KONSUMENT.AT - Fitness-Studios - Mitgliedschaften: Die gängigsten Fallen vermeiden

Fitness-Studios

Drum prüfe, wer sich bindet ...

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KONSUMENT 2/2020 veröffentlicht: 30.01.2020

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Achten Sie genau darauf, was Sie unterschreiben, wenn Sie eine Mitgliedschaft für regelmäßiges Training abschließen.

Bild: Rido / Shutterstock.com

Endlich ist der Entschluss gefasst, einen lang gehegten Vorsatz in die Tat umzusetzen: Auf in ein Fitness-Studio! Gewichtsabnahme, Kraft- und Ausdauertraining oder einfach ­eine allgemeine Verbesserung der körper­lichen Fitness sollen auf dem Programm ­stehen.

Sonderrabatte, "Gewinnspiele", etc.

Ist die erste Euphorie verflogen und werden die Intervalle zwischen den Trainings­terminen immer länger, taucht mitunter die Frage auf, wie man aus dem Vertrag wieder aussteigen kann – erst recht, wenn sich ­äußere Umstände (etwa durch Wohnungs- oder Arbeitswechsel) geändert haben oder man mit dem Studio eben nicht zufrieden ist.

Typisches Szenario: "Einsteiger"-Aktionen, Sonderrabatte, "Gewinnspiele" führen vielfach zu längeren Verpflichtungen – und der monatliche Beitrag wird fällig, ob man nun trainiert oder nicht.

Kündigungs- und Verlängerungsfallen

Anfragen und Beschwerden zu Vertragskündigungen sind denn auch auf Platz eins der Liste von Konsumentenproblemen in diesem Bereich, berichtet Juristin Maria Ecker, Leiterin unserer Beratung im VKI.

Ein häufiger Grund dafür sind intransparente Kündigungsklauseln, die von den Betreibern zum Nachteil der Kundschaft aus­gelegt werden. Gewünschte Vertragsbeendigungen werden nicht anerkannt, die ­Kunden mit Zahlungsaufforderungen konfrontiert, mitunter forsch drangsaliert.

"Zuletzt sind uns da insbesondere Betriebe der Franchise-Kette 'Clever fit' aufge­fallen", gibt Maria Ecker Einblick in die ­Beschwerdefälle.

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Kommentare

  • Vertrag lesen
    von Retro am 01.02.2020 um 08:43
    Nein, ist nicht einfach. Ich bin selbst ein älteres Semester und in dieser Hinsicht geschult. Der Durchschnitt hat Probleme damit, seitenlang Kleingedrucktes wirklich zu erfassen. Oft wird nachgefragt und den mündlichen Zusicherungen geglaubt. Wenn sich diese als falsch herausstellen: Pech gehabt.
  • Ja, Verträge lesen
    von Krentschker am 31.01.2020 um 21:08
    Ist in der Tat eine schwierige Aufgabe. Dem gemeinen Österreicher sollte generell die (selbstständige) Geschäftsfähigkeit abgesprochen werden, Vertragsabschlüsse nur mehr durch rechtsfreundliche Vertreter.

    Wenn ein Erwachsener nicht in der Lage ist einen Vertrag sinnerfassend zu lesen und zu verstehen, insbesondere einen hochkomplexen wie den Mitgliedsvertrag eines Fitnesscenters, sollte er auf sein Wahlrecht und eigentlich eh fast alles freiwillig verzichten.