Ernährungsmythen: 100 Fragen

Rund ums Essen

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KONSUMENT 10/2016 veröffentlicht: 29.09.2016

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Heiße Hühnersuppe hilft gegen Verkühlung, Apfelkerne sind giftig. Wenn man Kirschen isst und danach Wasser trinkt, bekommt man Bauchweh! Im neuen KONSUMENT-Buch ­gehen wir 100 immer wieder aufgestellten Behauptungen zur Ernährung auf den Grund.

Rund ums Essen und Trinken ranken sich zahllose Mythen. Wer wurde als Kind nicht davor gewarnt, Wasser zu trinken, wenn er Kirschen gegessen hatte, weil man davon Bauchweh bekommt. Lag man mit einer Erkältung im Bett, galt ein Teller heiße Hühnersuppe als Mittel mit hohem Genesungspotenzial. Milchprodukte sollten im Alter den Knochenbau stärken. Ob derlei Behauptungen zutreffen, wurde selten hinterfragt. Was über Jahrzehnte oder gar Jahrhunderte weitergegeben wurde, musste ja schließlich wenigstens ein Körnchen Wahrheit enthalten.

Mythenbildung im Internet

Zu manchen Mythen unserer Kindheit haben wir inzwischen eine gewisse Distanz ent­wickelt. Manche mögen uns in unserer wissen­schaftlichen Aufgeklärtheit mittlerweile wohl gar etwas abstrus erscheinen und zum Schmunzeln verleiten. Doch bevor wir die Überlieferungen unserer Vorfahren als mittel­alterlichen Unsinn abtun, sollten wir lieber in uns gehen. Wohl niemals zuvor in der Menschheitsgeschichte florierte die ­Mythenbildung so wie heute. Nie war es einfacher, Mythen in die Welt zu setzen. Das Internet und hier vor allem soziale Medien sorgen dafür, dass Nachrichten und Infor­mationen ungeheure Verbreitung finden und sich verselbstständigen.

Viel Werbung für "gesunde" Lebensmittel

Die Lebensmittel­industrie hat sich dies längst für die Bewerbung ihrer Produkte zunutze gemacht. Nie zuvor in der Menschheitsgeschichte gab es so viele "gesunde" Lebensmittel wie heute. Aber auch Anbieter von Kuren, Diäten oder Nahrungsergänzungsmitteln untermauern die vermeintliche Wirksamkeit ihrer ­Produkte gerne durch „Studien“.

Fakten und Fakes

Bei einem nicht unbeträchtlichen Teil der im Netz verbreiteten Informationen handelt es sich um Halbwahrheiten und Hoaxes, wie Falschmeldungen im Internet genannt ­werden. Fakten von Fakes zu unterscheiden, ist für Otto Normalverbraucher in vielen ­Fällen nicht möglich. Die Wissenschaftler von medizin­-transparent.at, einem Projekt von Cochrane Österreich, ­haben deshalb für uns 100 Ernäh­rungs­mythen unter die Lupe genommen und nach Belegen für die jeweilige Behauptung gesucht. Die gemein­nützige Cochrane Orga­nisation ist weltweit tätig und überprüft unter anderem die wissen­schaftliche Relevanz von Studien­ergebnissen. Bei der Bewertung spielt nicht nur die Qualität der Studien, sondern auch die Unabhängigkeit der Wissenschaftler ­eine entscheidende Rolle.

Nicht erforscht

Viele der aufgestellten Behauptungen erwiesen sich bei der Analyse als wenig stichhaltig. In einigen Fällen konnten unsere Experten zu ihrem eigenen Erstaunen nicht einmal Studien finden. Eines dieser Negativbeispiele dreht sich um Detox.

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