kann ich nicht sagen, von der Easybank jedenfalls liegt dieses Schreiben vor mir.

    Wie das rechtlich ist, weiss ich nicht. Seriöses Verhalten ist das jedenfalls nicht. Denn ohne den Kunden zu fragen, ob er das will, so etwas Wesentlichtes ohne Zustimmung zu ändern, erscheint mir mehr als fragwürdig, denn das entspricht ja einer wesentlichen Änderung der AGB. Es geht ja nicht nur um die Zahlung im Internet, sondern auch um diese dubiose NFC-Funktion, von der ja inzwischen bekannt ist, dass das sehr leicht missbräuchlich verwendet werden kann. Wer das will, soll es verwenden, aber wer es nicht will, muss die Möglichkeit erhalten, dies zu deaktivieren - was jedenfalls bei der Easybank nicht möglich ist.
    Dann wird auch noch grossartig damit geworben:
    "easybank holt bei den FMVÖ Recommender Awards 2020 zum 10. Mal den 1. Platz - danke für Ihr Vertrauen!".....

  • @hirzberger
    von REDAKTION am 23.11.2020 um 16:07
    Auch mit den Sparkassen-Debitkarten kann im Internet noch ohne Freigabe bzw. 2-Faktor-Authentifizierung bezahlt werden. Dies ist zur Zeit davon abhängig, ob der Online-Shop diese bereits implementiert hat. Für Online-Shops wurde die zwingende 2-Faktor-Authorisierung bis zum 31.12.2020 verlängert.
    Ihr KONSUMENT-Team