KONSUMENT.AT - Lebensmittel-Check - Despar Cantuccini, Senseo Cappuccino: Mogelpackungen

Lebensmittel-Check

Tarnen und täuschen

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KONSUMENT 2/2015 veröffentlicht: 28.01.2015, aktualisiert: 26.03.2015

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Wenn es darum geht, den Kunden etwas vorzumachen, sind die Lebensmittelhersteller ganz schön erfinderisch.

Despar Premium Cantuccini alle Mandorle

Wenig drin

Despar Premium Cantuccini alle Mandorle (Bild: VKI)

Das steht drauf: Cantuccini alle Mandorle, italienisches Mandelgebäck mit 22 % Mandelanteil, verheißt der edle, schön gestaltete Karton von Spar Premium. Die Füllmenge von 150 g ist dagegen nicht ganz so gut zu lesen. Wer nach dem Kauf daheim in freudiger Erwartung die Schachtel öffnet, erlebt eine herbe Enttäuschung!

Das ist drin: Das Alusackerl, das im Karton von Spar Premium steckt, ist gerade einmal zur Hälfte mit Gebäck gefüllt. Ein Witz angesichts der großen Schachtel. Dass diese Packung so wenig Gebäck enthält, ist von außen natürlich nicht zu erkennen.

Das meinen wir: Spar hat im Dezember 2012 angekündigt, die Verpackung zu ändern. Passiert ist seitdem – nichts. Einfach unverschämt.

Lesen Sie hier den vollständigen Check: Despar Premium Cantuccini alle Mandorle 2/2013


Senseo Cappuccino Coffee Pads

Nicht die Bohne

Senseo Cappuccino Coffee Pads (Bild: VKI)

Das steht drauf: Kaffeepads ersparen das mühsame Hantieren mit Kaffeepulver. Rein in die Maschine, Knopf drücken und schon gibt es frischen Kaffee. Nur wer Adleraugen hat, sieht den Hinweis „Typ“ in Winzigbuchstaben über dem auffälligen Schriftzug „Cappuccino“.

Das ist drin: Wo Coffee Pads draufsteht, kann viel drin sein. Hier bekommt der Kunde vor allem pflanzliches Fett, Zucker und Aroma. Die ebenfalls enthaltenen 9,8 % Kaffee sind nur Löskaffe. Von echten Bohnen keine Spur.

Das meinen wir: Bitte endlich klar und deutlich draufschreiben, was drin ist. Keiner rechnet bei einem Cappuccino mit einem Fertigprodukt aus Löskaffee, Fett und Zucker.

Lesen Sie hier den vollständigen Check: Senseo Cappucino Pads 10/2013

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Wertung: 4 von 5 Sternen
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Kommentare

  • Vielen Dank für Ihre Arbeit!
    von 7112910 am 17.02.2015 um 10:07
    Ohne den Gegendruck bzw. die Kritik von solchen "Lebensmittelprüfern" wie Ihnen würde die Industrie wohl noch viel mehr tricksen. Ich bin froh, dass es die "Zitronen-Artikel" gibt. Auch werden Konsumenten angeregt, darüber nachzudenken, was sie da einkaufen. Das ist auch der Grund, warum ich nicht jede Zitrone lese. Denn manche "Lebensmittel"-Veränderungen regen mich nicht mehr auf. Wenn zum Beispiel Schokolade oder süße Riegel (Twix etc.) teurer werden, juckt mich das wenig. Das sollten immer Randerscheinungen der Ernährung sein - und da ist weniger sogar gesünder! Und dass fast alles teurer wird, ist keine Neuheit. Schlimm finde ich, dass ich trotz großem Interesse regelmäßig an Zutatenlisten scheitere, weil die Inhaltsstoffe Bezeichnungen enthält, die ich nicht kenne / verstehe. Meine Lösung: für den Hauptspeiseplan kaufe ich möglichst nur unverarbeitete Lebensmittel, also frisch. Es ist ohnehin gesünder. Auch da ist der Lebensmittelhandel - und wiederum Sie als Qualitätsprüfer - gefragt. Vielen Dank!
  • Tips sinnlos?
    von Freytagb am 05.02.2015 um 18:40
    Nein, ich gebe Ihnen nicht recht. Die Konsumenten haben es in der Hand ein Produkt zu kaufen oder nicht und es wird an der Kassa "abgestimmt".
  • Tipps teilweise sinnlos
    von eNTi am 31.01.2015 um 13:54
    es ist zwar nett, dass sie einkaufstipps geben, aber sein wir doch mal ehrlich. wer kann bitte etwas mit gramm-angaben anfangen? wer merkt sich vor allem, wieviel ein produkt vorher gewogen hat? das müsste man sich bei jedem produkt aufschreiben. ohne "hilfe" geht das höchstens, wenn man jahrelang das gleiche produkt kauft. dann fällt s einem vielleicht auf... und dazu kommt, dass man sehr schwer etwas dagegen tun kann? leserbrief an die firma schreiben? produkt nicht mehr kaufen? welche alternativen hat man den wirklich? viele leere floskeln, die leider stark an der realität vorbei gehen. die gesamte industrie ist krank... vom geld. die wirtschaft ist krank... vom geld. da kann man das einkaufen gleich sein lassen. ich jedenfalls fühle mich komplett überfordert und überrumpelt. man muss ja jeden hersteller als kriminiell ansehen. so lange es keine ernsthaften strafen gibt, wird das alles noch viel schlimmer.